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Uni-Campus Hamburg - brandherm + krumrey gestalten Blutspenderaum

Interior Design soll Schwellenängste abbauen
brandherm + krumrey gestalten Blutspenderaum auf dem Uni-Campus Hamburg

Blutspenderaum auf dem Campus der Universität Hamburg. Interior Design: brandherm + krumrey. Bild: Joachim Grothus
Blutspenderaum auf dem Campus der Universität Hamburg. Interior Design: brandherm + krumrey. Bild: Joachim Grothus

Wie lassen sich mehr Freiwillige zur Blutspende bewegen? Vor dieser grundsätzlichen Frage standen brandherm + krumrey bei der Gestaltung eines Blutspenderaums auf dem Hauptcampus der Universität Hamburg. Die Antwort ist ein Interior Design, das mögliche Schwellenängste mit überraschenden Details und augenzwinkernder Nonchalance beseitigt.

Nur drei Prozent der Menschen in Deutschland spenden Blut. Dabei kann eine Blutspende bis zu drei Leben retten. Doch das Spenden ist grundsätzlich freiwillig und unentgeltlich. Umso drängender stellt sich die Frage, wie eine Bereitschaft zur Teilnahme gefördert werden kann.

Die Universität Hamburg geht mit gutem Beispiel voran und versucht es gemeinsam mit der Universitätsklinik Eppendorf (UKE) mit einem eigenen Blutspenderaum. Auf dem Hauptcampus der Hochschule gestalteten brandherm + krumrey hierfür ein außergewöhnliches Interior Design. Um die Motivation zur Blutabnahme zu steigern, entwickelten sie eine eigenwillige Bar-Ästhetik für die medizinische Einrichtung. Mit überraschenden Details macht der Raum auf das Thema Blutspende aufmerksam und weckt die Neugier der Studierenden.

Gemeinnütziges Handeln zwischen Mensa und Hörsaal

Mit dem neuen Blutspenderaum sollen Studierende zwischen Mensa und Hörsaal zum gemeinnützigen Handeln animiert werden. Neben den üblichen medizinischen Vorrichtungen gibt es daher Ausstattungsdetails, die das Thema Blutspende auf anregende und spielerische Weise interpretieren.

Zu diesem Zweck entwickelten brandherm + krumrey eine symbolhafte „Zeichen- Sprache“ mit Hinweisen auf Blutgruppen und -kreisläufe. Rote und schwarze Lettern formen Plus- und Minuszeichen oder die Buchstaben für die einzelnen Blutsgruppen an den gekachelten Wänden. Über der Servicetheke verweist zudem das Wort „Blutsgeschwister“ auf die – zumindest ideelle – Verbindung zwischen Spender und Empfänger. Offene rote Leitungen und Kabel symbolisieren zudem Venen und Arterien, während die klare Schwarz-weiß-Ästhetik der Empfangstheke und des gekachelten Spendenbereichs den hygienischen Anspruch der Einrichtung betont. Die Entwurfsidee einer „Donation Bar“ mit einer entsprechenden Atmosphäre spiegelt sich auch in weiteren Ausstattungselementen wie der Beleuchtung.

Ansprechendes Ambiente fördert Spende-Bereitschaft

Kliniken in Deutschland sind ständig auf der Suche nach neuen Blutreserven, denn diese werden für Operationen, für die Notfallbehandlung nach Unfällen und zur Behandlung chronischer Krankheiten dringend gebraucht. Mit dem eigenen Blutspenderaum der UKE in der Universität Hamburg geht man auf junge Spender zu und kommt ihnen im wahrsten Sinne des Wortes entgegen.

Mit Plakaten wirbt man um „Lebensretter“, um die Spendenbereitschaft zu steigern – die Erträge kommen der klinischen Verwendung zugute. Anhand eines „Spendepegels“ können Studierende online einsehen, wie viele Liter Blut im Monat benötigt werden und wie viele Blutkonserven schon gespendet wurden.

Seit der Eröffnung der Einrichtung findet an der Hochschule jeden Donnerstag der „Bloody Thursday“ statt, an dem sich Studierende freiwillig zur Blutspende einfinden. Der große Erfolg dieser Aktion verdankt sich nicht zuletzt dem ansprechenden und anregenden Ambiente der Räumlichkeiten.


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