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Baukunst zum Anbeißen - Architekturausstellung in Dortmund

Architekturausstellung in Dortmund
Baukunst zum Anbeißen

Noch bis 6. März sind in Dortmund außergewöhnliche Architektur-Objekte zu sehen: Die Ausstellung »Baukunst-Buffet« zeigt ikonische Gebäude, die aus Lebensmitteln nachgebaut wurden.

Hinter den Installationen aus Bismarckheringen, Champignons, Knäckebrot, Petersilie und Bananen verbergen sich Meisterwerke der Baugeschichte wie der Parthenon in Athen, das Kolosseum in Rom, aber auch Ikonen der Moderne wie beispielsweise Peter Neuferts »Haus X1« in Köln oder Martin Krämers und Fritz Schupps »Schacht XII« der Zeche Zollverein in Essen.

„Mit der Ausstellung wollen wir Architekturfreunde überraschen und auch Kinder und Jugendliche für Architektur interessieren“, erklärt Ernst Uhing, Präsident der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung des Baukunstarchivs NRW.

Komische, ironische, poetische Ansichten

Die insgesamt 60 gezeigten Arbeiten wurden von der Künstlergruppe »Bauschmaus« gefertigt. Diese baut Architekturobjekte mit Lebensmitteln nach, um „komische, ironische aber auch poetische Ansichten bekannter Meisterwerke“ zu zeigen. Die Ausstellung dokumentiert 40 Arbeiten, die bereits im Jahr 2018 in einer viel beachteten Buchpublikation unter dem Titel »Bauschmaus« bei der DVA erschienen sind. Ergänzend entwickelte die Künstlergruppe für die Präsentation im Baukunst-Archiv NRW weitere 20 Nachbauten prominenter Bauwerke aus Nordrhein-Westfalen.

„Unser konzeptioneller Ansatz zwingt zur Reduktion auf wesentliche Formen und Grundelemente des jeweiligen Bauwerks“, so Katharina Empl von der Künstlergruppe Bauschmaus. „Da niemand von uns Architektur studiert hat, nehmen wir dabei die Perspektive des Passanten bzw. der allgemeinen öffentlichen Wahrnehmung ein.“

Wahrnehmung von Architektur schärfen

Die Ausstellung zeigt Fotos und Modelle, die „Appetit machen“ sollen „auf Architektur und Qualitäten unserer gebauten Umwelt“. „Unsere Besucherinnen und Besucher sollen einen persönlichen Bezug zu einzelnen Werken finden, um dann den Ehrgeiz zu entwickeln, auch weitere Objekte zu entschlüsseln“, erläutert Christos Stremmenos, Kurator der Ausstellung in Dortmund. „Auf diese Weise kann unsere Ausstellung dazu beitragen, die Wahrnehmung von Architektur in unserer gebauten Umwelt zu schärfen.“

Die Ausstellung wird durch das Baukunst-Archiv NRW gemeinsam mit der Deutschen Verlags-Anstalt (DVA) und dem Förderverein Baukunst-Archiv NRW e.V. veranstaltet. Begleitend zur Ausstellung erscheint in der Reihe des Baukunst-Archivs NRW beim Verlag Kettler in Dortmund ein Ausstellungskatalog.

Auf einen Blick

  • Ausstellung: Baukunst-Buffet
  • Termin: 8. Januar bis 6. März 2022
  • Ort: Baukunst-Archiv NRW, Ostwall 7, 44135 Dortmund • www.baukunstarchiv.nrw

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