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Vorbeugend für den Winter

Neubau eines Bürogebäudes mit Freiflächenheizung in Schwabach
Vorbeugend für den Winter

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Im Schwabacher Gewerbepark West entstand ein modernes sechsgeschossiges Bürogebäude mit attraktivem Arbeitsumfeld. Nebst hochwertiger Ausstattung kamen auch energiesparende No-Frost- Systeme zum Einsatz: Eine Freiflächenheizung ermöglicht ganzjährig das rutschfreie Befahren der Tiefgarage ohne Tausalz.

Das neue Business Center markiert die exponierte und verkehrstechnisch günstige Lage an der Hauptachse B 466 – ganz in der Nähe der A6. Die Architekten Kehrbach Planwerk realisierten zwei Baukörper mit leicht versetzter Anordnung. So nahmen sie dem rund 55 m langen und 27 m breiten Neubau die Massivität. Die klare Struktur des Gebäudes erhielt ein prägnantes Farbkonzept in leuchtendem Grün und Anthrazit. Im EG befindet sich eine Erlebnisgastronomie, die folgenden Stockwerke sind vier Büroeinheiten, einer Kanzlei und zwei Arztpraxen vorbehalten. Im 6. OG ist eine Betriebswohnung untergebracht. Die Tiefgarage verfügt über 82 PKW-Plätze und erstreckt sich über drei Untergeschosse.

Energetisches Konzept
Das gestalterische ergänzt ein energetisches Konzept, das nicht nur die Zielvorgaben für Haustechnik und gute Wärme-dämmung erfüllt, sondern auch eine Betriebsoptimierung mit einschließt. Zuständig für die TGA-Planung war die Haustechnik Projekt GmbH. Die No-Frost-Lösungen sind aus Sicht der Ingenieure eine nachhaltige Maßnahme für den Bautenschutz. Zudem sparen sie langfristig Kosten ein – auch beim Winterdienst. Vorgesehen wurden eine Freiflächenheizung in der Tiefgaragenzufahrt sowie Rohrbegleitheizungen an allen wasserführenden Rohrleitungen.
Bei der Verlegung des elektrischen Heizmattensystems in der Tiefgaragenzufahrt ging man nach einem detaillierten Verlegeplan von AEG Haustechnik vor.
Für die einwandfreie Funktion ist es wichtig, dass die Freiflächenheizung richtig dimensioniert und korrekt im Verteilerkasten eingebunden ist.
Falsch dimensionierte Freiflächenheizungen arbeiten nicht effektiv; es kann zu Störungen kommen. Die Planung und der fachgerechte Einbau der Systemkomponenten haben wesentlichen Einfluss auf den ökonomischen Gebäudebetrieb. Maßgeblich ist eine vorherige Begehung der Baustelle, bei der auch die Wahl des Oberbelages (Beton, Heißasphalt, Bitumen) geklärt wird.
Das ist wichtig, weil der Oberbelag die Wahl des geeigneten Heizkabels bestimmt. Jeder Heizleiter- Typ erfüllt unterschiedliche Anforderungen an die Hitzebeständigkeit, die durch den Kabelaufbau erfüllt werden muss.
Heizmatten im Detail
Die Verlegearbeiten begannen bei der Tiefgarageneinfahrt und erstreckten sich über die gesamte erste Rampenlänge von 28 m. Auf einer Gesamtfläche von 140 m2 wurden Flächenheizmatten in sieben Längsbahnen direkt auf die Betondecke aufgebracht, die sauber bzw. besenrein sein muss. Verwendet wurden AEG Heizmatten „FFH 300 Twin“, ausgelegt auf die Heizleistung von 300 W/m². Man fixierte diese punktuell, damit sie beim späteren Auftragen von Gussasphalt nicht verrutschen. Das vorkonfektionierte Heizmattensystem ließ sich schnell und einfach einbringen, da es flexibel ist. Neigungen und Radien waren einfach anzupassen. In den beiden quer zur Fahrbahn verlaufenden Ablaufrinnen folgte die dreifache Heizschleifenverlegung mit dem Heizkabel DIC 30. Anschließend wurden alle Anschluss-Enden zum Verteilerschrank im Technikraum geführt. Vor, während und nach dem Asphalteinbau wurden die Heizmatten geprüft und Messprotokolle erstellt.
Der AEG Eismelder EM 50–2 befindet sich im vorgefertigten Verteilerschrank und übernimmt die vollautomatische Beheizung. Über den erforderlichen Feuchte- und Temperaturfühler, ebenerdig im Asphalt im unüberdachten Zufahrtsbereich der Tiefgarage eingelassen, ermittelt der Eismelder den optimalen Einschaltzeitpunkt. Bevor der Gefrierpunkt erreicht ist, nehmen die Heizmatten und -kabel ihren Betrieb auf. Der Eismelder fordert erst dann elektrische Wärmeenergie an, wenn Gefahr durch Schnee, Eis oder überfrierende Nässe besteht. Umgehend nach dem Abtauvorgang schaltet der Eismelder wieder ab. Das No-Frost-System arbeitet also selbstständig.
In Regionen Deutschlands, in denen die Winter besonders kalt sind und der Frost wochenlang herrscht, ist der Einsatz von Rohrbegleitheizungen empfehlenswert.
Neben den Frisch- und Abwasserleitungen, die durch Tiefgaragenbereiche führen, sind auch außenliegende Regenfallrohre bei lange anhaltenden, tiefen Temperaturen gefährdet: Strahlt die Sonne aufs Dach, so tauen Schnee und Eis auch bei Minusgraden. Gefriert jedoch das abfließende Schmelzwasser innerhalb der Fallrohre wieder, können diese platzen. Zur automatischen Frostfreihaltung erhielten deshalb auch in Schwabach alle freiliegenden Rohrleitungen eine selbstlimitierende Rohrbegleitheizung. Die Begleitheizung passt die Heizleistung an die Umgebungstemperatur an. Insgesamt wurden rund 700 laufende Meter AEG Heizband vom Typ SLH sowie Außentemperaturregler mit Temperaturfühler installiert.
Architekten: Kehrbach Planwerk, Schwabach Fachplaner: Haustechnik Projekt GmbH, Nürnberg


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