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Originalgetreue Aussichten

Umnutzung eines denkmalgeschützten Flughafens in Böblingen zu einem Freizeitareal
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Der Landesflughafen in Böblingen ist ein bemerkenswertes Beispiel einer Umgestaltung für unterschiedlichste Nutzungszwecke – alle in der Themenwelt Automobile angesiedelt. Anforderungen von Investor und Denkmalschutz waren auf einen Nenner zu bringen. Besonderes Augenmerk galt der Rekonstruktion vielgestaltiger Fenster.

Dipl. Wirtsch. Ing. (FH) Hans-Jürgen Aigner | jo

In Böblingen am Rande der Autostadt Stuttgart ist auf dem rund 25 000 m2 großen Areal des ehemaligen, denkmalgeschützten Landesflughafens die ‚Motorworld‘ (vormals Meilenwerk) entstanden – ein Mekka für Oldtimer-Fans. Das Ergebnis ist ein kreatives Ensemble aus Oldtimerwerkstätten, Ausstellungsflächen, Läden, Eventflächen und Gastronomie sowie einem Themenhotel.
Rund 25 Millionen Euro kostete der Umbau. Flugzeugwerft, Hangar und Flugzeughalle wurden für Oldtimer und alles, was so dazugehört, denkmalgerecht saniert. Das frühere Empfangsgebäude des Flughafens mit Tower wurde zum Hotel umgebaut. Dabei galt es, die Anforderungen des Investors, des Lizenz-Gebers und des Denkmalschutzes unter ein Dach zu bringen.
Heute ist das 1928 im Bauhausstil errichtete Gebäude ein Vier-Sterne-Hotel und bietet mit seinen 34 Zimmern modernen Komfort mit historischem Flair – Hotelgenuss der automobilen Art: Je nach Wunsch können Design- oder Themenzimmer mit Autobezug gewählt werden. Gestaltung und Innenausstattung sind Themen wie z.B. Carwash oder Tuning gewidmet.
Fenster: Fotografiert und detailgetreu nachgebaut
Der Umbau des alten Flughafens war für Architektin Nicole Pflüger und alle Beteiligten eine echte Herausforderung. Denn es blieben nur acht Monate für die Planung bis zum Baubeginn – mit Entwurf, Genehmigungsplanung und denkmaltechnischer Dokumentation.
Jedes Fenster des alten Flughafengebäudes wurde fotografiert und katalogisiert. Mit der Sanierung der Fenster und Türen wurde die Kirchheimer Firma Fenster Koch beauftragt, auf Empfehlung der Architektin und des Denkmalamts.
Um den strengen denkmalpflegerischen Anforderungen gerecht zu werden, ließ das Team von Kneer-Südfenster knapp 300 Fenster originalgetreu nachbauen. Im gesamten Gebäude wurden Holzdenkmalfenster HDF 68 Stil in verschiedenen Varianten eingebaut.
Die Fenster sind von Kneer-Südfenster in der Holzart Kiefer mit Sonderglasstäben und Wetterschenkel sowie verschiedenen Kapitellen gefertigt und weiß beschichtet worden.
Die genaue Rekonstruktion war sehr aufwändig, da verschiedene Konstruktionen wie Einfach-Verbund- bzw. Vertikalfenster berücksichtigt werden mussten.
Mit großem Aufwand wurden im Hotel allein die Vertikalschiebefenster durch zweiflügelig versetzte Dreh-Kippfenster ersetzt, so dass von außen selbst der Fachmann keinen Unterschied erkennt.
Die Fenster bieten einen sehr guten Wärmeschutz von UW = 1,3 W/m²K – der Rahmen liegt bei Uf = 1,4 W/m²K und die Verglasung bei einem Ug-Wert von 1,1 W/m²K. Scheibenstärken in den Kombinationen 4/16/4 mm, 6/16/4 mm sowie 8/16/4 mm wurden bei einer Bautiefe von 68 bzw. 72 mm realisiert. Auch die Eingangstüren mit Sonderapplikationen sind von Kneer-Südfenster speziell angefertigt worden – eine vom Denkmalamt als sehr lobenswert anerkannte Arbeit.
Enges Zeitfenster
Für den Einbau der Fenster und Türen standen gerade einmal drei Monate Zeit zur Verfügung. Als Ergebnis bieten die Hotelzimmer nun originalgetreue Aussichten auf das ehemalige Flugfeld oder die automobilen Klassiker und lassen doch an Komfort nichts zu wünschen übrig.
Architektin: Dipl. Ing. Nicole Pflüger, Neu-Ulm


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