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Dezent und doch prägnant

Neubau eines Wohnhauses in Stuttgart
Dezent und doch prägnant

In bester Stuttgarter Halbhöhenlage realisierte der Gerlinger Architekt Hans-Georg Popp ein großzügiges Wohnhaus auf vier Ebenen mit üppigen 600 m2 Wohnfläche. Insgesamt folgt das Interieur einem klassischen Ansatz. LED-Leuchten und raffinierte Lichtplanung bringen viel Stimmung hervor.

„Die Intention war, durch die Schaffung von helleren und dunkleren Bereichen beziehungsweise Wandflächen Spannung zu erzeugen“, erklärt Lichtplaner Hans-Peter Beutelspacher. Im weitläufigen Haus sorgt fast ausschließlich Licht von LED-Leuchten für diese unterschiedlichen Lichtbereiche und Stimmungen. Die Bauherren waren sehr aufgeschlossen für diese Beleuchtungs-Technologie, die sich im Büro- und Objektbereich bereits durchgesetzt hat. Nicht umsonst, denn auch in diesem Wohnhaus sorgen hoch effiziente LED-Leuchten zusammen mit den eingebauten Sonnenkollektoren, der Kraft-Wärmepumpe und der kontrollierten Raumlüftungsanlage selbst bei knapp 600 m2 Wohnfläche für niedrige Energiekosten.

Die Entscheidung, ein Haus über vier Ebenen mit LED-Leuchten auszustatten, fiel jedoch nicht nur aufgrund des geringen Energieverbrauchs. Ästhetische und praktische Überlegungen gaben gleichermaßen den Ausschlag.
„Eine unverwechselbare Architektur und der Einsatz natürlicher Materialien“, beschreibt Architekt Hans-Georg Popp die Zielrichtung der Gestaltung.
Nicht dem grau-weißen Mainstream folgend, sondern partiell mit Moser Muschelkalk-Natursteinfassade, warmtönigem Cabreuva-Holzparkett und weiten, klaren Räumen – ein „insgesamt klassischer Ansatz“. Die puristische Form der Leuchten, deren Reduktion nur durch die LEDs möglich ist, wird kombiniert mit den samtenen, eloxierten Oberflächen.
Verbindendes Gestaltungselement
Die LED-Leuchten von Nimbus fügen sich dezent und doch prägnant ein. Wie ein verbindendes Gestaltungselement ziehen sich beispielsweise die auf Steckdosenhöhe bodennah platzierten Wandeinbauleuchten durch die Räume. Sie bilden eine zentrale Lichtquelle im Haus – als Durchgangslicht. Das heißt, sobald die Dämmerung einsetzt, schalten sich diese Leuchten automatisch ein, wenn es morgens hell ist, gehen sie wieder aus. Zwischen 23 Uhr 30 und 6 Uhr werden sie auf ein Grundlicht gedimmt. Somit können die Bewohner nachts im ganzen Haus sicher unterwegs sein, ohne einen Lichtschalter zu betätigen. Der sehr niedrige Stromverbrauch der Einbauleuchten lässt diesen Licht- und Sicherheitskomfort zu. Dabei werden beispielsweise im gesamten Wohn- und Schlafbereich mit rund 300 m2 nur 15 W zur Beleuchtung benötigt.
Dreh- und schwenkbare Deckenleuchten schaffen Lichtakzente im großen Wohnraum – eben die dunklen oder helleren vertikalen Flächen, die dem Raum Stimmung und Tiefe verleihen. Um die Atmosphäre noch angenehmer zu gestalten, können die Leuchten durch Drehen und Schwenken gezielt auf einzelne Wandbereiche gerichtet werden. Die umgebenden Materialien spielen eine entscheidende Rolle, ob das Licht als stimmig empfunden wird. So reflektieren die Oberflächen des Holzbodens und die sandfarbenen Wände das Licht in einem warmen Ton.
Von einem raten allerdings sowohl der Architekt als auch der Lichtplaner ab: LED und konventionelles Licht parallel zu nutzen. „Dazu sind die Lichtcharaktere doch zu unterschiedlich.“
So haben die wenigen konventionellen Leuchten im Haus vor allem die Funktion der „dekorativen Beleuchtung“, beispielsweise als Kronleuchter oder Esstischleuchte. Das Durchgangslicht im Inneren geht nach außen über – die beiden Bereiche werden optisch und atmosphärisch verbunden. Im Außenbereich kam dabei die Außenleuchte „Zen On Aqua“ zum Einsatz.
Lichtkonzept im Schwimmbad
Im Schwimmbad folgte die Planung einem anderen Konzept.
„Die Strenge wird aufgelöst, es wird verspielter“, erklärt Lichtplaner Hans-Peter Beutelspacher das Konzept.
Hier wird die lineare Anordnung der Deckenleuchten, die sonst in Zweier- oder Dreier-Gruppen angeordnet sind, abgelöst von unregelmäßigen platzierten runden Leuchten in unterschiedlichen Größen.
Ein subtiles Licht schafft zudem die durchgehende Voutenbeleuchtung – ein wandbegleitendes LED-Lichtband, das in einer Wandkante angebracht ist und das Glasmosaik bis unter die Wasseroberfläche beleuchtet. Die Voutenbeleuchtung findet sich auch in den Bädern und dem Gäste-WC wieder. Sie bringt die Wand wie von selbst zum Leuchten.
LED-Leuchten haben im häuslichen Bereich eine große Zukunft, dieser Meinung sind sowohl der Architekt als auch der Lichtplaner. Lichtplaner Hans-Peter Beutelspacher sieht zudem in der Wartungsfreiheit und der geringen Wärmeentwicklung ein großes Plus.
Architekt: Hans-Georg Popp, Gerlingen Lichtplanung: Hans-Peter Beutelspacher, Stuttgart
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