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Trinkwasserhygiene dank gut durchströmter Leitungen

Stagnation vermeiden

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Haustechnische Maßnahmen wirken sich auf die Trinkwasserhygiene aus. Eine fachgerecht ausgeführte Ringinstallation sichert den Wasseraustausch bei jeder Nutzung. Ein neues Element unterstützt die Bemühungen um Hygienesicherheit: Der sogenannte Strömungsverteiler bewirkt die Durchspülung einer Ringleitung auch dann, wenn keine der Entnahmestellen benutzt wird.

Anforderung:

Trinkwasserreinheit in Roh- und Trinkwasserleitungen

Lösung:

Ringinstallation mit Strömungsverteiler


Kay Rosansky | be

Die Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser nimmt in diesem Land einen hohen Stellenwert ein. Debatten beispielsweise über die Nitratbelastung des Grundwassers durch Überdüngung werden auch im Bundestag mit großer Leidenschaft geführt, und auch wenn diese Spätfolgen unserer intensiven Landwirtschaft die Verbraucher künftig einiges kosten werden, am Qualitätsanspruch an das Trinkwasser wird glücklicherweise nirgends gerüttelt.

Anfang 2018 hat das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) die neuen Anhänge II und III der EG-Trinkwasserrichtlinie in deutsches Recht überführt und die aktuelle Trinkwasserverordnung veröffentlicht. Diese soll u. a. den Wasserversorgern im Rahmen einer sogenannten risikobewertungsbasierten Anpassung der Probennahmeplanung (RAP) und in Abstimmung mit den Gesundheitsämtern ermöglichen, die Wasserqualität gezielter und effizienter zu überwachen.

Ebenfalls neu ist das Verbot, Dinge in Roh- und Trinkwasserleitungen einzubringen, die mit der Wasserversorgung nichts zu tun haben. Dahinter steckt die Bemühung, hygienische Belastungen zu vermeiden, wie sie beispielsweise durch Verlegen von Breitbandkabeln für ein schnelleres Internet in Trinkwasserleitungen zu befürchten sind. Außerdem schreibt die aktuelle Trinkwasserverordnung vor, dass Legionellenkonzentrationen, die einen gewissen Grenzwert überschreiten, an das zuständige Gesundheitsamt gemeldet werden müssen.

Schutz vor Legionellen

Nach Ausbrüchen der Legionärskrankheit in Ulm und Warstein in diesem Jahrzehnt verbreitete sich eine gewisse Unsicherheit hinsichtlich der Vermeidung von Legionellen. Ganz allgemein kann man sagen, dass hier keinerlei Grund zur Panik besteht. Gleichwohl ist eine gewisse Aufmerksamkeit angeraten und man sollte Techniken und Maßnahmen nutzen, die Anlagen und Verbraucher schützen helfen.

Legionellen sind Bakterien, die in stehendem Süßwasser vorkommen können und sich bei etwa 20 °C beginnen zu vermehren. Wassertemperaturen über 60 °C töten die Krankheitserreger zuverlässig ab. Ein Legionellenrisiko kann grundsätzlich immer dann bestehen, wenn Wasser lange in einer Leitung steht. Dieses sogenannte Stagnationswasser kann sich durch Nutzungspausen bilden, aber auch durch Installationen mit unnötigen Totleitungen.

Regelmäßig durchspülte Wasserleitungen gelten als sicher. Das Trinken von einschlägig belastetem Wasser führt in der Regel nicht zu gesundheitlichen Problemen, denn Legionellen werden durch Aerosole, also in Luft gelöste Wasserpartikel, wie sie etwa beim Duschen entstehen, übertragen.

Obwohl Erkrankungen durch Legionellen sehr selten sind, schreibt die Trinkwasserverordnung seit 2011 für Mehrfamilienhäuser regelmäßige Untersuchungen der Trinkwasserinstallationen vor. Die Auflagen für öffentliche Gebäude, Krankenhäuser usw. fallen noch strenger aus.

Hydraulik hilft bei Trinkwasserhygiene

Das regelmäßige Durchspülen einer Trinkwasseranlage kann also bereits sehr hilfreich sein, doch die Erfahrung lehrt, dass man sich besser nicht auf Maßnahmen verlässt, die vom Nutzerverhalten abhängig sind. Sinnvoller erscheint es, die Installation so zu planen, dass bereits die Haustechnik hilft, das Problem zu minimieren. Stichleitungen sollten deshalb vermieden werden. Stattdessen sorgen etwa Doppelwandwinkel an den Entnahmestelle dafür, dass bereits ein stark genutzter Verbraucher am Ende für ausreichende Durchspülung sorgt. Eine fachgerecht ausgeführte Ringinstallation bietet den Vorteil, dass ein Wasseraustausch bei jeder Nutzung jedes Verbrauchers stattfindet; auch das erhöht die Sicherheit bei Trinkwasserhygiene.

Neuerdings unterstützt ein sogenannter Strömungsverteiler alle Bemühungen um Hygienesicherheit. Alpex F50 Profi von Fränkische bewirkt die Durchspülung einer Ringleitung auch dann, wenn keine der Entnahmestellen benutzt wird. Das funktioniert, indem die Ringleitung mit dem Strömungsverteiler an die Strangleitung angeschlossen wird. Fließt in dieser Wasser, leitet der Verteiler ca. 10 % des Volumens in die Ringleitung und durchspült diese; ein reinigender Automatismus, der sich bei jeder Benutzung der Strangleitung wiederholt. Zu beachten ist, dass der Strömungsverteiler in Fließrichtung eingebaut wird.


Baufachjournalist Kay Rosansky: „Das regelmäßige Durchspülen einer Trinkwasseranlage kann (…) sehr hilfreich sein, doch die Erfahrung lehrt, dass man sich besser nicht auf Maßnahmen verlässt, welche vom Nutzerverhalten abhängig sind. Viel sinnvoller erscheint es, die Installation so zu planen, dass bereits die Haustechnik hilft, das Problem zu minimieren.“


Mehr zum Thema:

  • Umwelt Bundesamt:
    Trinkwasser Probenahmeplanung

www.hier.pro/Probenahmeplanung_Trinkwasser



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