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Wie ein Zauberwürfel

Neubau von Universitätsgebäuden in Wien
Wie ein Zauberwürfel

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Die im vergangenen Jahr neu eröffnete WU Executive Academy auf dem WU Campus in Wien trumpft mit einer Aluminium/Glas-Kombinationsfassade auf. Bei der Aluminium-Verbundplatte kam eine spezielle Kassettenausführung zum Tragen – in der Sonderfarbe glänzendes Tiefschwarz.

Für den Entwurf der WU Executive Academy am westlichen Eingang des neuen WU-Campus zeichnet das spanische Architektenbüro NO.MAD Arquitectos in Madrid verantwortlich. Die Umsetzung vor Ort hatten Vasko + Partner Ingenieure Wien in Zusammenarbeit mit DI Reinhard Muxel inne. Beim sechsstöckigen Bauwerk mit seiner Aluminium-Spiegelfassade wurde eine Fläche von rund 4 500 m² verbaut.

Der Nutzen für dieses Gebäude und die Optik standen für die Architekten im Vordergrund. Die Wahl des Fassadenmaterials fiel auf großflächige und zugleich leichtgewichtige Aluminiumverbundplatten, ausgestattet mit einer Sonderfarbe und einem ganz speziellen Glanzgrad. Dadurch konnten beeindruckende optische Effekte erzielt werden; die gesamte Fassade ist in Abstufungen von opak bis transparent lichtdurchlässig und spiegelt den Himmel und die Natur wieder.
Kassetten in Sonderfarbe
Möglich wurden die optischen Effekte durch zwei entscheidende Parameter: die spezielle Fassadenkonstruktion und die Sonderfarbe. Üblicherweise werden Aluminiumverbundplatten auf eine Unterkonstruktion genietet oder geschraubt. Nicht so bei dem Objekt der spanischen Architekten, die sich für eine Kassettenausführung entschieden. Insgesamt wurden 400 Kassetten – wobei die größte eine Fläche von 4 x 1,20 m aufweist – hergestellt. Jede einzelne Kassette wurde speziell geschnitten und gefräst und schließlich auf einer Sonderkonstruktion in Abstimmung mit den bündigen Fenstern montiert. Nicht weniger herausfordernd gestalteten sich Entwicklung und Umsetzung des Farbwunsches.
„Es galt gemeinsam mit den Entwurfsarchitekten NO.MAD eine Oberfläche zu finden, die zum einen im Glanzgrad den verspiegelten Glasflächen nahe kam, andererseits in punkto zu
erwartender Verschmutzung noch gute Werte erzielen konnte. Wir haben uns nach mehreren Bemusterungen für das Sonderprodukt Tiefschwarz RAL 9005 Glanzgrad 50 Prozent entschieden“, meint Architekt Reinhard Muxel.
Nachhaltig dauerhaft
Doch nicht nur die Ästhetik der Fassade mit seinen optischen Effekten an beiden Gebäuden ist beeindruckend, vor allem wurden drei wichtige architektonische Grundprinzipien der Auftraggeber kombiniert: eine ökonomische, ökologische und sozial nachhaltige Bauweise. Die oberste Priorität lag auf der Minimierung der Lebenszykluskosten und einer hohen Dauerhaftigkeit der gewählten Konstruktion und Materialien. „Damit haben wir mit unseren witterungsbeständigen, robusten, rostsicheren, leichten und kreativ einsetzbaren Produkten gepunktet“, meint Prefa-Projektentwickler Michael Bayr. Die 4 mm starke Aluminiumverbundplatte, die für außen und innen geeignet ist, kann flach oder gerundet verbaut werden. Im Querschnitt besteht das hochtechnologische Sandwich aus einem 3 mm dicken FR-Kern („fire resistant“) mit Schutzfolie und je zwei 0,5 mm Aluminium-Elementen mit hochwertiger Zweischicht-Einbrennlackierung.
„Die große Herausforderung an die Fassadenverkleidung bestand, abge-
sehen von den hohen Ansprüchen an die Optik, darin, eine Platte zu finden, die sowohl unsichtbar befestigt werden kann, als auch den fensterbündigen Einbau ermöglicht. Durch die rückseitig aufgebrach-
ten Kassetten konnten wir die umseitigen Abkantungen frei gestalten. Diese sind je nach Einsatzort, teilweise auf allen vier Seiten, verschieden. Somit waren wir in den Anschlüssen zu den Fenstern flexibel und
konnten sowohl die bauphysikalisch notwendigen Hinterlüftungsquerschnitte, als auch die Schlagregenableitung – auch bei den wechselnden Plattenrichtungen – sicherstellen.“ DI Reinhard Muxel
Architekten: NO.MAD Arquitectos, Madrid


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