Sanierung und Erweiterung der Stadthalle in Lindau

Polygonal gefaltet

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Der Saal der Inselhalle Lindau blieb beim Umbau erhalten, wurde aber ergänzt. Auer Weber beließen den Saal mit prägnanter Dachform außen klar ablesbar und fügten eine weitere Fläche über dem neuen Foyer hinzu. Die polygonal gefalteten Dachflächen aus gekanteten Aluminiumprofiltafeln ergeben eine stadtprägende, skulpturale Gesamtfigur im Kupferton.

Anforderung:

Einheitliche metallische Hülle für Erweiterung rund um den Bestandssaal

Lösung:

Gekantete Aluminiumprofiltafeln ergeben lebendig-lineare Dachlandschaft


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Bei der Inselhalle in Lindau nahm die lokale Topografie großen Einfluss auf das Konzept. Das Gebäude liegt zwischen der Altstadt, dem Bodensee und den Bergen. Dabei spielt das Dach eine besondere Rolle der Sichtbarkeit durch seine Lage. Die Münchner Architekten Auer Weber, die für die Neugestaltung der in die Jahre gekommenen Inselhalle verantwortlich waren, lassen sich bei ihren Projekten grundsätzlich auf klimatische und lokale Gegebenheiten ein.

„Wir fangen jedes Projekt bei null an und verlassen uns auf unsere Erfahrung und unser kreatives Potenzial. Wir setzen auf den Überraschungseffekt und wollen nichts zweimal machen“, unterstreicht Moritz Auer, Geschäftsführer von Auer Weber. Das Gebäude steht im Dialog mit der Altstadt und passt sich zugleich an die Umgebung an. Die Dachlandschaft wird durch unzählige Schrägen und Flächen gestaltet. „Es ist wie ein bewegter Horizont“, erläutert Auer. Je nach Sonneneinstrahlung, Tageszeit und Blickwinkel erscheinen die einzelnen Elemente in den unterschiedlichsten Farben: von Gold bis Stumpfbraun, manchmal auch rötlich.

2010 haben Auer Weber den Wettbewerb zur Neugestaltung gegen 20 Mitbewerber gewonnen. Das Fordernde an der Ausschreibung war die Aufgabe, alles rund um den großen Saal zu gestalten. Dieser musste erhalten bleiben; als Meetingraum der Nobelpreisträger ist er von enormer Wichtigkeit. „Der bestehende Saal ist emotional besetzt und hat eine hohe Identifikationskraft“, so Auer.

Die Inselhalle wurde 1981 gebaut. „Wir mussten den Muff herausnehmen“, betont Auer. Zudem wollte man ein Kongresszentrum schaffen – mit vielen unterschiedlichen Möglichkeiten: von kleinen Privatveranstaltungen bis hin zu großen Events. Es gibt heute unzählige Varianten, Abtrennungen und variable Raumgrößen. Wichtig war für Konzeption und Umsetzung die neue Öffnung hin zum See. „Wir wollten den See inszenieren, und mit dem Restaurant zur Seeseite soll die Inselhalle auch ein Ort für die Lindauer selbst werden“, sagt der Architekt – nicht nur für Touristen, Kongressteilnehmer und Nobelpreisträger.

„Die Qualität und Grundkonzeption ist bewusst robust. Das Objekt muss für Jahrzehnte Bestand haben und es muss gut altern können“, unterstreicht Moritz Auer, der gemeinsam mit Bruder Philipp und drei weiteren Gesellschaftern das Architekturbüro leitet.

38 unterschiedliche Flächen für polygonal gefaltete Alutafeln

Das neue Dach war eine Herausforderung für die zuständige Spenglerei Täumer: 38 Flächen unterscheiden sich alle in Neigung, Größe und Ausrichtung voneinander. Möglich wurde die Ausführung durch „Prefa Falzonal“. Dieses Farbaluminium in Bandform ist in Legierung, Festigkeit und Beschichtung speziell für die Anwendung in der Klempnertechnik entwickelt. Die bandlackierten Aluminiumbänder lassen sich problemlos rollformen, schneiden, sägen, falzen, kanten, runden, bohren, nieten und kleben – perfekt geeignet also für unterschiedlichste Falztechniken.

Regensichere, ein- oder zweischalige hinterlüftete Dach- und Wandkonstruktionen lassen sich ebenso verwirklichen wie komplexe Fassadenarchitektur. Falzonal ist in vielen Farben und Oberflächen erhältlich: Von Unifarben über Metallics bis hin zu Kupfer-, Zink- oder Titanfarbtönen. Neben der großen Farbauswahl ist die PVdF-Beschichtung (80/20) UV-beständig und umweltneutral, zudem korrosionsbeständig gegen Kondensat sowie stark belastbar. Falzonal ist nach EN 13501-A1 nicht brennbar und erzeugt keinen Schwermetallabtrag.


Auftraggeber: Stadt Lindau

Betreiber: Lindau Tourismus und Kongress GmbH

Architekten: Auer Weber, München
www.auer-weber.de


Moritz Auer: „Es ist wie ein bewegter Horizont.“


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