Neubau eines Forschungszentrums in Garching

Raffiniert gestapelt

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Eins von sechs Innovationszentren weltweit betreibt General Electric Global Research bei München. Ein Neubau in Stahlbeton-Verbundbauweise erweitert hier seit 2016 den Bestand. Große Glasflächen, auskragende Kuben und unterschiedliche Geschosshöhen prägen den Bau. Einen optischen Zusammenhalt und Rahmen bilden umlaufende Alugeschossbänder.

Der internationale Großkonzern General Electric (GE Global Research) unterhält Innovationszentren an Standorten auf der ganzen Welt: USA, China, Indien, Brasilien und in Europa. Das Hauptquartier des Europäischen Forschungszentrums befindet sich in Garching bei München. Hier diente bislang ein Bestandsbau mit 12 000 m² den Mitarbeitern als Forschungsbasis für ein breites Themenspektrum von u. a. erneuerbaren Energien und Energiesystemen über Turbomaschinen bis zu bildgebenden Verfahren für die medizinische Diagnostik.

Zur Erweiterung des Standorts schrieb der Bauherr GE Global Research einen Wettbewerb für ein zusätzliches Gebäude aus. Als Sieger gingen 2011 OSA Ochs Schmidhuber Architekten hervor. Nach zweijähriger Bauzeit wurde 2016 das neue Hauptgebäude eröffnet mit einer Nettogeschossfläche von gut 10 000 m². Es entstand in Garching so auf insgesamt 22 000 m² Platz für Forschung und Wissenschaft. Der Neubau beherbergt neben zahlreichen Arbeitsplätzen für Mitarbeiter aus der ganzen Welt auch ein Konferenzzentrum und eine Kantine. Der Neubau bildet das neue Hauptgebäude und ist durch eine Brücke mit dem Bestand verbunden.
Wie ein rahmendes Band
Auf einem annähernd achtförmigen, eckigen Grundriss erhebt sich das in Stahlbeton-Verbundbauweise errichtete Gebäude. Durch die Grundform werden ebenerdig zwei helle Innenhöfe ausgebildet. Auf die Fläche schichten sich in verschiedenen Höhen Kuben und Quader, die gegeneinander versetzt und verschoben sind. So entstehen nach allen Richtungen Auskragungen, Vor- und Rücksprünge. Durch einen besonders weit auskragenden Quader wird an einer Stelle über dem Erdgeschoss ein Vordach ausgebildet und so der neue Haupteingang markiert. Optischen Zusammenhalt der horizontal gegliederten Fassade gewähren dem Gebäude umlaufende Geschossbänder aus Aluminiumelementen von Pazdera.
Die Aluminiumelemente bilden gleichsam einen Rahmen um den Baukörper.
Nicht nur Metall, sondern auch viel Glas prägt das Gebäudeäußere. Die Pfosten-Riegel-Fassade bietet viel Gestaltungsfreiheit und eine filigrane Gesamtansicht. Die Wahl fiel auf das Pfosten-Riegel-System Wictec 60 von Wicona. In das Fassadensystem eingesetzt sind Überschlagsflügel der Serie Wicline 75 mit Wicstar Beschlagsnut. Die beiden Systeme Wictec und Wicline ermöglichen eine präzise Abstimmung der Wärmedämmung.
Transparenz und Wärmeschutz
Um die Sonneneinstrahlung in das durch großzügig geplante Öffnungen charakterisierte Gebäude und das Raumklima regulieren zu können, war ein entsprechender Schutz einzuplanen. Nicht nur bedarfsgerechte Beschattung und Blendschutz, sondern auch Energieschutz bietet der in die Scheibenzwischenräume des dreifachen Wärmeschutzisolierglases integrierte Sonnenschutz Solar Flex von IST.
Durch die variablen und anpassungsfähigen Lamellenreflektoren des Jalousienbehangs können die Bedingungen im Innenraum optimal an die außerhalb des Gebäudes herrschenden Witterungs- und Einstrahlungsbedingungen angepasst werden.
Bei kalter Witterung halten Jalousiegläser die Wärme besser im Innenraum und tragen so zur Energieinsparung bei. Das Heben und Senken des Jalousiebehangs sowie das Positionieren der Lamellen erfolgt durch einen Elektromotor.
Die im Gebäude verwendeten weiteren Zwei- und Dreifach-Isoliergläser Infrastop HKZ von Flachglas bieten ebenfalls hochwirksamen Schutz gegen Wärmestrahlen der Sonne, während jedoch das Licht in den Raum gelassen wird. So werden zugleich ein angenehmes Raumklima und viel Lichteinfall ermöglicht.
Offene Innenraumgestaltung
Das Gebäudeinnere des Forschungszentrums ist durch Helligkeit und Transparenz geprägt. In der Vorhalle beginnt hinter dem großzügigen Empfang eine Freitreppe, die bis in das zweite Geschoss führt. Sie mündet in einen Quader aus Glas, der einen großen Saal für Veranstaltungen beherbergt sowie eine Lounge und einen ausgedehnten Kaffeetresen. Die Neu- und Altbau verbindende Brücke führt vom ersten Stock direkt in eine Cafeteria, ein Kommunikationsknotenpunkt des Gebäudes.
Die Büroetagen und Forschungsplätze sind als Open Space angelegt. Damit ein Mindestmaß an Intimsphäre gewährleistet ist, sind den jeweiligen Bürospangen kleine Besprechungsäume, sogenannte Huddle-Rooms, zugeordnet, in denen auch konzentrierte Gespräche in kleiner Runde oder vertrauliche Telefonate möglich sind. Zu erreichen sind die einzelnen Etagen über Treppen, die sich als Erschließungskerne an allen Ecken der Achter-Anordnung finden, vollkommen eingeschlossen in Sichtbeton. Diese Treppenquader rhythmisieren in ihrer Regelmäßigkeit die Grundform, verleihen ihr eine innere Struktur und gewähren den Zusammenhalt der Etagen. Auch auf den einzelnen Etagen und in den Großraumbüros findet Sichtbeton immer wieder in Säulen und Wänden Verwendung und schafft ein werkstoffliches Gegengewicht zu Materialien wie u. a. Holz.
Architekten:
OSA Ochs Schmidhuber Architekten, München


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