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Benthem Crouwel - Erweiterungsbau für das Museum Arnheim

Sanierung und Erweiterung des Museums Arnheim 
Schwebend gekachelt

Das Museum Arnheim wurde Mitte Mai wiedereröffnet. Benthem Crouwel Architects haben das ursprüngliche Gebäude einschließlich der charakteristischen historischen Kuppel aufwendig saniert und um einen spektakulären Neubau erweitert. Der Erweiterungsbau hat eine Auskragung von 15 m und gibt dem Besucher das Gefühl, über den Bäumen zu schweben.

Das Museum Arnheim ist ein pittoreskes Kunstmuseum, das über eine berühmte Sammlung moderner und zeitgenössischer Kunst und Design-Objekte verfügt. Seit 2017 wurde es umgestaltet. Im Zuge der Sanierung erweiterten Benthem Crouwel Architects das Gebäude um über 1.100 m² Ausstellungs- und Publikumsfläche (zusätzlich zu den bereits vorhandenen 1.350 m²).

Die monumentale Kuppel des Bestandsbaus aus dem Jahr 1873 erhielt ihren ursprünglichen, räumlichen Charakter zurück und bildet nun das Herzstück des Museums. Dieser zentrale Treffpunkt beherbergt den Eingang, den Shop und das Café. Im Obergeschoss der Kuppel wurde ein begehbarer Veranstaltungssaal eingerichtet, in dem das Museum ein regelmäßiges öffentliches Programm anbietet. Von der Kuppel aus hat man auch Zugang zum komplett erneuerten Skulpturengarten. Diese „grüne Freiluftgalerie“ ist für die gesamte Öffentlichkeit zugänglich.

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Harmonisch in die Landschaft gefügt

In dem erneuerten Gebäudeensemble sind Altes und Neues auf überraschende Weise miteinander verbunden – und die Landschaft spielt dabei eine wichtige Rolle. Das Museum, zentral in der Stadt auf einer eiszeitlichen Moräne gelegen und gleichzeitig von Grün umgeben, bietet einen schönen Panoramablick über den Rhein. „Der Standort hat uns sofort in seinen Bann gezogen“, so Architektin und Partnerin Saartje van der Made. „Die Aussicht ist ein großer Pluspunkt, und so haben wir beschlossen, den Neubau in die Höhe zu entwickeln, um diese Eigenschaft noch mehr hervorzuheben.“

Neben dem schwebenden Flügel, der weit über der Moräne balanciert, und einer breiten öffentlichen Treppe, die das Gebäude mit dem erneuerten Skulpturengarten verbindet, ist auch die Fassade des Erweiterungsbaus ein Blickfang. „Der neue Flügel ist mit 82.000 einzigartigen, handgefertigten Kacheln gefliest. Der besondere Farbverlauf der Fliesen an der Fassade – von erdigen Tönen auf der Straßenseite bis zu eisigem Blau auf der dem Fluss zugewandten Seite – symbolisiert die Lage des Museums auf der von einem Gletscher geschaffenen Moräne. Durch die Kombination der natürlichen Farben und Formen fügt sich das Gebäude optimal in die Umgebung ein“, so Saartje van der Made. 

Architekt und Partner Joost Vos ergänzt: „Das Äußere des Erweiterungsbaus sollte subtil und überraschend sein, damit sich das Gebäude in die Umgebung einfügt und gleichzeitig die Aufmerksamkeit auf sich zieht. Es wird immer interessanter, wenn man näherkommt. Alle Kacheln sind einzigartig, als wären sie alle kleine Kunstwerke, sehr passend für diesen besonderen Ort und seine Funktion als Museum.“

Blickfang in Kupfer

Wechsel zwischen Intro- und Extrovertiertheit

Der geräumige Erweiterungsbau verfügt über fünf neue Ausstellungssäle und zwei öffentliche Räume, die über eine natürliche Wegeführung miteinander verbunden sind. Ruhige, geschlossene Räume wechseln sich mit offenen Räumen, die durch große, durchgehende Fenster einen freien Blick auf die Landschaft und die Stadt bieten und so die einzigartige Lage des Museums betonen. 

Eine breite Treppe, die das Gebäude von Osten nach Westen durchdringt, verbindet den Neubau mit dem Skulpturengarten. Die Stufen bieten den Besuchern ein „Fenster“ zum Fluss; außerdem dient die Treppe als Tribüne für Aufführungen, die das Publikum vom Skulpturengarten aus verfolgen kann.

Dieser Rhythmus von Introvertiertheit und Extrovertiertheit, das Erleben von Kunst am Bau und die Panoramablicke auf die umgebende Landschaft machen einen Besuch im neuen Museum Arnheim zu einem anregenden und abwechslungsreichen Erlebnis.

Entwurfskonzept von Benthem Crouwel (PDF) »

www.museumarnhem.nl


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