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Autarkes Mini-Hotel in der spanischen Wüste

DistrictHIVE 
Autarkes Mini-Hotel in der spanischen Wüste

Das spanische Architekturbüro MOHO Arquitectos hat ein autarkes Mini-Hotel entworfen, das sich an (fast) jedem Ort der Welt errichten lässt. Der Prototyp steht in der Wüste von Gorafe. Die Inneneinrichtung für das 35 m² kleine Haus stammt vom Berliner Innenarchitekturbüro Atelier NOVONO.

Das Mini-Hotel »DistrictHive« hat kein Fundament, lässt sich leicht vom Boden abkoppeln und benötigt keine Rohrleitungen für Sanitäranlagen oder andere Einrichtungen. Die Kapsel ist in der Lage, eigenes Wasser aus der Luft und eigenen Strom aus Solarenergie zu gewinnen sowie Abfälle in Asche umzuwandeln: Autonom kann das Mini-Hotel so überall weiterfunktionieren.

Zudem ist das Modul mobil und kann dank des entwickelten Stützsystems mit sechs Beinen auf jedem Gelände leicht eingesetzt werden – auch dort, wo eine Bebauung nicht möglich ist. Somit kann »DistrictHive« an verschiedenen schönen Orten der Welt immer neu errichtet werden: Es reicht, die vorgefertigten Teile in nur wenigen Stunden zusammenzubauen, um das Haus weltweit reproduzieren zu können.

So wird das Mini-Hotel zum wandelnden Designobjekt, das sich über den Planeten bewegt. „Das Projekt bietet privaten Investoren und Hotelbetreibern eine Chance, innerhalb des Luxustourismus eine nachhaltige Investition zu tätigen“, erklärt Carlos Abadía, CEO von MOHO Arquitectos und Verantwortlicher Architekt für das DistrictHive-Projekt.

Autarkes Mini-Hotel in der Wüste von Gorafe in Spanien
Bild: Gonzalo Botet

Zeitloses Design auf kleinem Raum

Das Berliner Innenarchitekturbüro Atelier NOVONO erhielt den Auftrag, für das Mini-Hotel eine zeitlose Inneneinrichtung zu entwerfen, die an jedem Ort auf der Erde funktioniert.

„DistrictHive war ein für mich ungewöhnliches Projekt“, erzählt Nora von Nordenskjöld, Innenarchitektin und Gründerin von Atelier NOVONO. „In der Regel widme ich mich alten Gebäuden und deren Innenbereichen. Bei diesem Projekt ging es allerdings darum, ein hochwertiges Design zu entwerfen, das gleichzeitig funktional und weltweit reproduzierbar ist.“

Auf einer Fläche von 35 m² umfasst das Mini-Hotel ein Bad, eine Wohnküche, ein Schlafzimmer, Kleiderschränke und einen kleinen Raum, in dem die gesamte technische Ausrüstung untergebracht ist. Die Innenarchitektin entwickelte dafür ein funktionales Interior Design mit futuristischer Anmutung, das auf ein notwendiges Minimum reduziert ist – ganz im Sinne einer nachhaltigen Innenraumgestaltung.

„Es war eine neue Erfahrung für mich, in einer so kleinen und doch so transparenten Umgebung zu arbeiten“, erzählt Nora von Nordenskjöld. Gerade auf so engem Raum bot u.a. das Thema »Modularität« eine Lösung. Ein Doppelbett im Schlafzimmer lässt sich zusammenklappen, um mehr Platz im Raum zu schaffen. Multifunktionale modulare Regale sorgen für vielseitige Nutzungsoptionen.

Autarkes Mini-Hotel in der Wüste von Gorafe in Spanien
Bild: Gonzalo Botet

Verschmelzung mit der Umgebung

„Ohne zu wissen, wo sich das Objekt physisch befinden wird, ist es unmöglich, bei dem Entwurf Blickpunkte, Lichtverhältnisse und Sichtachsen zu beachten“, erklärt Nora von Nordenskjöld. „Ich habe mich deshalb für eine klare Linienführung, eine großzügige Anwendung von dunklen Farben und hochwertigen Materialien entschieden.“

Von der Einrichtung bis zu den Oberflächen wurde alles bis ins kleinste Detail geplant, um höchstmögliche Qualität und Effizienz zu erreichen. Bei der Wahl der Materialien setzte das Team von Atelier NOVONO auf Stein, Holz und viel Glas, um Landschaft und Sonnenlicht ins Haus zu lassen.

„Die Inneneinrichtung von DistrictHive lässt das Innere der Kapsel mit der Natur und ihrer Umgebung verschmelzen – ganz gleich, in welchem Teil des Planeten sie sich befindet“, so Nora von Nordenskjöld. „Gemeinsam haben wir das einmalige Ziel erreicht, das keines der Gebäude, an denen ich bisher gearbeitet habe, geschafft hat: das erste völlig autarke Kapsel-Hotel der Welt.“


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