Sanierung der Hauptverwaltung der Stadtwerke Karlsruhe

Energieschub gen Zukunft

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Im Zuge einer umfassenden energetischen Sanierung der Hauptverwaltung der Stadtwerke Karlsruhe gestalteten Scope Architekten eine zukunftsfähige Büroarbeitswelt. Sowohl für die Konzeption und Organisation der notwendigen Interimslösung als auch für die transparenten Raumlösungen mit gebogenen Verglasungen und Ganzglastüren kam alles aus einer Hand, ebenso die Möblierung der Kommunikationsbereiche in den Büroflächen.

Anforderung:

Zukunftsfähige offene Bürolandschaft mit Rückzugszonen. Designsprache spiegelt Unternehmenswerte.

Lösung:

Systemtrennwände aus Glas mit Ganzglastüren für maximale Transparenz.


Heike Blödorn | be

Der bereits 1977 von der Werkgemeinschaft Karlsruhe als offene Bürolandschaft konzipierte Bau 10 wurde nun nach 40 Jahren von Scope Architekten für die Zukunft gerüstet. Zusätzlich erhielt das Raumprogramm einen ergänzenden Dachaufbau mit Konferenz- und Speisesaal. Um die umfangreichen Sanierungsmaßnahmen zu ermöglichen, zogen die 500 Mitarbeiter während der Bauphase bis zur Wiedereröffnung im Spätsommer 2017 mit ihrem Mobiliar in eine Interimsfläche. Vorangegangen war ein von feco-feederle geführter Prozess, in dem die Bestandsmöbel dokumentiert und für die Zwischenlösung in der Belegungsplanung berücksichtigt wurden. Die Umzugskoordination umfasste das Inventar, angefangen von Schreibtischen und Bürodrehstühlen bin hin zu Telefonen und Papierkörben. Das Planungsbüro Seifert koordinierte auf dieser Grundlage anschließend den Umzug. Alles wurde personalisiert beschriftet und über vier Wochenenden während des laufenden Betriebs umgezogen.

Offen mit Rückzugsmöglichkeiten

Der Besiedelungsplanung für die Hauptverwaltung war eine Studie des Fraunhofer IAO vorausgegangen. Scope Architekten plante eine kommunikative, offene Bürolandschaft mit Rückzugs- und Besprechungsraumzonen in der Nähe der Arbeitsplätze. In moderierten Workshops wurden die Mitarbeiter in die Überlegungen einbezogen.

Rundgänge auf der Baustelle vermittelten eine Vorstellung des zukünftigen Arbeitsplatzes. Eine begleitende Moderation bildete Vertrauen bei den durch das Provisorium strapazierten Mitarbeitern und banden sie nicht zuletzt auch während der Übergangslösung ans Unternehmen.

Bei der Ausschreibung für die Hauptverwaltung im Herbst 2016 konnte feco-feederle die Möblierung der Besprechungs- und Konferenzräume sowie der Kommunikations-, Lounge- und Wartebereiche und für das Casino für sich entscheiden. Außerdem erhielt das Unternehmen den Auftrag für die Systemtrennwände inklusive Ganzglastüren, da sich die ständerlose Nurglaskonstruktion dazu anbot, die architektonischen Vorstellungen einer maximalen Transparenz umzusetzen.

Ansprechende Arbeitsatmosphäre

Für die individuellen Schreinerarbeiten wurde der Innenausbauspezialist Westermann beauftragt. Gemeinsam verwirklichten feco-feederle und Westermann die von Scope Architekten entwickelte kommunikative Arbeitswelt. Gedeckte Blautöne und Holzoberflächen in schlichter Eiche akzentuieren die weißen Flächen. Akustisch wirksame Deckensegel mit einem Netz aus Linienleuchten nehmen gestalterisch die polygonale Gebäudestruktur auf. Es entstand eine freundliche, ruhige Arbeitsatmosphäre. Vier Büroetagen bieten offene Teamarbeitsflächen, denen Raumzonen für Kommunikation und Konzentration zugeordnet sind. Diese lassen mit ihren gerundeten Glaswänden den Raum um sich fließen und dadurch spannende Raumsituationen entstehen. Auch dienen sie der Zonierung und Leitung der Personenströme.

Ausdrucksstark gestaltete Glaswände mit Ganzglastüren

Die Flurwände der Arbeitsinseln sind mit Gipskartonwänden im Wechsel mit Glaswänden gestaltet. Dabei wird die Nurglaskonstruktion fecoplan nur an Boden und Decke durch weiße, im RAL Farbton 9016 pulverbeschichtete Profile gehalten und vermittelt dadurch maximale Transparenz.

Auch die raumhohen Ganzglastüren mit zargenintegrierten 10 cm breiten Technik-Türseitenteilen unterstreichen diese Anmutung. Die bodengeführten filigranen Glas-Schiebetüren sind schalldämmend ausgeführt. Schmale vertikale Aluminiumaufsteckprofile nehmen seitlich Gummilippendichtungen zur Unterbrechung des direkten Schalldurchgangs auf. Die untere Kante des mit Bodenrollen gleitenden Schiebeglastürblatts dichtet mit einer Filzauflage zur Edelstahlbodenführungsschiene ab. Oben ist die Führungsschiene mit einer Bürstendichtung schallgedämmt. Die zu Raumgruppen versammelten Optionen für Kommunikation und Konzentration sind mit den gebogenen Glaswänden ausdrucksstark gestaltet.

Loungebereiche in den Bürogeschossen fördern die Kreativität und den Austausch der Mitarbeiter und sind daher in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Teamarbeitsflächen verortet.

Dachaufbau aus Metall

Für die Geschäftsführung setzten Scope Architekten einen repräsentativen Konferenz- sowie Veranstaltungsraum als dynamischen Baukörper auf das Dach und strukturierten die silbern gefaltete Außenhülle mit Lamellen. Erschlossen wird der Dachaufbau, der mit einer Satellitenküche auch für die Bewirtung genutzt werden kann, mit einer skulpturalen Freitreppe. Das für 280 Gäste konzipierte Casino im Untergeschoss bietet mit großen Tafeln in der Raummitte aus massiven Eichetischplatten und Stühlen im skandinavischen Design ein modernes, behagliches Ambiente, ergänzt von gefliesten Stehtischen.


Bauherr und Nutzer: Stadtwerke Karlsruhe GmbH, Karlsruhe

Architekten: SCOPE Architekten GmbH,
Stuttgart
www.scopeoffice.de

Team: Oliver Kettenhofen, Mike Herud,
Mike Müller, Kathrin Lewald, Lena Götze,
Jerzy Wianecki, Sebastian Zaune,
Sophia Zouros

Innenausbau: Karl Westermann GmbH & Co.KG, Denkendorf

Umzugskoordination: Planungsbüro Carsten Seifert, Birkenheide


Scope Architekten: „Im Zuge der energetischen Sanierung werden mit dem neuen Innenraum- und Arbeitsplatzkonzept auch bei den Mitarbeitern neue Energien mobilisiert. Die Stadtwerke positionieren sich so mit ihrer zukunftsweisenden Arbeitswelt als attraktiver Arbeitgeber im Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte.“


Beispielhaftes Bauen

Zusammen mit der Stadt Karlsruhe hat die Architektenkammer Baden-Württemberg das Verfahren „Beispielhaftes Bauen Stadt Karlsruhe“ ausgelobt. Ziel ist es, beispielhafte Architektur im konkreten Lebenszusammenhang aufzuspüren und Architekten sowie Bauherren für ihr gemeinsames Engagement auszuzeichnen. Von 104 im Jahr 2018 eingereichten Projekten erhielt die energetische Sanierung der Stadtwerke Karlsruhe eine Auszeichnung.


Mehr zum Thema

  • bba-Fachbeitrag Scope Architekten

www.hier.pro/bba0617Scope_SAP

  • Forschungsprojekt Fraunhofer-Institut „Office21“

www.hier.pro/office21de



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