Barrierefreies Mehrgenerationen-Musterbad - Dauerausstellung in Iserlohn

Barrierefreies Mehrgenerationen-Musterbad für Dauerausstellung in Iserlohn

Diskret integriert

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Für ihr besucherfreundlich gestaltetes Ausstellungszentrum „Forum für Generationen“ in Iserlohn hat die Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik (GGT) ein barrierefreies Mehrgenerationen-Musterbad errichten lassen. Die Lösungen hierfür sollten universell sein und von einer Vielzahl von Menschen ohne große Anpassung verwendet werden können, zugleich aber ein hohes Maß an Individualität, Nutzen und Komfort bieten.

Anforderung:

Barrierefreies Mehrgenerationen-Musterbad mit hohem Komfort, passend für unterschiedliche Lebenslagen

Lösung:

Bodenebene Dusche, unterfahrbarer Waschtisch, temperierbare Sitzfläche, rutschhemmende Keramikfliesen u.Ä.


Werner Ziegelmeier | vs

„Universal Design“ – darunter versteht man Produkte, Konzepte sowie Dienstleistungen, die nicht auf bestimmte Altersklassen, Lebensphasen oder Kulturkreise fixiert sind. Genau dies wünschte sich die Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik für ihr Musterbadezimmer in Iserlohn: Entstehen sollte ein universell nutzbares und zugleich individuell anpassbares Mehrgenerationen-Bad, in das barrierefreie Lösungen diskret integriert sind – ohne dabei Assoziationen an Gebrechlichkeit, Krankheit, Senilität o.Ä. zu wecken.

Rutschhemmend und ästhetisch

Neben ausgeprägter Funktionalität spielte auch die Atmosphäre im Badezimmer eine wichtige Rolle. An Wand und Boden kamen deshalb keramische Fliesen der Serie „Emotion“ von Agrob Buchtal zum Einsatz. Diese verfügen über ausdrucksstarke, natursteinähnliche Oberflächen und sind in mehreren Trittsicherheitsklassen erhältlich. So kann der elementare Faktor „Rutschhemmung“ optisch attraktiv und funktional zugleich realisiert werden – abgestimmt auf das persönliche Sicherheitsbedürfnis und sogar differenzierbar nach einzelnen Nutzungszonen innerhalb des Badezimmers.

Barrierefreies Duschen und Waschen

Essenzieller Bestandteil eines komfortablen Mehrgenerationen-Bades ohne Hindernisse ist eine bodengleiche Dusche. Die einschlägige DIN-Norm 18040 für barrierefreies Bauen fordert hierfür als Mindestmaße 120 x 120 cm bzw. 150 x 150 cm bei einer Nutzung mit Rollstuhl. Diese Vorgaben wurden im Iserlohner Musterbad ebenso eingehalten wie großzügige Verkehrsflächen zwischen Dusche, Toilette und Waschtisch.

Zum Einsatz kam hier u.a. „Kerdi-Line“ von Schlüter, ein mehrteiliges lineares Ablaufsystem zum Bau von bodenebenen Duschen mit eleganter Linienentwässerung. Das Schlüter „Showerprofile-WS“ mit halbrunder Dichtlippe dient als dezenter Schwallschutz gegen Wasseraustritt.

Eine weitere Variante der Linienentwässerung wird beim Waschbecken praktiziert: Es verfügt über einen linearen Ablauf mit sogenanntem Belagträger, der die Fliesen der Serie Emotion aufnimmt. Der Waschtisch wirkt trotz sehr großzügiger Dimensionen elegant und filigran. Er ist per Rollstuhl unterfahrbar und bietet maximalen Komfort für Menschen mit und ohne körperliches Handicap.

Temperierte Boden- und Sitzflächen

Im Musterbad ist der gesamte Boden frei von Schwellen oder Stolperstellen und zudem temperierbar: Das elektrisch betriebene Schlüter-System „Ditra-Heat-E“ liegt mit patentierter „Ditra Entkoppelungstechnologie“ unmittelbar unter den Bodenfliesen der Serie Emotion. Entsprechend schnell geben die Fliesen vollflächig behagliche Strahlungswärme ab ohne störenden Luftzug, der bei konventionellen Heizkörpern entstehen kann.

Eine Besonderheit: Neben dem Waschbecken wurde eine Sitz- bzw. Liegefläche installiert, die auf die gleiche Weise temperierbar ist. Die Fläche kann genutzt werden für erholsame Muße-Stunden, zum Ankleiden oder als behagliche Sitzgelegenheit während der Körper- und Fußpflege – mit Handbrause in Reichweite.


Bauherr: Deutsche Gesellschaft für Gerontotechnik (GGT)

Planung: Andrea Stark | Starkberaten, Overath
www.starkberaten.de

Standort: Iserlohn


Martina Koepp, Geschäftsführerin der GGT: „Das Kooperationsbad (…) zeigt in anschaulicher Weise, dass Nutzerfreundlichkeit und Barrierefreiheit einen Komfortgewinn für alle Generationen darstellen.“


Bewegungsflächen

Folgende Abstands- bzw. Bewegungsflächen fordert die „DIN 18040–2 Barrierefreies Bauen“ in Sanitärräumen:

Die Bewegungsfläche vor Sanitärobjekten beträgt i.d.R. 1,20 x 1,20 m (bei Doppelwaschtischen 1,95 x 1,95 m), für Rollstuhlfahrer ist eine Fläche von mindestens 1,50 x 1,50 m erforderlich. Die minimal notwendige Abstandsfläche zwischen Waschtisch und WC oder Dusche beträgt 20 cm, das einseitige Flächenangebot für Rollstuhlnutzer zum seitlichen Umsetzen auf das WC 90 cm. Verpflichtend ist bei Rollstuhlnutzung zudem eine Bewegungstiefe von 70 cm neben dem WC-Objekt.


Mehr zum Thema

  • Ausstellungszentrum der Deutschen Gesellschaft für Gerontotechnik

www.hier.pro/ggt-ausstellung

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