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Sonnenschutz-Isolierglas für raumhohe Glaselemente

Neubau eines Bürogebäudes in Heilbronn
Raumhoch verglast

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Ein neues Bürogebäude zieht im Heilbronner Businesspark Blicke auf sich: QBIG two ist ein Glasgebäude mit extravagantem weißen Stahlskelett. Hochwertige Bauweise und hoher Energiestandard machen das Gebäude zum attraktiven Mietobjekt. Raumhohe Glaselemente aus Sonnenschutz-Isolierglas sorgen im Sommer für angenehmes Raumklima bei stets freiem Blick in die Umgebung.

Birgit Tratnik | be

Es sind Blickfänge, die Bürogebäude mit dem Namen QBIG im Businesspark Schwabenhof. Jüngst hat QBIG one einen Nachbarn bekommen, das neue QBIG two: ein imposantes Glasgebäude, ummantelt von einem extravaganten weißen Stahlskelett. Nicht nur die einzigartige Architektur, sondern auch die hochwertige Bauweise und der hohe Energiestandard machen QBIG two zu einem attraktiven Mietobjekt.
Der Bauherr, die Firmengruppe Hertner, ein Heilbronner Unternehmen der Gebäudetechnik, stellte sich für den Businesspark Schwabenhof Bauten mit einem hohem „Identifikationsfaktor“ vor. Für die langfristige Vermietung mit starker Objektbindung wünschte sich also der Bauherr, dass sich die Mieter mit ihrem Gebäude stark identifizieren. Dies ist den Architekten der QBIG Gebäude Riemer Planung mit ihrer expressiven Architektursprache gut gelungen. Es zeigt sich unter anderem auch daran, dass die Mieter die Einzigartigkeit der Objekte für ihre eigene Außenwerbung, so zum Beispiel auf Logos, Briefpapier oder für den Internetauftritt nutzen.
QBIG two entspricht in Form und mit 4 500 m² Größe genau seinem Nachbarn QBIG one, unterscheidet sich aber in seinem Äußeren. Das weiß lackierte Skelett aus 215 t recycelbarem Stahl besteht bei QBIG two aus verschieden großen Rechtecken, das ältere Nachbargebäude erhielt dagegen ein Geflecht bzw. Netz aus weißem Stahl.
Kubus ganz aus Glas
Die natürliche Belichtung und Belüftung der Arbeitsplätze sowie eine effiziente Flächennutzung waren wichtige Themen, die die Architekten bei der Planung verfolgten. So gibt es im ganzen Gebäude keine dunklen Zonen, alle Büros sind mit raumhoch verglasten Fenster beziehungsweise Fassadenelementen hell ausgestattet und können natürlich belüftet werden. Die hohe Flexibilität durch veränderbare Raumstrukturen berücksichtigt auch die gerasterte Fensterfassade.
Die Fassade wurde als Pfosten-Riegel-Konstruktion mit wiederkehrenden Fassaden- und Fensterelementen in 1,25 m Breite bis max. 3,40 m Höhe ausgebildet. Die Fassadenelemente wurde mit dem Schüco System FW50+ gebaut, die Fenster in jedem zweiten Element mit dem System Schüco AWS 75 BS.Si. Bei den „Schwimmenden Fenstern“ in der Konstruktion übernimmt der Rahmen des Fenstereinsatzes die glashaltende Funktion für die angrenzenden Felder.
Das gesamte Glasgebäude wurde mit ca. 3 000 m2 Dreifach-Sonnenschutz-Isolierglas ausgestattet.
Die Architekten wünschten sich ein Glas mit mittlerer Außenreflexion und blauer Ansicht. Und die Bauphysik forderte für das Glas im Hinblick auf den Sommerlichen Wärmeschutz einen möglichst niedrigen g-Wert.
Eingebaut wurde nach Bemusterung und Beratung durch den Flachglas MarkenKreis das Sonnenschutz-Isolierglas Infrastop III Blau 45/25. Der Dreifach-Glasaufbau verfügt über einen niedrigen g-Wert von 24% und einen Ug-Wert von 0,6 W/m2K.
Gefertigt wurde die Verglasung aufgrund der zu erwartenden Schlagschattenwirkung durch die Stahlträger vor der Glasfassade aus ESG-Gläsern. So konnte das Glasbruchrisiko bei Temperaturschwankungen minimiert werden. Der komplette Einbau der Verglasung erfolgte über einen Turmdrehkran und eine Sauganlage. Diese Maßnahmen waren wegen des hohen Scheibengewichts nötig.
Weiße Stahl-Ummantelung
2 820 laufende Meter Stahlprofil wurden für das Stahlskelett gefertigt, geliefert und montiert. Dies entspricht einem Gesamtgewicht von 215 Tonnen für die Fassade des architektonisch anspruchsvollen Gebäudes.
Im Fertigungswerk der Claus Queck GmbH wurden die einzelnen Segmente und Eckelemente aus Stahlgüte S355 J2 gefertigt und im RAL -Ton 9002 (grauweiß) 2-fach beschichtet (Schichtdicke 120 my). Bedingt durch die extrem hohen Anforderungen an die Passgenauigkeit der einzelnen Bauteile wurden die jeweiligen Elemente in eigens dafür hergestellten Schablonen gefertigt. Die Überbreiten und -längen der einzelnen Segmente und die besonderen Höhen der Eckelemente erforderten spezielle Sondertransporte zur Baustelle, um dort montiert zu werden.
Architekt: Riemer Planung GmbH, Heilbronn
Statik: Wulle Laig Ingenieure GmbH, Heilbronn

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