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Neubau einer Firmenzentrale in Worb: Mit Brandschutz und Schalldämmung

Neubau einer Firmenzentrale in Worb
Mit Brandschutz und Schalldämmung

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Als dominierender Baustoff prägt Holz konsequent die neue Firmenzentrale eines Schweizer Holzunternehmens. Der nachwachsende Rohstoff ist nicht nur recyclingfähig, sondern bietet auch ein gesundes Raumklima. Mit einem multifunktionalen Flächenelement werden zudem die Anforderungen an Schalldämmung und Brandschutz erfüllt.

An drei Produktionsstandorten widmet sich die Otto Lädrach AG dem Baustoff Holz. Das Unternehmen produziert und vertreibt ein großes Produkt-Sortiment des natürlichen Materials. Klar, dass das neue Büro- und Ausstellungsgebäude des Familienbetriebs in Worb, Schweiz, so umfänglich wie möglich aus Holz entstehen sollte. Deshalb entwickelten ANS Architekten aus Worb den viergeschossigen Neubau oberhalb des Untergeschosses als Hybrid, mit Holz als dominierendem Werkstoff. Neben dem Untergeschoss besteht nur der vertikale Erschließungskern mit Treppenhaus und Lift aus Sichtbeton, und Teile der Außenwände sind zur Erdbebensicherung als Betonscheiben ausgeführt. Für Unterzüge und Stützen kam Stahl zum Einsatz.

Den Großteil der Außenwände planten die Architekten mit vorgefertigten Holzelementen. Im Erdgeschoss verwendeten sie dafür großformatige Fassadentafeln. Als Kontrast dazu entschieden sich die Gestalter in den Obergeschossen für eine Vertikalschalung aus vorvergrauter Tanne. Um die unterschiedlichen Nutzungen des Gebäudes zu unterstreichen, erhielt die Ausstellung im Erdgeschoss eine auffällige rote Fassade mit großen Schaufensterflächen. Im 1. und 2. OG befinden sich die Büros des Unternehmens, dort sorgt die unregelmäßige Anordnung der bodentiefen Fenster für einen dynamischen Fassadencharakter. Nach oben schließt ein Attikageschoss mit großzügiger Dachterrasse das Gebäude ab. Hier befindet sich die Cafeteria, die auch für Seminare und Veranstaltungen genutzt werden kann.
Der hohe architektonische Anspruch sowie der Wunsch des Bauherrn nach einem funktionalen und wirtschaftlichen Gebäude setzt sich im Inneren fort. Parkettböden und Deckenuntersichten aus Holz schaffen dort eine ästhetisch hochwertige Anmutung. Wenige, immer wiederkehrende Bauteile aus Sichtbeton und Stahl sowie überlegt platzierte Farbakzente sorgen für willkommene Kontraste. Die Kanäle der kontrollierten Lüftungsanlage sind entsprechend dem einfachen, aber funktionalen Charakter des Gebäudes sichtbar unter der Decke montiert.
Holzbauelemente mit Mehrwert
Konsequent entschieden sich Bauherr und Planer auch für Geschosstrenndecken aus Holz. Da hohe Anforderungen an Brand- und Schallschutz zu erfüllen waren, kamen dafür multifunktionale Flächenelemente von Lignatur zum Einsatz. Mit ihrer maximalen Brandschutzklasse REI 90 eignen sie sich besonders gut für höchste Brandschutzanforderungen. Für die Deckenkonstruktion im neuen Gebäude der Otto Lädrach AG wählten die Architekten Flächenelemente mit 280 mm Bauhöhe und der Brandschutzklasse REI 60.
Die Perforation auf der Unterseite des tragenden Elementes fungiert als Absorber und garantiert damit besten Schallschutz und ideale Nachhallzeiten.
Nach Aussage von Lignatur bietet bisher kein weiterer Hersteller Holzbauelemente mit diesem Brandwiderstand in Kombination mit einer Akustikperforation, die mit einer europäisch technischen Bewertung aufwarten können.
Der nachgewiesene Schallabsorptionsgrad beträgt für die Deckenelemente in Erdgeschoss und zweitem OG 0,5, für die Elemente im ersten OG 0,65. Für einen optimalen Schallschutz im Tieftonbereich wurden die Bauteile mit einer speziellen, innenliegenden Schalldämmung versehen. Neben dem optisch ansprechenden Design bieten die Deckenelemente damit eine ausgezeichnete Akustik. Auf Grund der sehr guten Dämmeigenschaften bei gleichzeitig hoher Speicherfähigkeit und gutem Diffusionsverhalten kam als Dachabschluss ebenfalls ein Lignatur Flächenelement zum Einsatz.
Wesentlich für die Auswahl der Flächenelemente war auch ihr hoher Vorfertigungsgrad. Neben allen Schallschutz-Elementen enthielten sie bei Anlieferung auf die Baustelle sämtliche Wärme- und Fugendämmungen, Luftdichtungsbänder sowie vorbereitete Auswechslungen, Durchbrüche und Installationskanäle. Die auf Maß gefertigten Bauteile mussten nur noch auf die vorbereiteten Auflager gelegt und befestigt werden. Ein Vorteil, der die Bauzeit entscheidend reduziert hat.
Für Markus Lädrach, Geschäftsführer der Otto Lädrach AG, war von Anfang an klar, im neuen Gebäude innovative Lösungen aus einheimischem Holz einzusetzen. Die Deckenelemente überzeugten ihn auf Grund ihrer bauphysikalischen Eigenschaften: „Die Kombination aus Tragfähigkeit, Schalldämmung und Brandschutz der Bauteile ist einmalig und die positiven Auswirkungen der Raumakustik auf das Arbeitsklima sind uns sehr willkommen. Trittschall ist im Gebäude kein Thema mehr – das überzeugt Mitarbeiter und Besucher jedes Mal aufs Neue.“
Architekten:
ANS Architekten, Worb, CH


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