Wohngesundes Raumklima mit Innenputzen

Feuchtepuffer Kalk

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Durch die Erkenntnisse wissenschaftlicher Untersuchungen aus Bauphysik, Bauchemie und Medizin ist bekannt, welche Parameter für ein intaktes Gebäude relevant sind und welche die Wohnqualität dauerhaft verbessern. Kalkhaltige und kalkzementgebundene Innenputze mit hoher Offenporigkeit beispielsweise können das Wohnraumklima regulieren.

Anforderung:

Räume mit behaglichem und gesundem Wohnklima durch schadstoffarme/-freie Produkte schaffen

Lösung:

Kalkputze mit raumklimaverbessernden Eigenschaften; Glätte- und Spachtel-Technik für moderne Optik


Barbara Wiedemann Produktmanagement Baumit, Bad Hindelang | be

Gute Wärmedämmung leistet einen wesentlichen Beitrag zur Energieeffizienz; sie sorgt im Winter für warme und im Sommer für kühle Wände ohne Zuglufterscheinungen. Die wichtigste Voraussetzung für ein ausgeglichenes und gesundes Raumklima ist eine geringe Schwankung der inneren Oberflächentemperatur der Außenwände. Diese erzielt man durch gute Wärmedämmung und große speicherfähige Masse. Energieeffizienz bedeutet auch eine immer luftdichtere Bauweise. Dadurch können etwaige Schadstoffe länger im Raum bleiben. Moderne Gebäude stellen also höhere Anforderungen an Baustoffe als früher: Sie sollten frei von Schadstoffen und diffusionsoffen sein sowie eine gute Feuchtespeicherfähigkeit aufweisen.

Die richtige Innenbeschichtung kann schon bei wenigen Zentimetern eine gute Feuchtepufferung und Regulierung des Raumklimas bewirken. Kalkhaltige und kalkzementgebundene Innenputze mit hoher Offenporigkeit zeigen hier eine sehr gute Wirkung.

Betonwände werden oft nur gespachtelt und gestrichen. Diese Art der Beschichtung sorgt zwar für glatte Oberflächen, jedoch mit nur geringem Nutzen für die Feuchteregulierung. Hier schafft man mit einem Innenputz eine deutliche Verbesserung. Bei der Holzriegelbauweise mit Gipskartonbeplankung ist die Situation vergleichbar mit Beton. Bei der massiven Holzbauweise übernimmt der Baustoff Holz die feuchtepuffernde und -regulierende Funktion.

Lufttemperatur und Raumfeuchte

Als angenehm behaglich empfinden es die meisten Menschen, wenn der Mittelwert zwischen Luft- und Oberflächentemperatur bei 20 bis 22 °C liegt. Dabei sollte die Differenz der Luft- zur Oberflächentemperatur sowie der Temperaturunterschied zwischen Fußboden und Decke nicht mehr als 4 °C betragen. Wandbildner mit höherer Speichermasse, wie Ziegel oder Beton, kühlen langsam ab, sie heizen sich aber auch nicht so zügig wieder auf. Andererseits kühlen Häuser in Holzriegelbauweise mit Gipskartonbeplankung aufgrund der geringeren Masse schnell aus, erwärmen sich aber auch rasch wieder.

Um sich in Innenräumen wohl zu fühlen, braucht es neben der richtigen Raumtemperatur auch die richtige Luftfeuchtigkeit. Als angenehmes Raumklima empfinden wir einen Bereich zwischen 40 und 60 % relative Luftfeuchtigkeit. Eine geringe Luftfeuchte – 30 % – führt zur Austrocknung der Schleimhäute von Nase und Rachen sowie zu trockenen Augenbindehäuten. Auch die Staubbildung wird bei niedriger Luftfeuchte gefördert. Zudem können sich in trockener Luft Bakterien und Viren länger schwebend halten. Dies und die Austrocknung der Schleimhäute erhöhen das Infektionsrisiko.

Bei zu hoher Luftfeuchtigkeit kann die im Raum freigesetzte Feuchtigkeit nicht mehr ausreichend von der Luft aufgenommen werden. Die Feuchtigkeit kondensiert vor allem in der kalten Jahreszeit an Wänden sowie in kühlen Raumecken und kann zu Schimmelbildung und Schäden an Bauteilen führen. Im Winter sollte daher die relative Luftfeuchtigkeit den Wert von 45 bis 50 % (je nach Bauweise und Alter) nicht dauerhaft überschreiten.

Innenputze puffern die Feuchte

Grundsätzlich gilt: Je höher die Temperatur, desto mehr Wasser kann die Luft aufnehmen. Allerdings ist der Zusammenhang nicht linear. Mit steigender Temperatur kommt es zum massiven Anstieg der maximal möglichen Wasserdampfmenge in der Luft. Beträgt der Maximalwert der absoluten Luftfeuchte bei 0 °C knapp 5 g/m³, so sind es bei 30 °C schon 30 g/m³.

Innenputze haben einen spürbaren Feuchtepuffereffekt. In Häusern mit Innenputz auf Kalk- und Kalkzementbasis werden die Schwankungen der relativen Luftfeuchtigkeit stärker gedämpft – das Raumklima ist ausgewogener. Zwei Wochen lang führten Forscher im Viva Forschungspark in Wopfing/Wien spezielle Messungen der Raumluftfeuchte durch. Dabei wurden alle Häuser je nach Jahreszeit drei Mal pro Tag befeuchtet (je 110 g Wasser) und zwei bis drei Mal pro Tag belüftet (je 30 m³ für 1,5 Stunden). Die Ergebnisse der Messungen zeigten eindeutig: Mineralische, diffussionsoffene Innenbeschichtungen haben einen spürbaren Feuchtepuffereffekt und sorgen für ein ausgewogeneres Raumklima.

Feuchteausgleich auf Beton

Beton ist einer der gängigsten Baustoffe im Wohnbau. Doch die Feuchtepufferfähigkeit von Beton ist im Vergleich zu anderen Baustoffen gering. Bereits mit einer dünnen Schicht von 1,5 bis 2 cm verbessern Kalk-/Kalkzement-Innenputze das Raumklima markant.

Im Zusammenhang mit der Feuchtpufferung von Kalk-Innenputz auf Beton wurde in weiterführenden Laborversuchen die Feuchtesorption in Abhängigkeit der Schichtstärke getestet. Dabei wurden die Schichtstärken von 0,5 cm bis 2,0 cm auf Betonprüfkörper untersucht. Das Ergebnis: Mit zunehmender Schichtstärke zeigte sich eine deutliche Verbesserung der Feuchtesorption. Interessant war, dass während eines Zeitraums von zwei Stunden die Feuchteaufnahmekapazität bei 1,5 cm Schichtstärke ihr Optimum erreichte und es bei stärken Schichten (z. B. 2 cm) zu keiner weiteren wesentlichen Verbesserung der Feuchtesorption kam.

Faktoren, die Raumluft beeinflussen, sind physikalische und chemische: Starke Schwankungen der Luftfeuchtigkeit und der Temperatur, Luftströmungen und erhöhte Feinstaubbelastungen können zur Schädigung der Atemwege und Beeinträchtigung der Lungenfunktion führen. Lösemittel, Formaldehyd, CO2, VOC können aus Möbeln, Fußbodenlacken oder Wohntextilien emittieren. VOCs sind flüchtige organische Verbindungen (volatile organic compound) in z. B. Lösungsmitteln, Farben, Lacken oder Klebern.

Emissionsgeprüft

Im Bereich der Ausbaugewerke wie Fußbodenbeläge, Wohntextilien, Innenputze, Trockenbau, Innendämmungen, Wandbeschichtungen, Dachflächenfenster und viele mehr, gibt es seit einigen Jahren Produkte und auch Systeme, welche die herstellende Industrie auf freiwilliger Basis nach strengen Emissionskriterien hat prüfen lassen, da für diese Baustoffe Prüfmethoden, wie z. B. der Prüfkammertests nach der prEN 16516:2015–05, machbar sind.

Namhafte akkreditierte Prüfinstitute, wie das eco-Institut, der TÜV, u.a. übernehmen die aufwändigen und strengen Prüfungen. Das eco-Institut, der TÜV, Natureplus und auch der Blaue Engel vergeben nach bestandener Prüfung Zertifikate für schadstoffarme/-freie/-geprüfte Bauprodukte.

Gestaltungsspielräume

Kalkputzen werden raumklimaverbessernde Eigenschaften zugeschrieben. Dies hat moderne Kalkputze die letzten Jahre zum klassischen Innenputz werden lassen. Aufgrund der Nachfrage wurde in den letzten 20 Jahren ein fein nuanciertes, breit gefächertes Kalkputzprogramm erarbeitet, um nahezu alle Gestaltungswünsche zu ermöglichen. Zementfreie Kalkputze, Kalk-Maschinenputze, Kalk-Fein- und Handputze, „KalkMarmorspachtel“ und Kalk-Edelputze sowie pastöse einfärbbare Kalk-Endbeschichtungen bringen gleichzeitig Verarbeiter- und Bauherrenwünsche in Einklang.

Für Architekten und Bauherren spielt variable Gestaltbarkeit eine entscheidende Rolle, während es Fachhandwerkern um Planbar-/Kalkulierbarkeit und Sicherheit sowie Effizienz bei der Ausführung geht. „MarmorSpachtel“ und „KalkGlätte“ ermöglichen matte oder glänzend erscheinende Oberflächen mit hoher repräsentativer Wirkung. Die richtige Auswahl des geeigneten Kalkputzes ist eine Frage der Materialkenntnis und des behutsamen Vereinens alter und neuer Handwerkskunst und moderner detaillierter Planung.

Fein gefilzte oder mit der Kelle fein strukturierte Oberflächen geben den Räumen eine zwischen Tradition und Moderne fein ausbalancierte harmonische Ausstrahlung. Kalkputz – seit Hunderten von Jahren bewährt, ist heute aktueller denn je. Denn Kalkputz kommt heute in sehr zeitgemäßer Form daher. Ein weiterer Grund für die Beliebtheit von Kalkputz ist die effiziente und nutzerfreundliche Verarbeitbarkeit als Maschinenputz. „KlimaKalkputze“ sind angepasst an die heute mehrheitlich verwendeten Leichtmauerwerke.

Kreativ verarbeitet werden Kalkputze zu fugenlos schönen Oberflächen. Individueller Geschmack und Trends aus Mode und Kunst geben hier ständig neue Impulse. „KalkGlätte“ und Spachtel ermöglichen in diesem und im modernen Kontext zeitgemäße glatte Oberflächen.


Geprüft schadstofffrei

Bauherren fragen häufig nach Schadstoff-Freiheit und entsprechenden Zertifikaten und Prüfberichten. Anforderungen aus Gebäudelabeln spielen eine immer größer werdende Rolle. Die eco-zertifizierten KlimaKalkputze sind speziell konzipiert als moderne Kalkputze für zeitgemäßes Bauen und Umsetzen eines wohngesunden Innenraumklimas.


Mehr zum Thema

  • Forschen für gesundes Wohnen

www.hier.pro/viva-forschungspark-baumit



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