Startseite » News »

Ausstellung »Boden für Alle« im Haus der Architektur in Graz

Ausstellung im Haus der Architektur in Graz
Boden für Alle

Ab 21. Juli ist im Haus der Architektur in Graz die Wanderausstellung »Boden für Alle« zu sehen. Wie wird Grünland zu Bauland? Wieso steigt der Preis für Grund und Boden? Und was hat das alles mit unseren Lebensträumen zu tun? Anschaulich und konkret erläutert die Ausstellung politische, rechtliche und wirtschaftliche Hintergründe.

Die Oberfläche der Erde ist endlich und Boden ein kostbares Gut. Ein sorgloser oder kapitalgetriebener Umgang mit dieser Ressource hat in den vergangenen Jahrzehnten Gestalt und Funktion unserer Städte und Dörfer massiv verändert. Angesichts der drohenden Klimakatastrophe und steigender Wohnungspreise stellt sich die Frage, ob der bisherige Weg mit maximalen Kompromissen und minimalen Anpassungen noch tragbar ist. „Wo bleibt eine weitreichende und mutige Bodenpolitik?“, lautet die Frage zur Ausstellung in Wien.

„Über die fortschreitende Zersiedelung des Landes wird seit Jahrzehnten diskutiert“, so die Veranstalter. „Mittlerweile könnten alle Österreicherinnen und Österreicher in bereits bestehenden Einfamilienhäusern untergebracht werden und trotzdem wird weiter Bauland gewidmet, werden neue Einkaufszentren auf der grünen Wiese und Chaletdörfer in den Alpen errichtet. Die fortschreitende Versiegelung trägt zur Klimakrise bei und gefährdet die Ernährungssicherheit. Die Spekulation mit Grundstücken verteuert den Wohnbau und führt zu einer schleichenden Privatisierung des öffentlichen Raums. Schwache oder nicht angewandte Raumplanungsgesetze, ein teils fehlgeleitetes Steuergesetz- und Förderungswesen sowie eine mutlose Politik schreiben den Status Quo fort, anstatt eine Vision für die Zukunft zu entwickeln.“

Gute Stadtentwicklung braucht eine kluge Bodenpolitik

Wege zu einer neuen Raumplanung

Anschaulich und konkret, kritisch und manchmal auch unfreiwillig absurd erläutert die Ausstellung die politischen, rechtlichen und wirtschaftlichen Hintergründe. Wie wird Grünland zu Bauland? Wieso steigt der Preis für Grund und Boden? Und was hat das alles mit unseren Lebensträumen zu tun?

Fallstudien und Begriffserklärungen bringen Licht in das Dickicht der Zuständigkeiten. Ländervergleiche veranschaulichen Stärken und Schwächen, internationale Best-Practice-Beispiele zeigen Alternativen. Eine Sammlung an bereits bestehenden und möglichen neuen Instrumenten weist Wege zu einer Raumplanung, die die Ressource Boden schont, den Klimawandel abfedert, der Wohnungsfrage hilft und eine gute Architektur ermöglicht. „Wir alle sind aufgefordert, neu zu denken und zu handeln“, so die Veranstalter. „Die Ausstellung bereitet den Boden dafür.“

Dokumentarfilm »Viel verbautes Österreich«

Als Ergänzung zur Ausstellungsinstallation des Az W zeigt das HDA in Graz den Dokumentarfilm des Österreichischen Rundfunks (ORF1) »Viel verbautes Österreich« von Hanno Settele.

Settele berichtet in dieser filmischen Recherche über den Kampf um Grund und Boden und das heiße Eisen Flächenwidmung. Jeden Tag werden in Österreich knapp zwölf Hektar Boden verbaut – europaweit ein Spitzenwert. Aber ganz ohne zu bauen wird es nicht gehen. Seine Reise durch Österreich verdeutlicht, wie komplex die Herausforderungen rund um Bodenverbrauch, Schaffung von neuem Wohnraum und neuen Arbeitsplätzen sind, aber auch, dass nicht jeder Quadratmeter Grünland verloren sein muss.

Ausstellung »Günther Domenig: Dimensional«

Auf einen Blick 

  • Ausstellung: Boden für Alle
  • Eröffnung: 20. Juli 2022, 19 Uhr
  • Ausstellungsdauer: 21. Juli bis 11. September 2022
  • Ort: HDA – Haus der Architektur | Mariahilferstraße 2 | 8020 Graz
  • Öffnungszeiten: Di–So, 10–18 Uhr

Kostenlose Führungen samstags um 15 Uhr und sonntags um 11 Uhr.

weitere Informationen zur Ausstellung und Begleitprogramm »

 

MeistgelesenNeueste Artikel

Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der bba-Infoservice? Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Medien GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum bba-Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des bba-Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de