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Bettenhaus in Modulbauweise schnell errichtet

Erweiterung neues Klinikgebäude in Berlin Neukölln
Schnell und leise gebaut

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Die Krankenhausgruppe Vivantes hat in Berlin Neukölln ein viergeschossiges Bettenhaus in Modulbauweise erstellen lassen. Der Entwurf ist von MHB Architekten und Ingenieure aus Rostock. Ausschlaggebend für die Bauweise war die kurze Bauzeit: Die Planungsphase im Modulbau war schon früh sehr detailliert abgeschlossen; so konnten die Module präzise vorgefertigt werden.

Anforderung:

Neues Bettenhaus in beengter Lage inmitten des Klinikbestands rasch und wirtschaftlich umsetzen

Lösung:

Freitragende Stahlskelettstruktur im Modulbau: Montage von 87 vorgefertigten Modulen in nur 24 Wochen, komplett fertig gebaut in 14 Monaten


Iris Darstein-Ebner, architekturkontext, Stuttgart | be

Vivantes ist eine der größten öffentlichen Krankenhausgruppen in Europa und führend in Deutschland. Medizin- und Management-Experten arbeiten an neun verschiedenen Standorten unter der Führung der Zentrale in Berlin. Beste medizinische Versorgung und Betreuung anzubieten, ist das erklärte Ziel der Vivantes Krankenhäuser; seit Jahren steigen die Patientenzahlen.

Um diesem Wachstum gerecht zu werden, expandiert das Klinikum auch baulich: So konnte im Jahr 2020 auf dem Klinikgelände in Berlin Neukölln der Neubau einer viergeschossigen Bettenstation in Alho Modulbauweise eröffnet werden – nach nur 24 Wochen Bauzeit vor Ort.

Knapp 14 Monate nach Beginn der Erdarbeiten für das Betten- und Behandlungsgebäude wurde der Neubau bereits eröffnet – eine beeindruckende Realisierungszeit für ein viergeschossiges, hochtechnisiertes Klinikgebäude mit insgesamt rund 5 300 m² Fläche. Dabei haben Montage und Ausbau der 87 im Alho Werk gefertigten Module sogar nur 24 Wochen in Anspruch genommen. Leise und schmutzarm fanden die Baumaßnahmen auf dem Gelände bei laufendem Klinikbetrieb statt. Und wie bei vielen anderen Bauprojekten zeigte sich auch hier: Wenn schnell gebaut werden muss und es im Gebäudebestand eng zugeht, kann die moderne Modulbauweise ihre ganzen Vorteile ausspielen.

Gute Zusammenarbeit schafft Qualität für Bettenhaus

Insgesamt 116 Patientenplätze für die Kliniken Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, für Hämatologie, Onkologie und Palliativmedizin sowie für Strahlentherapie und Radioonkologie konnten in dem hochmodernen Gebäude untergebracht werden. Der Entwurf des Viergeschossers stammt vom Architekturbüro MHB Architekten und Ingenieure aus Rostock, das für Vivantes bereits eine Reihe von Baumaßnahmen realisiert hat. Bei der öffentlichen Ausschreibung für die Modul- und Werkplanung sowie die bauliche Umsetzung konnte sich Alho gegen alle Mitbewerber durchsetzen. Das Einholen der Baugenehmigung sowie die Bauleitung übernahm das Berliner Büro Schimke – Kant & Partner Architekten & Ingenieure.

Konstruktiv verlief auch vor Ort die Zusammenarbeit mit der Vivantes Service GmbH Facility Management und Bau, unter Projektleitung von Anne-Lina Paech. Die Vivantes Service GmbH als Tochterunternehmen der Vivantes-Netzwerk für Gesundheit GmbH ist beauftragt, alle Bauprojekte durchzuführen: „Für mich als Projektleiterin in der Bauabteilung von Vivantes war es die erste Erfahrung mit Modulgebäuden und darum an sich sehr spannend“, erinnert sich Anne-Lina Paech. „Die Zusammenarbeit mit Alho und den Architekturbüros verlief sehr gut. Bei den Entwurfsarchitekten als auch bei der Bauleitung gab es immer einen Ansprechpartner, der unsere Wünsche berücksichtigt und sich um eine schnelle Umsetzung gekümmert hat.“

Kurze Bauzeit mit Routine

„Wir haben bereits einige Neubauten in Modulbauweise realisiert“, berichtet Geschäftsführer Klaus Schimke. Mit dem Neubau für Vivantes konnten das Architekturbüro aus Berlin und die Modulbauexperten aus Friesenhagen an eine Zusammenarbeit anknüpfen, die vor fast 20 Jahren in Potsdam stattfand: Gemeinsam wurde damals ein Modulgebäude für das St. Josefs Krankenhaus realisiert. Das zuerst nur als Interimsgebäude gedachte Bettenhaus mit Arztpraxen und Linksherzkatheder bewährte sich in der Praxis so gut, dass es noch heute genutzt wird!

„Auch in Berlin Neukölln ging Alho wieder mit sehr viel Erfahrung und Routine an die Arbeit“, bestätigt Klaus Schimke. „Nicht nur die professionelle Planung ist hierbei zu erwähnen, auch die Logistik auf der beengten innerstädtischen Baustelle, der Transport der großen Module und die Organisation der dafür notwendigen verkehrsrechtlichen Genehmigungen waren eine große Herausforderung.“

Großes Raumprogramm im Bettenhaus kompakt umgesetzt

Die Gründung sowie die Teilunterkellerung des Gebäudes wurden vom Bauherrn durch die Vivantes Service GmbH Facility Management und Bau organisiert. Auch die Energieanbindung des Neubaus erfolgte bauseits. Die Lüftungstechnik wurde komplett neu von Alho konzipiert und in einem aufgesetzten Staffelgeschoss als Technikzentrale auf dem Flachdach untergebracht. Durch ein unterirdisches Trassen- und Gangsystem ist der Neubau mit einer Anlage zum automatischen Warentransport an den Bestand angebunden. Ein zweigeschossiger Personengang in EG und 1. OG verbindet das die Pavillons der Psychiatrie mit dem Neubau.

Über einem kompakten, rechteckigen Grundriss mit 71 m Länge und 18 m Breite erheben sich die vier Geschosse: Im EG und im 1. OG wurden jeweils 24 Patientenplätze in Ein- und Zweibettzimmern für die psychiatrische Klinik organisiert. 68 weitere Betten für Patienten der Hämatologie/Onkologie/Palliativmedizin sowie der Strahlentherapie wurden aus dem Haupthaus in die Etagen 3 und 4 des Neubaus verlegt, um in den Stationen des Bestandsbaus Sanierungsarbeiten vornehmen zu können. Alle Zimmer verfügen über geräumige und barrierefrei gestaltete Bäder.

Ergänzt wird das Raumprogramm durch gemeinschaftlich genutzte Aufenthaltsräume – teilweise mit Therapie-Küchen fürs gemeinsame Kochen. Ärzte, Stationsleitung und Pflegepersonal haben ihre Dienstzimmer ebenfalls auf allen Etagen. Räume für Technik, Material und Hygiene stellen schnelle und reibungslose Arbeitsabläufe sicher. Zwei Treppenhäuser und ein zweizügiger Bettenaufzug erschließen die Stockwerke untereinander. Dabei sind die Haltestellen im EG jeweils als Durchladekabinen konzipiert.

Höchster Stellenwert: Wohlbefinden und Sicherheit der Patienten

Mit seiner hellen Putzfassade passt sich der Neubau an die Farbgebung seiner zum Teil denkmalgeschützten Nachbargebäude an. Im Gebäudeinneren steht die freundliche und durch einzelne Farbakzente aufgelockerte Gestaltung im Vordergrund.

Zur Sicherung gegen Suizide wurden auf den psychiatrischen Stationen spezielle Fenster- und Türsicherungen eingeplant sowie Sicherheitsmaßnahmen in den Bädern und an den Treppengeländern vorgenommen. Auf der Rückseite des Neubaus steht den Patienten der Psychiatrie ein geschützter Garten mit Sportgeräten zur Verfügung. Vom 1. OG aus führt eine Außentreppe in den Garten hinunter.


Projekt: Neubau viergeschossiges Bettenhaus, Neukölln

Bauherrschaft: Vivantes Kliniken; Berlin

Vivantes Service GmbH Facility Management und Bau, Projektleitung Anne-Lina Paech

Entwurf: Architekturbüro MHB Architekten und Ingenieure, Rostock
www.mhb-planer.de

Baugenehmigung | Bauleitung: Büro Schimke – Kant & Partner Architekten & Ingenieure, Berlin
www.skp-berlin.com


Dipl.-Ing. Bauingenieur Klaus Schimke: „Ein wesentlicher Unterschied zum konventionellen Planen und Bauen ist für Architekten, dass die Planungsphase im Modulbau schon sehr früh und sehr detailliert abgeschlossen werden muss. Da die Module präzise vorgefertigt werden, sind spätere Änderungen während der Bauzeit nicht mehr so einfach möglich. Immer wieder beeindruckend aber sind die kurze Bauzeit und der routinierte Ablauf der Projekte.“


Beim Bau von Gebäuden für den Gesundheitssektor, wie Kliniken, Krankenhäusern, Pflegeheimen und Laboren, spielen Kosten und Effizienz eine immer wichtigere Rolle. Dass dabei Qualität und Nachhaltigkeit nicht zu kurz kommen, beweisen modulare Gebäude für den Gesundheitssektor von Alho seit vielen Jahren.


Lesen Sie hier weiter zu

  • Modulbauweise Kitas auf bba-online

www.bba-online.de/fassaden/modulbauweise

  • Containerbau auf bba-online

www.bba-online.de/news/vom-seefrachtcontainer-zum-designhaus-modulbau


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