Extrem gleichmäßiger Bodenaufbau bei Kernsanierung eines Universitätsspitals in Basel

Mit chirurgischer Präzision

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Um auch in Zukunft die Bedürfnisse eines modernen OP-Betriebs erfüllen zu können, wurde der in die Jahre gekommene Operationstrakt Ost des Universitätsspitals Basel aufwendig saniert und erweitert. Höchste Präzision war beim Bodenaufbau gefragt: Die Ausgleichsschicht unter dem Belag durfte keinerlei Unebenheiten aufweisen, um die hoch empfindlichen, selbstfahrenden Geräte nicht zu beeinträchtigen.

Anforderung:

Realisierung eines extrem gleichmäßigen Bodens auf ungleichmäßigem Grund innerhalb eines engen Zeitrahmens

Lösung:

Epoxidharzgrundierung (in unterschiedlichen Verfahren aufgetragen), Nivelliermasse, leitfähiger Dispersionsklebstoff


Das Universitätsspital Basel gehört zu den führenden medizinischen Zentren der Schweiz mit hohem, international anerkanntem Standard. Der Bereich Chirurgie verfügt über acht Bettenstationen mit insgesamt 259 Betten, die von allen Fachdisziplinen genutzt werden. Im vergangenen Jahr wurde massiv in den Chirurgietrakt investiert – u.a. in eine intelligente Infrastruktur, automatisierte Roboteranlagen sowie weitere Hightech-Anlagen. Außerdem wurde das gesamte Gebäude vollständig bis auf die Betondecken und -wände entkernt. Die Bodenfläche, die Thomas Muffler, Bauleiter der Sarbo AG, im Zuge der Komplettsanierung bearbeiten sollte, betrug etwa 6 500 m2 über fünf Stockwerke hinweg. Die Arbeiten mussten nicht nur in einem engen Zeitrahmen abgeschlossen werden, sondern auch mit höchster Präzision erfolgen, da die neu angeschafften, hochempfindlichen Geräte nicht die kleinste Unebenheit verzeihen.

Untergrundvorbereitung: Fräsen

Die Rohbetondecke des vollständig entkernten Gebäudes wurde zunächst bauseits mit einem Verbundestrich versehen. Ursprünglich war darauf eine Standardspachtelung von 3 mm vorgesehen. Dies konnte jedoch aufgrund von Mängeln am Untergrund nicht umgesetzt werden. „Der Verbundbeton wurde in allen Stockwerken in einer unrichtigen Höhenlage eingebaut“, erinnert sich Thomas Trapmann, Fachberater bei Uzin. Dies führte zu umfangreicher zusätzlicher Arbeit für die Bodenleger. „Wir mussten zunächst den Unterboden großflächig abfräsen.“ Insbesondere im Bereich der OP-Tischsockel und anderer in den Unterboden eingebauten Metallschienen wurde der Estrich so auf die exakte Höhe gebracht.

Untergrundvorbereitung: Grundieren

Die durchgeführte Darr-Messung ergab 4,00 M-% Restfeuchte im Estrich. Darum wurde auf die kugelgestrahlte Verbundestrichdecke eine Dampfbremse aufgetragen. Für die Dampfbremse wurde die 2-K Epoxi-Dichtgrundierung „Uzin PE 460“ appliziert. In Bereichen mit einer Spachtelmassendicke bis 10 mm wurde die Grundierung mittels TKB-Zahnspachtel B2 aufgetragen und mit einer Rolle verschlichtet. Nach Aushärtung über Nacht wurde als Haftvermittler für nachfolgende Spachtelarbeiten die Dispersionsgrundierung „Uzin PE 280“ aufgetragen. Aufgrund der sehr kurzen Trocknungszeit konnte bereits nach 60 min mit den Spachtelarbeiten begonnen werden. In Teilbereichen zeigte sich jedoch, dass ein Höhenausgleich von bis zu 10 mm bei weitem nicht ausreichen würde. Dort wurde Uzin PE 460 in zwei Arbeitsgängen aufgerollt. Um eine Anhaftung der Nivelliermasse zu gewährleisten, musste die zweite Epoxi-Schicht mit „Uzin Perlsand“ im Überschuss abgestreut werden.

Nicht nur die hohe Schichtdicke stellte das Verlegeteam vor Herausforderungen. „Aufgrund des Zeitdrucks und der hohen Schichtdicken war es wichtig, dass die Spachtelmasse zuverlässig trocknet, damit wir den verkürzten Zeitplan einhalten können“, so Muffler. Zum Einsatz kam deshalb die Premium-Nivelliermasse „Uzin NC 170 Level Star neu“. Aufgrund einer neuartigen, reaktiven Bindemittelkombination und einer innovativen Additivierung ist diese auch in hohen Schichtdicken innerhalb kürzester Zeit belegreif.

Leitfähiger elastischer Bodenbelag

Da in Operationssälen elektrostatische Entladungen eine große Gefahr für die empfindlichen elektronischen Geräte bergen, musste der Bodenbelag so verlegt werden, dass elektrostatische Entladungen ausgeschlossen sind. Der Bodenbelag wurde daher mit dem leitfähigen Dispersionsklebstoff „Uzin KE 2000 SL“ verklebt und schließlich mit dem „Uzin Kupferleitband“ geerdet.


Bauherr: Universitätsspital Basel, vertreten durch das Hochbauamt Basel-Stadt

Architekten (Gesamtleitung): Steigerconcept AG, Zürich
www.steigerconcept.ch

Architekten (Fassade): Schneider & Schneider Architekten ETH BSA SIA AG, Aarau
www.schneiderschneider.ch

Bodenarbeiten: Sarbo AG, Basel

Bodenfläche: 6 500 m2


Thomas Muffler, Bauleiter Sarbo AG: „Aufgrund des Zeitdrucks und der hohen Schichtdicken war es wichtig, dass die Spachtelmasse zuverlässig trocknet, damit wir den verkürzten Zeitplan einhalten können.“


Grundierung

Untergründe sind grundsätzlich zu grundieren.

Spachtelmassen, die keine Grundierung benötigen, müssen vom Hersteller besonders ausgewiesen sein.

Grundierungen dienen …

  • der Verminderung der Saugfähigkeit,
  • der Bindung restlicher Staubmengen,
  • dem Schutz des Untergrundes gegen Feuchtigkeit aus der Spachtelmasse,
  • der Verbesserung der Benetzbarkeit,
  • als Haftbrücke, speziell auf dichten und/oder glatten Flächen,
  • der Erhöhung der Verbundfestigkeit,
  • der Absperrung des Untergrundes bei erhöhter Restfeuchtigkeit im Untergrund.

Quelle: TKB-Merkblatt 9. Technische Beschreibung und Verarbeitung von Bodenspachtelmassen.



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