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Kupferfassade in Gold für Schulsporthalle

Neubau Schulsporthalle in Frankfurt am Main
Unten Sport, oben Pause

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Das Gymnasium Schillerschule liegt inmitten des stark verdichteten Frankfurter Stadtteils Sachsenhausen. Mit einer neuen Sporthalle, die zur Hälfte im Erdreich verschwindet und zugleich ein begehbares Dach besitzt, antwortet der Entwurf von Trapez Architektur auf die beengte Platzsituation der Schule. Eingehüllt ist das Gebäude in eine goldene Kupferfassade mit warmer Ausstrahlung.

Anforderung:

Auf beengtem Raum: Nachverdichtung mit Wertschätzung und Nachhaltigkeit

Lösungen:

Schulsporthalle: Passivhausstandard, halb eingegraben, nutzbare Dachfläche, ästhetische Kupferfassade


Dörte Dethlefsen, Trapez Architektur | be

Schon bei der Sanierung und Erweiterung des denkmalgeschützten Bestandsgebäudes wurde deutlich, dass eine weitere Sporthalle auf dem eigenen Grundstück dem Schulhof große Teile der Fläche wegnehmen würde. Warum also nicht die überbaute Fläche weiterhin nutzen und den Schülerinnen und Schülern einen Ort zurückgeben, an dem sie chillen, spielen und lernen können?

Die neue Sporthalle von Trapez Architektur ist in erster Linie eine dringend notwendige Erweiterung des Raumangebots der Schillerschule. Bisher gab es auf dem Schulgelände nur eine Gymnastikhalle im Bestandsbau aus dem Jahr 1959.  Die ca. 1 200 SchülerInnen des Gymnasiums – das eines der größten in Frankfurt ist – mussten für ihren Sportunterricht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu unterschiedlichen Sporthallen der Umgebung fahren. Mit einer eigenen Halle wurden zum einen organisatorische Probleme gelöst und zum anderen den Kindern der Schulalltag deutlich erleichtert. Der Unterricht findet nun in ihrer Schule statt.

Mit ihrem Raumprogramm bietet die neue Einfeldhalle alles, was nach DIN für eine Halle erforderlich ist. Die Verkehrsflächen sind darüber hinaus als Foyer und kleine Galerie angelegt, so dass man auch von den allgemeinen Flächen aus in die Halle blicken kann.

Begehbares Dach für bewegte Pausen

Es ist eine Sporthalle entstanden, die zur Hälfte im Erdreich verschwindet und ein begehbares Dach hat. Über Rampen und Treppenanlagen entwickelt sich der Hof zur Dachfläche hinauf und bietet ca. 600 m² neue Pausenfläche. Damit kompensiert der Neubau die wegfallende Fläche, die für den Bau der neuen Einfeldhalle benötigt wurde, und wertet die nutzbare Schulhoffläche auch noch auf. Es ist eine bewegte Pausenlandschaft entstanden, die einen Ort zum Erholen, Spielen und Bewegen schafft und zugleich als alternative Lernfläche genutzt werden kann. Mit der goldfarbenen Kupferfassade wurde ein kleines Goldstück mitten auf dem Schulhof geschaffen.

Räumlich stellt die Dachfläche nun die überbaute Schulhoffläche in gleicher Größe wieder zur Verfügung. Dies ersetzt aber nicht nur die Fläche, die vorher aus einer planen, eher ungestalteten Asphaltfläche mit einigen Beeten bestand, sondern bietet jetzt mehr Aufenthaltsqualität durch die Vielfalt der Flächen. Treppen und Rampen laden zum Bewegen ein und schaffen diverse Sitzmöglichkeiten.

Das Dach ist auf der oberen Fläche zudem so ausgeformt, dass eine U-förmige Sitznische entstanden ist, auf der eine gesamte Klasse Platz hat und es als Freiluftklassenzimmer nutzen kann. Um das Gebäude herum sind zusätzlich Spielgeräte hinzugekommen. Der Aufzug ist so platziert, dass auch SchülerInnen mit Gehbehinderung ohne weiteres auf die Dachfläche gelangen.

Besonderheit des Dachs

Aufgrund der schrägen Flächen konnte das Dach nicht wie eine einfache Dachterrasse ausgebildet, sondern musste wie ein Parkdeck ausgeführt werden. Im Unterschied zu üblichen Parkhäuserns musste das Gebäude jedoch gedämmt und im Passivhausstandard ausgeführt werden, d.h. mit wesentlich dickeren Gebäudeteilstärken.

Den Neubau als Passivhaus zu konstruieren, entspricht dem Anspruch der Stadt Frankfurt an die Nachhaltigkeit neuer Gebäude.

Kupferfassade

Die Fassade aus recyclingfähigem Kupferblech (Nordic Copper von Aurubis) ist langlebig und pflegeleicht in der Wartung. Durch die Wahl der goldenen Schindelfarbe erhält das Gebäude einen warmen Charakter – und der Schulhof eine behagliche Atmosphäre. Die Zeit verändert das anfangs glänzende Gold zu einem bräunlichen Ton, behält dabei jedoch den angenehmen Charakter: Goldenes Kupfer altert als warm anmutende Farbe schön. Da das Grundstück insgesamt recht eng ist und das neue Gebäude unmittelbar auf die Atmosphäre des Raums wirkt, war es Trapez Architektur wichtig, eine angenehme Stimmung für die SchülerInnen zu schaffen.

Die wesentliche Entscheidung für die Kupferfassade war die Kreislaufgerechtigkeit. Die Stadt Frankfurt als Auftraggeberin forderte ein nachhaltiges Gebäude im Passivhausstandard. Das Material Kupfer ist zu 100% recyclingfähig, einfach in der Pflege und sehr langlebig. Auch nach der Nutzungsdauer des Hauses ist es einfach in seine Bestandteile zu zerlegen und gut wiederverwertbar. Die Wahl fiel auf Schindeln, da diese auf der Fläche betrachtet keine Richtung aufweisen wie z.B. gefaltetes Blech. Das unterstützt die skulpturale Gebäudeform der Sporthalle am besten.


Bauaufgabe: Neubau einer Einfeld-Sporthalle

Standort: Frankfurt am Main, Sachsenhausen

Auftraggeber: Stadtschulamt, Frankfurt am Main

Entwurf und Planung ( LP 1 – 5, teilweise 8): Trapez Architektur GmbH, Hamburg
Projektleitung: Dipl.-Ing. Architektin Verena Zschocke
www.trapez-architektur.de

Bauüberwachung|Kostensteuerung: Fachplaner FAAG Technik GmbH

Tragwerksplanung: Ingenieurbüro bub + alcaraz

Freiraumplanung: Ipach & Mayerhofer, Neu-Isenburg

Fertigstellung 02|2021

Bauzeit: 2019 – 2021

BGF: ca. 1 965 m²

Kosten: ca. 5 043 000 € (KG 300 + 400)


Architekt Dirk Landwehr: „Das Projekt der neuen Sporthalle für die Schillerschule ist eine wertschätzende Antwort auf die drängenden Fragen einer wachsenden und beengten Stadt. Der umgesetzte Entwurf erhält die vollständige Fläche des Schulhofs und schafft gleichzeitig neue Aufenthaltsqualitäten für die Schulgemeinschaft.“


Architektur-Walzprodukte

Ein großes Sortiment an vorgefertigten Systemen für Fassaden oder Dächer bietet Aurubis mit Nordic Copper, der Produktlinie für architektonische Anwendungen. Entwickelt wurde eine Reihe von Oberflächenbehandlungen für die hauseigenen Fertigelemente, um die natürlichen Oxidations- und Patinierungsstufen von Kupfer zu erzeugen. Architekten erhalten dadurch eine ganz besondere Gestaltungsfreiheit.

Fertigelemente

Ständig werden neue Kupferformen erforscht, um so spezielle Modulations-, Struktur- und Transparenzformen für Architekturoberflächen zu entwickeln. Das Portfolio umfasst Formbleche, Loch- und Streckgitter, Fertigplatten, Paneele, Schindeln sowie Kassetten.

Nordic Copper

Das natürliche Entstehen von Kupferpatina ist das, was Kupfer so einzigartig macht. Nordic Copper von Aurubis nimmt diesen Prozess vorweg und bietet Kupferoberflächen in vielfältigen Ausführungen.



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