Neugestaltung und Komplettrenovierung eines Wohnhauses im belgischen Gent

Volumen vereinheitlicht – Gebäudehülle aus Titanzink

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Die Neugestaltung dieses Wohnhauses zeigt eindrucksvoll, wie sich konventionelle Gestaltungskonzepte und Raumstrukturen revitalisieren lassen und zu neuer, zeitgemäßer Nutzung transformiert werden können. Die ohne Hinterlüftung ausgeführte, einheitliche Titanzink-Oberfläche für die gesamte Hülle löst die optische Trennung zwischen Wand und Dach auf.

Guido Wollenberg | jo

Vor den Renovierungsarbeiten glich das ausgediente Einfamilienhaus in Gent fast einer Ruine. Ein weitläufiges, zweistöckiges Gebäude mit Garagenanbau, aus dem schon lange alle Tür- und Fensterrahmen verschwunden waren. Es befindet sich allerdings in attraktiver Lage im Stadtteil Wondelgem, umrahmt von Grünflächen und einem idyllischen, kleinen Bachlauf.
Ursprünglich spielte der Bauherr mit dem Gedanken, das alte Haus abzureißen und komplett neu aufzubauen. Mit der Planung beauftragte er den belgischen Architekten Dirk de Meyer. Es stellte sich aber heraus, dass die städtebaulichen Auflagen ausschließlich eine Renovierung des Bestands zuließen. So stützte sich de Meyer weitgehend auf die bestehende Gebäudestruktur. Er konzipierte den Bau als einen zusammenhängenden Block und gestaltete dessen ursprünglich fragmentierte Formen auf eine zeitgemäße Weise neu.
Drei getrennte Wohnungen mit zentralem Zugang
Entsprechend dem Wunsch des Bauherrn, das Haus in eine Mietimmobilie umzuwandeln, entwickelte de Meyer einen Entwurf mit drei getrennten Maisonette-Wohnungen.
Die Größe des ursprünglichen Gebäudes bot ausreichend Spielraum für diese neue Aufteilung. Als entscheidend erwies sich dabei die Idee, den Zugang zu den einzelnen Wohnungen über einen zentralen Gang im Inneren des Hauses zu führen. Dieser läuft im Zentrum des Gebäudes in einem kleinen offenen Patio aus, der für eine natürliche Beleuchtung sorgt. Dadurch entstand außen genug freier Raum, um jeder Mietpartei eine eigene Terrasse zur Verfügung zu stellen, die nicht durch einen Eingangsbereich gestört wird.
Starkes Volumen
Nach den umfangreichen Wiederherstellungsarbeiten ist das Gebäude nicht wiederzuerkennen. Anstelle der alten Außenwände mit ehemals gelblichem Putzanstrich ziert nun eine Bekleidung aus Titanzink Fassade und Dach.
Dirk de Meyer hat sich für Titanzink entschieden, da es sich als Material für Dach- und Fassadenbekleidung gleichermaßen eignet.
Ziel des Architekten war es, das Volumen des Baukörpers in den Mittelpunkt zu rücken. Dach und Wände ordnen sich dem Gesamteindruck unter und treten nicht einzeln durch individuelle Eigenheiten hervor.
Die passende Titanzink-Variante für seine Gestaltungsideen fand der Architekt mit VMZ Zinc Plus. Neben der Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit, die eine Titanzink-Bekleidung mit sich bringt, konnte er so auch eine zusätzliche Dämmschicht integrieren, ohne das ursprüngliche Gebäude mit allzu viel zusätzlichem Gewicht zu belasten.
Um das Haus nicht zu sehr aus der bestehenden Bebauung in der Nachbarschaft hervorzuheben, entschied sich de Meyer für die anthrazitfarbene Oberflächenqualität Anthra-Zinc. Sie fügt sich gut in das baumbestandene Umfeld ein.
Ohne hinterlüftete Fassadenkonstruktion
Es war ein ganz entscheidender Punkt für die Materialwahl, dass sich VMZ Zinc Plus ohne hinterlüftete Fassadenkonstruktion einsetzen lässt. „In unserem Büro widmen sich die Architekten mit besonderer Aufmerksamkeit der Feinabstimmung der Details“, so de Meyer.
„Die ersten Details wurden ausgearbeitet, noch bevor wir uns für einen Dach-
deckerbetrieb entschieden hatten. Als wir gemerkt haben, dass VMZ Zinc Plus für nicht hinterlüftete Fassaden verwendet werden kann, haben wir unsere eigenen Lösungen entwickelt, um in Kombination mit der großen Erfahrung und dem Know-how des Verarbeiters das Zink an die Grenzen des Minimalismus zu führen.“
Anschlussstellen wie Fassadenfußpunkte, innenliegende Rinnen, Traufbereiche und Detaillösungen wie die Lufteinlässe und -auslässe wurden mit besonderer Sorgfalt behandelt. Der Einsatz von VMZ Zinc Plus erlaubte es, filigran zu arbeiten. Die Gestaltung dieser Bereiche wurde nicht nur mit hoher Qualität und passgenau, sondern auch möglichst unauffällig ausgeführt. Diese gewissenhafte Arbeitsweise bis ins Detail war ein wichtiger Baustein des Gesamtkonzeptes und führte zu dem gewünschten Bild eines einheitlichen Volumens.
Als Grundlage für die Außenhaut aus Titanzink blieb das ursprüngliche Ziegelmauerwerk erhalten. Eine Schicht aus einer 160 mm dicken Dämmung und einer OSB/3 Grobspanplatte sorgt nun für eine zeitgemäße Wärmedämmung. Durch eine dampfdiffusionsoffene und regensichere Tyvek Schalungs- und Unterspannbahn von der OSB-Platte getrennt, folgt schließlich VMZ Zinc Plus als Außenhaut.
Die Zinkprofile wurden als Doppelstehfalzdeckung verlegt, eine Technik, die sich gleichermaßen für Dach und Fassade eignet.
VMZ Zinc Plus unterscheidet sich von herkömmlichem Titanzink durch einen patentierten unterseitigen Korrosionsschutz des Zinks. Hier findet sich eine Beschichtung aus einer hochwertigen, zweikomponentigen 60 μm dicken Polyurethan/Polyamid-Verbindung. Dadurch bietet das Material die Möglichkeit, die Metallhaut ohne die sonst übliche vorgehängte hinterlüftete Fassadenkonstruktion einzusetzen.
Der Werkstoff lässt sich bei jeder Dachneigung direkt auf der Schalungsbahn verlegen.
Dirk de Meyer hatte einige wichtige Gründe, für diese Renovierung auf Titanzink zu setzen. Der parallele Einsatz an Dach und Wand erlaubte es, das Volumen zu vereinheitlichen. Farbe, Struktur und sogar die Linienführung weisen kaum noch Ähnlichkeiten zum ursprünglichen fragmentierten Gebäude auf und bilden nun ein einheitliches Ganzes. Dabei tritt das Wohnhaus durch die zurückhaltende Farbgestaltung visuell in den Hintergrund. Auch die Umsetzung des Gebäudes mit anthrazitfarbenem Zink fügt sich gut in die grüne Umgebung mitsamt nahem Bachlauf ein.
Architekt: Dirk de Meyer, DDM ARCHITECTUUR BVBA, Kortrijk, Belgium

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