Neubau einer Schulmensa in Birstein

Inspirierend schalldämmend

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Für siebzig Schüler aus drei Schulen wurde eine neue Mensa gebaut, die auch als Veranstaltungsraum genutzt wird. Bei der Deckenwahl wurde auf deren optische und akustische Wirkung geachtet. Wolkenformationen mit Lamellenstruktur fungieren als wohldosierte Schallschlucker in einer von Geschirrklappern und Stimmen geprägten Lärmkulisse.

Anforderung:

Raumakustik mit gutem Gesprächsverständnis ohne Nachhall hochfrequenter Geräusche

Lösung:

Deckenelemente mit Lamellenstruktur: Absorptionswert: 0,65 (αw und NRC)


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Mit rund 380 Schülern ist die Haupt- und Realschule Birstein die einzige Sekundarstufe-I-Schule in der Großgemeinde Birstein. Deshalb wurde vom zuständigen Kreisausschuss der Bau einer Mensa für die beiden Schulzweige sowie der Haidefeldschule Birstein-Hettersroth beschlossen. Der neue Speisesaal sollte Platz für insgesamt siebzig Schüler bieten und außerdem als möglicher Veranstaltungsraum genutzt werden können.

Bereits in der Planungsphase hatte sich das Architektenbüro HKR aus Gelnhausen an das Beratungsteam Owa Consult gewandt. In diesem Zuge entschied sich HKR für das Deckensystem „Cloud“. Die mit dem Innenausbau beauftragte Gelnhausener Bauunternehmung Hummel nahm die kreativen Deckenelemente in ihr Angebot zur Ausführung der Deckengestaltung auf.

Deckenelemente mit Akustik

Das ausgewählte System erfüllte das Anforderungsprofil der Ausschreibung, weil es gleich mehrere Vorteile vereint. So hatte HKR die Inneneinrichtung nach Motiven rund um das Schwerpunktthema „Meer“ konzipiert. Die aufgefächerten Wolkenformationen „Cloud“ passen in dieses Konzept. Sie bilden zusammen mit den Wandmotiven nicht nur eine inhaltlich geschlossene Konzeption, sondern steigern auch das subjektive Wohlfühlklima im Raum. Zudem bietet „Cloud“ eine kombinierte Lichtgestaltung: Die in der Höhe versetzbaren und sich gegenseitig durchdringenden Lamellen können in Verbindung mit Leuchten eine Vielzahl unterschiedlicher Lichteffekte für ein lebendiges Deckenbild erzielen.

Wesentliche Anforderung bei der Auswahl der Deckenelemente war deren akustisches Verhalten. Eine Räumlichkeit, die zu Stoßzeiten mit siebzig Schülern besetzt ist, muss mit besonderem Fokus auf die Raumakustik geplant werden. Entsprechend früh bezog das Architektenbüro HKR diesen Aspekt in die Raumplanung mit ein; die absorbierende Wirkung von Deckenelementen war ein zentraler Faktor.

Mit Blick auf die spätere Nutzung hatte sich HKR allerdings nicht allein auf das Absorptionsverhalten zusätzlicher Deckenelemente konzentriert. So wurde die bestehende Holzdecke mit Querbalkenprofil durch ein weiteres akustisches, ganz in Schwarz gehaltenes Deckensystem ergänzt. Eine durchgängige Basisabsorption war daher bereits vorhanden. Wie komplex eine Verbesserung der Akustik in Fällen wie diesem ausfallen kann, zeigen die unterschiedlichen, teils gegenläufigen Anforderungen. So ist der durchgängig hohe Geräuschpegel auf die Mahlzeiten-Einnahme der Schüler zurückzuführen, aber eben auch auf die Nutzung als Kommunikationsforum. Entsprechend sollten Gespräche in einem Radius von wenigen Metern Entfernung gut und klar verständlich sein. Anders sieht es hingegen bei „hochfrequenten“ Geräuschen aus, die vor allem durch klirrendes Geschirr und Besteck erzeugt werden: Hier galt es den Nachhall so weit wie möglich zu dämpfen. Ziel der Akustikplanung war es folglich, den Nachhall hochfrequenter Geräusche bestmöglich zu verkürzen, den der Gespräche aber auf den Punkt hin zu optimieren.

Funktionelle Wolken

Die unterschiedlichen technischen und ästhetischen Anforderungen fanden in den Deckenelementen „Cloud“ ihre Entsprechung. Schlicht, formschön und äußerst funktional, folgen sie mit ihrer Lamellenstruktur den gestalterischen Vorgaben der Architekten. Mit ihrer akustischen Wirksamkeit führen die insgesamt 47 an der Decke installierten Cloud-Elemente konsequent fort, was die Architekten mit der Holzbauweise und weiteren akustischen Deckensystemen zur Optimierung der Raumakustik als Basispaket vorgesehen hatten. Beim Aufbau der insgesamt rund 300 m² umfassenden Deckenfläche nahm die Montage gerade einmal zwei Wochen in Anspruch.


Bauvorhaben: Schulmensa, Birstein

Bauherr: Main-Kinzig-Kreis

Architekt: HKR Architekten GmbH, Gelnhausen
www.hkr-architekten.de


Mit Absorptionswerten von 0,65 (αw und NRC*) fungieren die Deckenelemente als wohldosierte Schallschlucker; ihre akustisch relevante Fläche von 1,30 x 1,30 m wird durch die vertikale Lamellenstruktur noch erweitert.

*Der NRC-Wert (Noise Reduction Coefficient) bezeichnet den mittleren Schallabsorptionsgrad im Bereich zwischen 250 und 2 000 Hz.



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