Neubau eines Bürogebäudes in Gembloux in Belgien

Metallisch glänzend forever

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Ein zweigeschossiges Bürogebäude wurde für eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft gebaut. Ökonomisch und repräsentativ sollte es sein. Mit BIM geplant und einer vorgehängten hinterlüfteten Fassade aus Aluminiumkomposit ausgeführt, entspricht es – metallisch glänzend – exakt diesen Vorgaben. Eine spezielle Farbe bildet metallische Oberflächen fotorealistisch ab: So korrodieren diese nicht und die Optik wird von keiner Patina verändert.

Anforderung:

Schnelle, effiziente Planung eines Bürogebäudes mit „spektakulärem“ Anstrich

Lösung:

VHF mit Alucobond und einer langlebigen Beschichtung für fotorealistische Metallabbildung


Kay Rosansky

Eine international agierende Wirtschaftsprüfungsgesellschaft mit Sitz im belgischen Crealys Science Park, in der Nähe von Gembloux, benötigte eine weitere Niederlassung im Ort Les Isnes. Wie nicht anders zu erwarten, wünschten sich die wirtschaftlich ausgerichteten Bauherren ein Gebäude, das einerseits ökonomisch sinnvoll sein würde und andererseits repräsentative Aufgaben übernehmen könnte. Zudem sollte das Gebäude schnell und effizient geplant und gebaut werden und eine gewisse Zukunftssicherheit garantieren.

Man beauftragte das ortsansässige Architekturbüro BSolutions deshalb zunächst damit, verschiedene bauliche und haustechnische Varianten im Hinblick auf einen vorhandenen Baukörper zu vergleichen. Die Architekten berechneten eine sehr einfache und in der Erstellung kostengünstige Variante, eine aufwendige mit „smarter“ Steuerungstechnik sowie eine technisch wie kostenseitig etwa zwischen beiden anzusiedelnde. Die Berechnungen ergaben, dass die „teure“ Lösung sich bereits nach fünfzehn Jahren amortisiert haben und danach das Betriebsergebnis in wünschenswerter Weise beeinflussen würde. Vor dem Hintergrund der zu erwartenden Nutzungsdauer waren die Wirtschaftsprüfer schnell überzeugt.

BIM zahlt sich aus

Einen weiteren, auch monetären Nutzen versprachen sich die beauftragenden Zahlenmenschen von einer Planung, welche sich weitestgehend am BIM-Standard (Building Information Modeling) orientieren sollte. Die Architekten und alle Beteiligten installierten daraufhin dieselbe, eigens entwickelte Software und starteten das Projekt. Von den Fachplanern benötigte Programme konnten an die BIM-Software angedockt werden. So arbeiteten die Stahlbauer mit Diamonds, die Energieplaner mit EPB und die Lichtplaner mit dem deutschen Dialux.

Neben dem allgemeinen Zugriff auf die aktuellen Planungsdaten „in real time“, den Virtual Reality-Darstellungen, den synthetisch generierten Abbildungen usw. schätzen die Planer in der Rückschau vor allem die positiven Einflüsse auf die Kommunikation über alle Ebenen. In einer sogenannten viewer cloud konnten auch jene den Planungs- und Baufortschritt in Echtzeit verfolgen, die ansonsten keine Berechtigung hatten, und auf die Daten zuzugreifen. So wurde selbst in allgemeinen Besprechungen schnell mal ein Blick auf den Baufortschritt geworfen, was zu diesem frühen Zeitpunkt eine gewisse Identifikation mit dem Gebäude förderte.

Auch wenn nicht alles immer glatt lief – auf welcher Baustelle tut es das schon? – ziehen Architekten und Bauherr insgesamt ein sehr positives Fazit. Dinge, die nicht funktionierten, wurden im Ordner unter „Erfahrung“ abgeheftet und als „Tests“ verstanden. Und mit diesen geht Cédric Anbergen, business developer bei BSolutions, auch ganz offen um: „Some of the tests did not fully deliver the expected added value (…) but they have been successfully used to optimize the communication and exchanges between all the actors!“ Der Lohn der Mühe, abgesehen vom Gebäude selbst, ließ denn auch nicht lange auf sich warten. Die Planer erhielten beim ersten belgischen BIM-Award die Bronze-Medaille, woran nicht zuletzt die Fassadenfarbe noch lange erinnern wird.

Repräsentative, metallisch glänzende Fassade

Das Erdgeschoss des Bürogebäudes wurde auf einer Bodenplatte als Fundament aus Betonfertigteilen errichtet, in welchen die Aussparungen für die Fensterelemente bereits werkseitig vorgesehen waren. Das Obergeschoss, das teilweise über das Sockelgeschoss hinausragt und dort mit nur einer asymmetrisch gestellten V-förmigen Stütze abgefangen wird, besteht hingegen aus einer Stahlbaukonstruktion.

Hier bilden zum Teil Betonfertigteile und zu anderen Teilen Ausfachungen in Holzbauweise die Außenwände. Den oberen Abschluss bildet eine Filigrandecke; gedämmt wurde mit Polyurethan-Platten. Während das Erdgeschoss großzügige Verglasungen aufweist, zumal auf beiden den Besuchern zugewandten Seiten, liegen die oberen Büros hinter einer Lochfassade, mit Fenstern in nicht regelmäßiger Anordnung.

Bis zu diesem Punkt handelte es sich bei dem Gebäude um ein wenig spektakuläres Bauwerk, das wohl nur wenig Aufmerksamkeit auf sich gezogen hätte. Weil die Wirtschaftsprüfer für ihr zweiggeschossiges Bürogebäude mit einer Gesamtfläche von knapp 900 m² lediglich einen Etat von ca. 1,8 Mio. Euro vorgegeben hatten, stellte sich den Architekten die Frage nach einer bezahlbaren, nachhaltigen und spektakulären Fassade. Sie entschieden sich dafür, das EG in Glas und Beton zu belassen und dem Restgebäude eine metallische Haube aufzusetzen, deren Form- und Farbgebung eine starke Wirkung erzeugen würde.

Die Wahl fiel auf eine VHF-Konstruktion, eine vorgehängte, hinterlüftete Fassade, welche das Gebäude, unabhängig von Tragwerk und Dämmung, bekleidet. Um das Flächengewicht gering und damit den Aufwand für die Unterkonstruktion überschaubar zu halten, kam mit der dreischichtigen Fassadenplatte Alucobond von 3A Composites ein Materialkomposit zum Einsatz, das über beste mechanische Eigenschaften verfügt. Seine Oberflächen in zahlreichen Farben und Mustern verfügen über große Widerstandskraft gegenüber Wetter- und Umwelteinflüssen.

Die hier verwendete Farbe Natural Copper gehört zu einer Serie, die metallisch glänzende Oberflächen fotorealistisch abbildet, sodass diese weder korrodieren können noch durch das Ansetzen einer Patina ihr Aussehen verändern. Die optische Stabilität sowie der denkbar geringe Instandhaltungsaufwand werden Architekten, Ökonomen und Nutzer über viele Jahre gleichermaßen zufriedenstellen.

Detail.
Zeichnung: LimeParts

Projekt: BDO Services, Isnes, Belgien

Planung: BSolutions Bureau d’ingénierie et d’architecture, Isnes (Gembloux) Belgien
www.bsolutions.be


Wartungsfreies Wechselspiel aus metallischem Glanz, Lichtreflexion und -absorption: Die Farbe Natural Copper bildet metallische Oberflächen fotorealistisch ab, so können diese weder korrodieren noch durch das Ansetzen einer Patina ihr Aussehen verändern.


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