Startseite » Fachthemen » Innenausbau »

Under-Cover

Fertigteilestrich mit und ohne Fußbodenheizung
Under-Cover

Direkt unter dem Oberbelag, für das Auge unsichtbar, sorgt der Estrich als verbindendes Element zwischen horizontaler Tragstruktur und Oberbelags- Untergrund für eine wichtige Basis im Fußbodenbau. Materialentwicklung und Verarbeitungstechnologie bieten mit Trockenestrichen, in denen auch Fußbodenheizungen integriert werden können, für heutige Bauaufgaben schnelle und wirtschaftliche Lösungen.

Stephan Klapperstück, Leitung Produkt- management, Lindner GFT GmbH

Der Estrich dient als zentraler Vermittler zwischen funktionalem Design des Oberbelags und den bautechnischen Aspekten wie Lastabtrag und Bauphysik. Er ist mit dafür verantwortlich, ob eine Fläche „funktioniert“ bzw. gebrauchstauglich ist, wie immer sie auch genutzt wird – unabhängig vom manchmal geringen Kostenanteil am gesamten Investitionsvolumen. Daher gilt es auch an dieser Stelle, aufmerksam und zielgerichtet die Ressourcen Zeit und Budget einzusetzen. Mit dem Bedarf nach schneller (Wieder-)Nutzung und wirtschaftlichen Lösungen rücken Trockenestriche weiter in den Fokus. Denn in den Planungskonzepten schlagen die neuen Entwicklungen der Trockenestriche bautechnisch eine Brücke zwischen den heutigen Anforderungen im wachsenden Bereich der Gebäudesanierung und dem möglichen Einsatz im Neubaubereich.
Das reicht von neuen „trockenen“ Estrichkonstruktionen auf alten Decken, z. B. Holzbalkendecken, über flächig angelegten Höhen- und Niveauausgleich bis hin für zu klein gewordene Zeitfenster, in denen der Einbau eines Nass-estrichs nicht mehr möglich ist. Selbst behagliche Flächenheizungen in Kombination mit energiesparenden Systemen wie z. B. Wärmepumpen lassen sich mit integrierten Heizleitungen im Trockenestrich realisieren. Nicht zu berücksichtigende Austrocknungszeiten von üblichen Nasssystemen können für den Baufortschritt genutzt werden. Gleichzeitig entstehen durch extrem verminderten Feuchtigkeitseintrag keine problematischen Fragen infolge Feuchtigkeit durch Nass-estrich, wie z. B. die der Belagsreife oder sonstige den Raum belastende Aspekte.
Konstruktiver Aufbau
Für Planung, Bemessung, Konstruktion und Ausführung ist ein mehrschichtiger Aufbau zu berücksichtigen. Im Zusammenhang mit Fertigteilestrich-Konstruktionen gilt es zunächst, grundsätzlich eine planebene Fläche auszubilden, die in der Lage ist, vollflächig und schadensfrei die Elementplatten der Tragschicht aufzunehmen. Trockene oder gebundene Schüttungen, die dazu eingebracht werden, erfüllen gleich zwei Aufgaben. Neben der Planebenheit tragen sie zu einem Teil zum Wärmeschutz bei und sind der Untergrund für weitere eventuell erforderliche Dämmungen, z. B. für Trittschallschutz. Doch nicht nur die Bauphysik, sondern auch die geometrischen Rahmenbedingungen der Höhenentwicklung setzen oftmals im Bestand der gesamten Aufbauhöhe Grenzen. Als dünnschichtige Ausbausysteme sind Trockenestrichsysteme für diese Problemstellung prädestiniert, jedoch wegen ihrer Konstruktionsbeschaffenheit unter dem Aspekt der Punktlast als lastkritische Einwirkung zu dimensionieren.
Vor dem Hintergrund der elementierten Bauweise von Trockenestrichen ist die Baustellenlogistik für eine zügige und effiziente Verlegeleistung in seinen einzelnen Schritten zu beachten.
Doch nicht nur das Material schnell an der zu verlegenden Stelle zur Hand zu haben, sondern auch die Verbindungstechnik der Plattenelemente übt entscheidenden Einfluss auf die Zeiteinheiten der Verlegeleistung.
Schnelligkeit siegt
Die Norit-Fertigteilestrichsysteme von der Lindner GFT GmbH, der Norit-Trocken-estrich wie auch die Norit-Fußbodenheizung, bieten mit ihrem „Klick-System“ eine sehr schnelle, kraftschlüssige Verbindung der Plattenelemente. Basierend auf dem Prinzip von Nut und Feder wird mit einer speziellen Formgebung und einer sehr hohen Passgenauigkeit der Verbindungslinien, im Kernarbeitsschritt der Verlegearbeit, bereits eine in sich verbundene, planebene Oberfläche erreicht. Mit dem Systemklebstoff, der auf der Anlegezunge aufgetragen wird, werden die Plattenelemente dauerhaft gesichert. Eine Verschraubung entfällt bei diesen Systemen mit der Folge, dass hier kein Aufwand für Spachtelungen und Nacharbeiten entsteht. Darüber hinaus zeigt die Fußbodenheizung auch Vorzüge für den laufenden Gebäudebetrieb. Bautechnisch folgt sie ebenfalls mit dünner Lastverteilschicht prinzipiell demselben Aufbau wie der Trockenestrich.
Lediglich eine Vergussmasse ist abschließend aufzubringen, die den oberen Abschluss schafft und die Heizleitungen vollständig umschließt – die wiederum dank Universalfräsung bifilar eingelegt wie auch mäanderförmig verlegt werden können. Durch oberflächennahe Positionierung der Heizleitung kann die Fußbodenheizung sehr kurzfristig auf den individuellen Wärmebedarf reagieren.
Mit den systematisch aufeinander abgestimmten Baustoffen und Bauteilen tragen Fertigteilestrichsysteme zur Weiterentwicklung einer wirtschaftlich orientierten, industrialisierten Bauweise bei. Das machen sich mit den beschriebenen Systemen zunehmend
auch Planer von Gebäudekonstruktionen zu Nutze, die vorgefertigte, tragende Gebäudestrukturen wie z. B. Holz-Rahmenbau einsetzen.
Neben den ökonomischen und ausführungstechnischen Vorteilen lässt sich auch eine vergleichsweise hohe Qualität in der Reproduzierbarkeit von Bauleistungen im Bereich von Estrichkonstruktionen erzielen. Mit Weiterentwicklungen wie der hier vorgestellten Verbindungstechnologie zahlt sich dieser Aspekt bei richtiger Ausführung für alle Projektbeteiligten gleichermaßen aus.
Anzeige
Anzeige
MeistgelesenNeueste Artikel
Anzeige

Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der bba-Infoservice? Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Medien GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum bba-Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des bba-Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de