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Energetischer Einklang

Unternehmenszentrale in Freiburg
Energetischer Einklang

Komtur Pharmaceuticals ist ein internationaler Großhändler für pharmazeutische Produkte mit Hauptsitz in Freiburg und weltweitem Handelsnetzwerk. Spezialisiert auf die Distribution pharmazeutischer Produkte für Forschung und Therapie mit Schwerpunkt auf klinische Studien, verlangt die Geschäftsausrichtung eine effiziente Kommunikation aller Beteiligten.

Vor diesem Hintergrund ist der Anspruch an die neue, zukunftsorientierte Unternehmenszentrale in Freiburg zu sehen: Eine offene Raumstruktur soll für die ständige Bereitschaft stehen, neue Lösungswege zu finden sowie die gepflegte Offenheit im Umgang miteinander zum Ausdruck bringen.
Baulich realisiert haben diese Unternehmensphilosophie rolf + hotz architekten, Freiburg: Die verschiedenen Ebenen des kubusförmigen, zweigeschossigen Verwaltungsgebäudes gruppieren sich um einen Luftraum, der wiederum alle Geschosse miteinander verbindet. Durch Transparenz nach innen wie nach außen wird das Gebäude dem Anspruch nach „Licht und Luft“ gerecht und erzeugt eine seltene Großzügigkeit im Arbeitsumfeld. Große, das gesamte Gebäude umschließende Glasfronten lassen auch die Weitläufigkeit der Außenanlagen zur Wirkung kommen.
Haus- und Klimatechnik
Trotz dieser Transparenz muss das Gebäude aber auch als Verwaltungsgebäude funktionieren bzw. nutzbar sein. Das erfordert ein Temperaturniveau, das im Sommer nicht über 26 Grad hinausgeht bei gleichzeitiger Gewährleistung der Behaglichkeit im Winter.
Darüber hinaus handelt es sich um ein extrem schallhartes Gebäude aufgrund der Bausubstanz mit Betondecke und kompletter Glasaußenfassade. Das ergab die Notwendigkeit, die Akustik in den Arbeitsräumen zu verbessern bzw. schalldämmend einzuwirken, insbesondere vor dem Hintergrund, dass es sich zu 90% um Telefonarbeitsplätze handelt.
Diese hohen planerischen Anforderungen motivierten zum Einsatz modernster Haus- und Klimatechnik, wie Andreas Geiser vom verantwortlichen Planungsbüro für Haustechnik erklärt: „Der weitaus größte Anteil des Heizens und Kühlens erfolgt durch die Kühl- und Heizdeckensegel. Dabei strömt durch die Rohre Kühl- und Heizwasser. Die dazu notwendige Energie wird mittels eines Wärmetauschers dem Grundwasser entzogen und im Fall des Heizens mittels einer Wärmepumpe auf ein höheres Temperaturniveau gebracht.“
Der wesentliche Vorteil der Deckensegel liegt u. a. in ihrer hohen spezifischen Leistung. Aber auch die Anforderung, schnell auf wechselnde thermische Leistungen reagieren zu können, erfüllen die Deckensegel konsequent.
„Überhaupt“, so erläutert Andreas Geiser weiter, „spielen die Deckensegel bei dem energetischen Konzept dieses Objektes die zentrale Rolle. So war es bei der Auswahl der Deckensegel entscheidend, dass die Strahlplatten die Doppelfunktion Heizen und Kühlen leisten können, da nur mit der Bauteilaktivierung die Raumtemperaturvorgaben aufgrund der weitläufigen Atriumfläche des Gebäudes nicht zu realisieren waren.“
Multifunktionale Segel
Grundsätzlich verfügen die Deckensegel aufgrund ihrer Materialbeschaffenheit über eine sehr effiziente Heiz– bzw. Kühlleistung: Ein Deckensegel besteht aus einem Aluminium-Strahlblech, in das nahtlose Kupferrohre formschlüssig verpresst sind. Das Strahlblech umschließt diese Rohre, wodurch ein idealer Wärmeübergang geschaffen wird, der wiederum die hohe Heiz- bzw. Kühlleistung gewährleistet. Ebenso erfüllen die Deckensegel die Akustikvorgaben der Planung, da in den Segeln Akustikmatten eingelegt sind, mit denen eine erhebliche Schalldämmung erzielt werden kann. Zudem bietet die gelochte Oberfläche den zusätzlichen Vorteil, dass durch die Perforation der Strahlflächen sehr gute Schall absorbierende Eigenschaften erreicht werden und die Nachhallzeit somit nachhaltig verringert wird.
Auch haben die COMO Deckenstrahlplatten von Zehnder eine wichtige gestalterische Funktion. In dem Bürogebäude von Pharmaceuticals sind so genannte abgehängte Zonensegel mit einer Gesamtfläche von über 270 m² auf insgesamt drei Etagen umlaufend zum Einsatz gekommen. Harmonisch und integrativ passen sie sich perfekt der modernen Architektur des Gebäudes an.
Die Deckenstrahlplatten sind auch tragender Bestandteil des Beleuchtungskonzeptes, da Lichtschienen bündig in die Deckensegel integriert wurden. Diese Realisierung der Beleuchtungssituation hatte einen wichtigen gestalterischen Aspekt, da eine gesondert abgehängte Durchgangsbeleuchtung die Gesamtoptik der Räumlichkeiten empfindlich gestört hätte.
Und noch einen weiteren ästhetischen Nebeneffekt haben die Deckensegel: Die elektrischen Anschlussleitungen konnten mit einer extra angebrachten, umlaufenden Verkleidung elegant verdeckt werden.
Grundsätzlich sind die Deckensegel individuell zu regulieren mit dem Vorteil, dass auf Temperaturempfindlichkeiten der Mitarbeiter entsprechend reagiert werden kann. Die Regulierung erfolgt über multifunktionale Raumbediengeräte, mit denen man mittels BUS-Technik neben der Raumtemperatur auch das Licht und die Jalousien regeln kann.
Gutes Klima im Glashaus
Eine besondere Herausforderung für die Haustechnik war die komplette Verglasung der Gebäudehülle, sprich das völlige Fehlen von klassischen Hauswänden. Dabei sind die Arbeitsplätze auch sehr nah an den Glasflächen positioniert nach dem Motto: „Jeder Arbeitsplatz mit Blick auf den Schwarzwald oder die Vogesen“.
Planer Andreas Gaiser erläutert den Lösungsansatz: „Obwohl hochwertiges Glas mit einem U-Wert von 0,9 eingesetzt wurde, kann es im Winter zu einem entsprechenden Kaltluftabfall kommen. Dieser Kaltluftabfall wird verringert durch die Deckenstrahlung, welche durch Quellluft unterstützt wird.“
Die Lüftung ist gesteuert nach dem CO2-Gehalt im Raum, also nach dem Grad der verbrauchten Luft. Ergebnis: Wenn die Luft schlechter wird, schaltet die Lüftung automatisch zu. Die Ansaugung der Luft erfolgt über einen Erdwärmetauscher. Das bedeutet, dass vorgekühlte Luft im Sommer und vorgeheizte Luft im Winter in das Gebäude strömt. Zusätzlich ist das Lüftungsgerät mit einem Rotationswärmetauscher ausgestattet.
Weitere Informationen
Deckenstrahlplatten bba 544
Architekturbüro: rolf + hotz architekten, Freiburg Planungsbüro: Andreas Geiser, Kappel-Grafenhausen
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