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Aus 14 mach 2

Flachdach-Entwässerung am Beispiel eines Schulneubaus in Berlin
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Ursprünglich 14 Abläufe sah der Plan für eine 1.780 m² große Dachfläche einer Schule in Berlin vor. Durch die frühzeitige Rücksprache mit einem System-Hersteller konnte die Anzahl auf nur einen Haupt- und einen Notablauf reduziert werden. Diese neue Lösung ist wesentlich wirtschaftlicher, da sich durch die Reduzierung der Anzahl auch der Aufwand für die Verlegung deutlich reduziert hat.

Anforderung:

Arbeitsaufwand und Kosten senken durch optimierte Entwässerungsplanung

Lösung:

Leistungsstarkes Entwässerungs-Komplettsystem bei geringerer Anzahl an Abläufen und optimiertes Dachgefälle


Baufachjournalist Jan Birkenfeld | jo

Die Planung der Entwässerung von Flachdächern ist eng an die Gefälleplanung gebunden. Ideal ist es, wenn hier Planer, Verarbeiter und System-Hersteller frühzeitig zusammenarbeiten. Ein Beispiel aus Berlin zeigt, wie es gehen kann: Durch frühe Gespräche mit dem Techniker-Team eines Herstellers konnte für ein Schulneubau-Projekt in Berlin-Weißensee eine deutlich wirtschaftlichere Lösung gefunden werden als ursprünglich geplant. Zum Einsatz kam ein leistungsstarkes Komplettsystem mit optimiertem Dachgefälle, das die sichere Entwässerung auch mit einer deutlich verringerten Zahl an Abläufen sicherstellt.

Umplanung: Abläufe verringern

Bei dem Schulneubau in Berlin-Weißensee wurde von Anfang an Wert auf Nachhaltigkeit, Langlebigkeit und Wirtschaftlichkeit gelegt. In einer ausführlichen Beratung mit dem Außendienst des Entwässerungsspezialisten Loro ging es um die Optimierung der Flachdach-Entwässerung.

Der ursprüngliche Plan sah vor, das Dach in zwei Teilflächen zu gliedern mit jeweils einer eigenen Tiefpunktlinie für die Entwässerung. Entlang dieser Linien waren fünf Haupt- und neun Notabläufe vorgesehen, zum Teil verbunden über eine horizontale Sammelleitung im Gebäudeinneren. Diese Variante hätte zu hohem Arbeitsaufwand geführt – inklusive Kernbohrungen durch das Dach, Abdichtungen und Rohrverläufen innerhalb der Schule.

Gemeinsam mit dem verantwortlichen Planer wurde als Ziel gesetzt, die Zahl der Abläufe und Dachdurchführungen zu verringern, die Verlegung der Rohre zu vereinfachen und die Rohre – wenn möglich – nach außen zu verlegen. Die Herausforderung lag insbesondere darin, die beiden Teilflächen zu einer gemeinsamen Tiefpunktlinie für das gesamte Dach zusammenzubringen, um so die Anzahl der notwendigen Entwässerungspunkte zu minimieren.

Berechnung der Abflussleistung

Die Berechnung für die 1.780 m² Fläche (erfolgte online über loro.de) ergab unter Berücksichtigung der örtlichen Regenspende (hier: 371/668 l/s x ha), dass die Abflussleistung der Hauptentwässerung mindestens 66 l/s, die Leistung der Notentwässerung mindestens 53 l/s nach Norm betragen muss.

Die Auswahl des passenden Systems führte daraufhin zu einem überraschenden Ergebnis: Für die gesamte Fläche reicht jeweils eine Haupt- und eine Notentwässerung. Damit die Entwässerung mit einem Loro-X-Drainjet-Schnellablaufsystem für die Hauptentwässerung und einem Schnellablaufsystem für die Notentwässerung funktioniert, war nun zunächst das Dachgefälle neu zu planen, damit das Regenwasser auf der Dachfläche auch sicher zu den Hochleistungs-Entwässerungssystemen fließt. Dabei hat die Loro-Lösung sogar noch eine Redundanz: Das vorgeschlagene Notentwässerungssystem „LX961“ bietet einen Abfluss bis 94,4 l/s bei 75 mm Wasserhöhe auf dem Dach. Damit ist auch eine erhöhte Sicherheit bei Starkregenereignissen berücksichtigt.

Keine Sammelleitungen im Gebäude

Mit der neuen Gefälleplanung und einer einzigen U-förmigen Tiefpunktlinie wurden mehrere Wünsche erfüllt: Der Arbeitsaufwand ging erheblich zurück – statt 14 waren nur noch zwei Abläufe einzubauen. Diese Abläufe liegen jetzt direkt über der Fallleitung, damit entfallen auch die horizontalen Sammelleitungen im Gebäude. Die ursprüngliche Position des Anschlusses der Fallleitung an die Regenwassersammelbehälter im Erdreich wurde dennoch beibehalten. Da nun die bruchfeste, rückstausichere Fallleitung aus verzinktem Stahl außen liegt, führt auch keine Leitung durch das Schul-Gebäude.

Planung über Datenblätter

Anhand des online verfügbaren LX-Datenblattes ließen sich Systemform und -leistung der Lösung direkt mit den baulichen Gegebenheiten abgleichen. Auf einen Blick sind die Merkmale des Dachentwässerungssystems in der Merkmalleiste im Datenblatt zu erkennen. Zusammen mit gemessener Abflusskurve und CAD-genauer Systemzeichnung erhielt der Planer den optimalen Leistungsnachweis für seinen Auftraggeber und Versicherer und zugleich eine anschauliche Darstellung der Dachentwässerung für die Verarbeiter auf der Baustelle.


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