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Ohne Mauerarbeiten

Sanierung der Kreisverwaltung Bad Kreuznach
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Bei der Fenstersanierung des Bad Kreuznacher Kreisverwaltungsgebäudes wurde auf Überschubrahmen gesetzt. Damit lässt sich der Austausch der Fenster schnell und sicher durchführen. Auf diese Weise kann problemlos im laufenden Bürobetrieb und mit exakt planbaren Bauabschnitten montiert werden.

ar/pp | be

Wie an vielen Verwaltungsgebäuden aus den 70er Jahren ist auch die Zeit an der Kreisverwaltung Bad Kreuznach nicht spurlos vorübergegangen. Vor allem die zahlreichen Aluminiumfenster des fünfstöckigen Gebäudekomplexes aus dem Jahr 1973 zeigen deutliche Alterserscheinungen. Defekte Bänder und Beschlagteile, teilweise angelaufene Isolierverglasungen und energetisch veraltete Konstruktionen machten die Erneuerung der 1 400 m2 Fensterfläche dringend notwendig. Doch Fenstersanierung im Altbau ist ein mitunter bautechnisch heikles, auf jeden Fall aber aufwendiges und schmutziges Unterfangen. Deshalb entschloss sich die Kreisverwaltung für eine Sanierung mit Überschubrahmen.
Kein Eingriff ins Mauerwerk
Der Clou bei dieser Montage: Die Finstral-Überschubrahmen werden einfach über die vorhandenen Fensterrahmen gesetzt. Das heißt, für die Sanierung werden die alten Fenster ausgebaut, die Rahmen aber bleiben in der Wand. Daher fallen alle Eingriffe ins Mauerwerk weg. Beschädigungen an Laibung, Fensterbank, Putz, Tapete oder Fassade sind praktisch ausgeschlossen.
„Der Fenstertausch kann bei laufendem Bürobetrieb durchgeführt werden, ohne Schmutz und Staubentwicklung“, erklärt Jens Borchardt vom Bauamt Bad Kreuznach. Ein Riesenvorteil für die rund 245 Mitarbeiter, die neun verschiedene Ämter und Behörden betreuen. Denn Möbel, Akten und technische Geräte wie Telefone oder Computer bleiben während der Sanierung im Raum. Aufwendige Zwischenlösungen für betroffene Arbeitsplätze müssen nicht organisiert werden, mühsame Büroumzüge innerhalb des Gebäudes entfallen und der Arbeitszeitverlust ist minimal.
Die Montage der neuen Fenster im Gebäude der Kreisverwaltung wurde durch die Manfred Schug Metallbau GmbH, Idar-Oberstein, ausgeführt. Dazu wurden erst die alten Fensterflügel und Festverglasungen ausgebaut sowie Dichtungen und Beschläge vollständig entfernt. Dann erhielt die alte Aluminiumkonstruktion eine Wärmedämmung, um eine thermische Trennung zu gewährleisten und eventuelle Wärmebrücken auszuschalten. Die Überschubrahmen aus wärmegedämmtem Kunststoffrahmen wurden von innen eingebaut. Anschließend konnten die neuen Flügel und Festverglasungen mit 3-fach Isoliergläsern eingesetzt werden. Zum Schluss folgten Abdichtung und Außenverblendung.
Sanierung im laufenden Betrieb
Borchardt war zufrieden: „Bisher läuft der Umbau sehr zügig, reibungslos und sauber. Im Arbeitsablauf der Verwaltung ergeben sich keine Behinderungen.“ Ein Standardfenster ist innerhalb von rund einer Stunde ausgetauscht. Die Sanierungsmaßnahmen können Fenster für Fenster, Raum für Raum umgesetzt werden und sind zeitlich genau planbar.
Die Belastungen einer Baustelle durch eingeschränkte Raumnutzung, Lärm und Verunreinigung werden bei dieser Montageweise auf ein Minimum reduziert. Darüber hinaus kann das Gebäude auch über Nacht sicher geschlossen werden.
Der Überschubrahmen lässt sich mit allen Finstral-Systemen kombinieren. Das bot der Kreisverwaltung die Option, zweifarbige Fenster – innen weiß und außen braun – mit einer Alu-Verblendung an der Außenseite zu wählen. „Diese Kombination ermöglicht einen Verwitterungsschutz in Verbindung mit kostengünstigeren Kunststoffprofilen“, erklärte Jens Borchardt. Auch die ursprüngliche Fassadengestaltung bleibe auf diese Weise erhalten, während die Innenräume aufgehellt würden. „Zudem ist durch die schmale Rahmengestaltung der Fenster der Verlust der Glasflächen nur minimal“, so der Mitarbeiter vom Bauamt. Die Veränderungen sind in den sanierten Bauabschnitten spürbar: Zusätzlich zur hohen Wärmedämmung bieten die neuen Fenster verbesserten Schallschutz, mehr Bedienkomfort, höhere Einbruchsicherheit sowie sehr gute Luft- und Schlagregendichtigkeit.
Für jede Bausituation
Das Prinzip des Überschubrahmens funktioniert für jede Bausituation und bei jedem Werkstoff – egal ob Holz-, Alu-, Kunststoff- oder Verbundfenster. Da Eingriffe in Fassade und Mauerwerk nicht notwendig sind, eignet sich die Überschubmontage zudem optimal für Sanierungen in gedämmten Fassaden. Die Bauanschlüsse der Überschubrahmen sind vom Institut für Fenstertechnik (ift) Rosenheim zertifiziert.


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