Umbau eines Trockendocks zum Schiffahrtsmuseum in Helsingor

Vom Wasser bestimmt

Der Neubau für das Museum wurde nicht um das alte Trockendeck herum gebaut, sondern unter die Wasseroberfläche. So bleibt es fast unsichtbar und der Blick auf das legendäre Schloss erhalten. Sämtliche Bekleidungen der Seitenwände und Innendecken sowie Treppen erfolgte in hochwertigem klarlackiertem Farbaluminium.

Königin Margarethe die Zweite eröffnete im Oktober 2013 das neue Nationale Schifffahrtsmuseum Dänemarks in Helsingør, in der Nähe von Kopenhagen. Es liegt in direkter Nähe zu dem historischen Schloss Kronborg, dem Weltkulturerbe, bekannt aus Shakespeares Hamlet. Die spektakuläre Architektur sowie die unterirdische Platzierung in einem historischen Trockendock machen das Gebäude nicht nur von innen, sondern auch von außen für die Besucher zu einem einzigartigen Abenteuer.

Das innovative Design stammt von der Architektengruppe BIG. Statt das Museum einfach um das 150 m lange und 25 m breite Trockendock herum zu bauen, setzte das Team um Architekt Bjarke Ingels seinen Entwurf 8 m unter der Wasseroberfläche in die Seiten des 60 Jahre alten Trockendocks hinein.
Die frei gebliebenen offenen und begehbaren Bereiche des ursprünglichen Docks bilden das Kernstück des Ensembles um das sich die in den Flanken eingebrachte Ausstellung windet. Die an Schiffsdecks erinnernden Brücken verlaufen als Querverbindungen zwischen den zwei Längsseiten der alten Anlage und geben den Blick auf die in ihrem ursprünglichen Zustand belassenen Betonwände des Trockendocks frei. Durch ihre schrägen Anordnungen dienen die Brücken den Besuchern als Abkürzungen zu den verschiedenen Teilen der Ausstellung. In Verbindung mit dem spitz zulaufenden Trockendock verstärken sie den maritimen, nostalgischen Charakter und erwecken für den Besucher den Eindruck, sich an Bord eines Schiffs zu befinden.
Dieser international Aufsehen erregende Entwurf überzeugte schließlich auch die Wettbewerbsjury und setzte sich gegen die Entwürfe der anderen Wettbewerbsteilnehmer durch. Architekt Bjarke Ingels erklärt, dass das Museum durch die Einbindung in das Trockendock komplett unsichtbar ist und somit der freie Blick auf das majestätische Schloss Hamlets erhalten bleibt. Dennoch gelingt es, dank des schlüssigen Gesamtkonzeptes, eine große Anziehungskraft für Museumsbesucher herzustellen.
Metalloberflächen
Die Umsetzung dieses anspruchsvollen Bauvorhabens wurde durch den Einsatz qualitativ hochwertiger Materialien möglich. Für die gesamten Bekleidungen von Seitenwänden und Innendecken sowie die Treppen, die hinunter in das Dock führen, entschied sich der Architekt für Novelis Farbaluminium ff2. Die Rampen sowie die Brücke, welche eine gerade Zufahrt zum Schloss ermöglicht, wurden mit ff3, Farbaluminium in 3 mm Stärke, bekleidet.
Um den maritimen Eindruck zu verstärken wurde eine Oberfläche aus abwitterndem Klarlack gewählt. Der Klarlack schützt die Aluminiumoberfläche während der Bearbeitung und Montage vor Verschmutzungen und verwittert durch UV-Einstrahlung innerhalb von ca. zwölf Monaten. Die streifige Struktur der magnesiumhaltigen Aluminiumlegierung bleibt sichtbar und verleiht den Metallflächen des Gebäudes eine lebendige Optik.
Novelis ff2 und ff3 Aluminium wurde speziell für Fassadenanwendungen entwickelt. Ihre sehr gute Verarbeitbarkeit, mechanische Eigenschaften und die Korrosionsbeständigkeit haben sich bei anspruchsvollen Architekturprojekten bewährt.
Bei der Vergabe der „Building oft the Year 2014“ Awards hat die Online-Redaktion ArchDaily das Maritime Museum von Dänemark als Sieger in der Kategorie „Cultural Architecture“ ausgezeichnet.
Architekten: BIG, Dänemark

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