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Brillante Akustik herausgekitzelt

Neubau eines Mehrzweck-Kulturgebäudes in Hof
Brillante Akustik herausgekitzelt

Ein Kulturhaus in Hof bei Salzburg mutet zunächst wie ein schickes Vier Sterne-Hotel an. Neben der Optik hat die Musikhalle aber auch noch eine gute Akustik zu bieten – dank einer schwarzen Deckenlösung, die harte Materialien ausgleicht.

Das neue Konzert- und Veranstaltungsgebäude in Hof beheimatet eine von insgesamt 18 Zweigstellen der Musikschule Musikum Salzburg bei einem Einzugsgebiet von zehn Gemeinden. K.U.L..T. steht für Kunst, Unterricht, Literatur und Theater. Mit dem Mehrzweck-Kulturgebäude beauftragten die Gemeinden das Architekturbüro Harrer.

Etwa 600 Schüler werden seit dem Frühjahr 2013 im Musikum unterrichtet. Das K.U.L.T. umfasst zehn Unterrichtsräume, ebenso viele Übungsräume, drei Ensembleräume und den 350 m² großen Konzertsaal. Damit steht Hof nun erstmalig ein modernes Kultur- und Musikzentrum zur Verfügung. Architekt Peter Harrer: „Kultur findet hier bei uns sonst eher im Bierzelt statt. Jetzt haben wir die Ausstattung für höchstes kulturelles Niveau. Sei es unsere Trachtengruppe, die Aufführung vom Phantom der Oper oder Jazzkonzerte – mit dem neuen Kulturzentrum bringen wir die große Kultur endlich auch nach Hof. Im Einzugsgebiet des Musikum ist das Interesse an Musik traditionell besonders groß“.
Schallhart und absorbierend
Die minimalistisch gehaltene Architektur sticht aus Landschaft und traditionell ländlichen Bebauung hervor. Der moderne Stil der Fassade setzt sich im Innern fort. Metallisch anmutende Wände in changierenden Farben, bunte Sitzgelegenheiten im Oberfoyer und dazu ein grauer, schieferähnlicher Bodenbelag.
„Unser Haus der Musik wird hauptsächlich als Musikschule genutzt,“ erklärt Harrer. „Wir haben einen kühlen und modernen Ansatz für die Innenarchitektur gewählt und auf harte Materialien gesetzt. Diese reflektieren den Schall aber stark, daher brauchten wir dringend eine verlässliche Akustiklösung. Und das nicht nur in den Foyers. In allen Räumen war die Akustik, neben der Optik natürlich, das maßgebliche Kriterium. Schließlich müssen die Instrumente unserer Schüler auch vernünftig klingen. Mit den Akustiklösungen von Knauf AMF konnten wir diese Herausforderung erfolgreich meistern. Die einzelnen Proberäume sind akustisch auf die jeweiligen Instrumente abgestimmt, die in ihnen erlernt werden sollen. Dafür mussten wir die vorgegebenen Nachhallzeiten für jedes einzelne Musikinstrument einhalten. Große, schwere Instrumente brauchen eine trockene Raumakustik. Filigrane eine ganz andere. Das haben uns erst die Akustikdecken von Knauf AMF aus der Thermatex Acoustic Range ermöglicht.“
„Der Konzertsaal ist besonders gelungen“, zeigt sich Architekt Harrer stolz. „Bei der Planung haben wir großen Wert darauf gelegt, ihn möglichst puristisch zu halten. Ich wollte einen großen, schwarzen Kubus. Der Saal sollte nicht mit schräg aufgestellten Reflektoren und Absorbern verschandelt werden. Einfache, klare Formen sollen die Aufmerksamkeit der Besucher auf die Aufführungen lenken, nicht auf eine unnötig verschnörkelte Architektur.“
Der Konzertsaal ist mit dunklem Parkett, mit Metallgewebe verkleideten Wänden und State of the Art-Bühnentechnik ausgestattet. Mit einfahrbarer Bestuhlung auf der Schiebetribüne und höhenverstellbarer Bühne ist der Saal auch für größere Tanzveranstaltungen und Filmaufführungen verwendbar. „Es war bei den vielfältigen Vorgaben für die multifunktionale Nutzung nicht einfach, die jetzige brillante Akustik herauszukitzeln. Dass unsere Halle nun so genial klingt, verdanken wir ausschließlich der Decke. Damit konnten wir den Saal optimal einstellen. Kürzlich hatten wir einen ganz begeisterten Tontechniker da. Die akustischen Proportionen des Raumes seien grandios, sagte der. Besonders bei leichten, leisen Instrumenten, beispielsweise der Querflöte. Diese hört man sogar dann noch, wenn das ganze Orchester kraftvoll aufspielt. Der Trick liegt in der Kombination Thermatex Alpha und Thermatex Acoustic RL. Damit schaffen wir absorbierende und reflektierende Zonen. Das akustische Highlight bei diesem Projekt, das den wundervollen Klang im Konzertsaal möglich macht.“
Die Akustiklösung bot Harrer noch einen weiteren Vorteil. „Ich wollte unbedingt eine schwarze Decke. Nichts darf von der Aufführung ablenken. Knauf AMF hat Thermatex Alpha in Schwarz in seinem Standardportfolio. Zudem haben uns die hervorragenden technischen Eigenschaften dieser Akustikplatten die Entscheidung erfreulich leicht gemacht“, erinnert sich der Planer. „Bei der vliesbeschichteten Akustikplatte Thermatex handelt es sich eben um eine bewährte und geprüfte Lösung. Das merkt man direkt. Der Einsatz der Knauf AMF Produkte ist stimmig mit allen unseren Vorgaben. Außerdem ist das Preis-/Leistungsverhältnis phänomenal.“
Integrierte Licht-Lösung
Am Konzept für die Gestaltung der Foyers hat Harrer hart gearbeitet. „Wir haben versucht, den Klang auch optisch einzubinden“, erklärt Harrer die Idee. „Den changierenden Farben der Wände im Innenraum der beiden Foyers mussten wir eine besondere Lichtgebung hinzufügen. Die Reflexionen der Deckenbeleuchtung sollten auch an die Wand, wie Streiflichter, ein buntes Mikado. Die Beleuchtungstechnik diagonal anzubringen, hätte aber zu viel Unruhe in die Foyers gebracht. Daher entschieden wir uns, die Lichter nicht ganz so streng und geordnet zu setzen wie im Konzertsaal. Die Leuchtstoff-Lösung ließ sich perfekt in die Knauf AMF Produkte integrieren. Unser Trockenbauer hat da ganze Arbeit geleistet.“
Architekt: Peter Harrer, Harrer Architekten, Hof, Österreich
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