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Kontrollierte Bedingungen

Biotech-Produktionsgebäude in Basel
Kontrollierte Bedingungen

Basel, das ist die Heimat von Herzog & de Meuron – folglich ist es naheliegend, dass die Stadt gezeichnet ist vom Schaffen der Architekten. Zum Machwerk der Schweizer Planungsschmiede zählt auch das neue Biotech-Produktionsgebäude „Bau 95“ des Unternehmens Roche.

40 Meter reckt sich der achtgeschossige, komplett verglaste Bau gen Himmel. Außergewöhnlich sind hier weniger Form und Material, sondern vielmehr die Fassadengestaltung der hoch beanspruchten Gebäudehülle, die außer sicherheitstechnischen und ästhetischen Ansprüchen auch Reinraumbedingungen im Inneren erfüllen musste.
Reinraum
Reinraumbedingungen werden unter anderem durch glatte Oberflächen erfüllt, die leicht zu reinigen sind und möglichst wenig Fugen und Ecken aufweisen. Entscheidend bei der Planung war außerdem der Wunsch von Roche, ihre Produktionsprozesse durch eine Glasfassade der Öffentlichkeit visuell zugänglich zu machen und nicht hinter verschlossenen Mauern zu arbeiten. Diese Bedingungen führten zum Entwurf und der Planung einer Fassade, bei der die innere Monoverglasung und die äußere Isolierverglasung voneinander getrennt sind.
Dadurch ist gewährleistet, dass bei eventuellem Glasbruch der Außenhaut der innere Prozessablauf unter Reinraumbedingungen nicht unterbrochen werden muss. Außerdem ermöglichte die zweifache Hülle den Architekten eine größere Gestaltungsfreiheit und die außen liegende Fassade konnte mit geschosshohen Glaselementen in einer Größe von zwei auf fünf Metern in Structural Glazing-Technik ausgeführt werden.
Die Fassadenkonstruktion bildet ein Stahl-Pfosten-Riegel-System. Im dem rund einen Meter breiten Fassadenzwischenraum sind außerdem Stoffstore montiert, um zusätzlichen Sonnen- und Blendschutz zu gewährleisten. Die Be- und Entlüftung im Zwischenraum erfolgt mechanisch. Dadurch entsteht eine Pufferzone, welche die klimatischen Bedingungen des Reinraums sicherstellt.
Multifunktionsglas
Eingesetzt wurde Sonnenschutzisolierglas GEWE-therm TPS sun von Schollglas. Die Isolierglaskombination besteht aus einem 16 mm starken teilvorgespannten Verbundsicherheitsglas, einer Argon-Gasfüllung im Scheibenzwischenraum und einem innen liegenden 10 mm dicken Einscheibensicherheitsglas besteht. Mit einer Lichtdurchlässigkeit von 40 %, einem Ug-Wert von 1,1 W/m², einem g-Wert von 0,22 sowie einem Schalldämmwert von 41 dB Laborwert erfüllen die vierseitig-stufig gelagerten Isoliergläser die erforderlichen Eigenschaften. Die innere Glashaut entspricht den hohen Anforderungen der Reinraumtechnik. Die hohe Beanspruchung der Gebäudehülle stellte eine große Herausforderung für Planer und Konstrukteure dar ebenso wie für den Isolierglas-Hersteller.
Weitere Informationen
Sonnenschutz- Isolierglas bba 514
Architekten: Herzog & de Meuron, Basel, CH Fassadenplanung: Emmer Pfenninger Partner AG, Münchenstein, CH
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