Grüner Schiefer für Dach und Fassade einer Stadtvilla in Stuttgart

Grüner Schiefer für Dach und Fassade eines neuen Einfamilienhauses in Stuttgart

Deckungsgleich in Grün

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Für ein Hanggrundstück in reizvoller Stuttgarter Höhenlage haben Fuchs, Wacker Architekten eine moderne Stadtvilla entworfen. Um einen bestmöglichen Ausblick zu gewährleisten, entschied man sich für ein zusätzliches Obergeschoss, das baurechtlich allerdings nur als geneigtes Dach realisierbar war. Für eine einheitliche und ästhetisch ansprechende Gestaltung von Dach und Fassade sorgt grüner Schiefer.

Anforderung:

Ästhetisch ansprechende Lösung für einheitlich gestaltete Dach- und Fassadenflächen

Lösung:

Grüner Schiefer mit bruchrauer Oberfläche in unterschiedlichen Dicken und Größen


Dipl.-Ing. Gerard Halama | vs

Der Auftrag an die Architekten lautete, auf dem Hanggrundstück die baurechtlich größtmögliche Grundfläche zu realisieren. Den starken Höhenversatz des Hanggrundstücks glichen die Planer per Hanggeschoss aus, das u.a. eine Doppelgarage aufnimmt. Darüber erstreckt sich der zentrale, flächenebene Terrassen- und Eingangsbereich. Von diesem Plateau aus entwickeln sich schließlich zwei Vollgeschosse und ein Dachgeschoss in die Höhe.

Das obere Vollgeschoss wird von weißen Putzflächen bestimmt. Es kragt rundum weit über das Erdgeschoss hinaus und ist schützender Dachüberstand und konstruktiver Sonnenschutz zugleich. Wie eine Klammer verbindet der weiße Kubus die oberen Dach- und Fassadenflächen aus grünem Schiefer sowie die Fassadenteile aus rostbraunem Cortenstahl im Eingangsbereich.

Homogene Hülle

Ursprünglich als kubisches Gebäude angedacht, entschieden sich die Bauherren in Anbetracht der weiten Blickachsen für ein zusätzliches Obergeschoss, um den Ausblick besser genießen zu können. Weil dieses weitere Geschoss aus baurechtlichen Gründen nur als geneigtes Dach realisiert werden konnte, suchten die Architekten nach einer Lösung, die zur ursprünglichen Gestaltungsidee passte und optisch einheitliche Dach- und Fassadenflächen ermöglichte.

Im Zuge ihrer Recherchen stießen die Architekten auf das Bild eines Schiefermonolithen. Das natürliche Schiefermaterial, insbesondere der seltene grüne Farbton und die bruchrauen, natürlichen Oberflächen gefielen auch den Bauherren sehr gut. In Beratungsgesprächen erfuhr man, dass es den Schiefer der Marke „ColorSIN CS50“ von Rathscheck in verschiedenen Dicken und Größen gibt und dass dieses Gestein vielfältig genutzt werden kann. So entstand die Idee, das Naturgestein nicht nur an Dach und Fassade, sondern auch noch in weiteren Bereichen des Gebäudes einzusetzen.

Symmetrische Lösung

Auf dem Dach kommt der Schiefer als „Symmetrische Deckung“ zum Einsatz. Die 60 x 60 cm großen und 1 cm dicken Platten sind mit Edelstahlklammern fixiert. Unter dieser Deckung, die mit umlaufenden, 1 cm breiten Fugen auf einer Aluminium-Unterkonstruktion verlegt wird, befindet sich ein wasserdichtes Unterdach. Auf der Südost-Dachfläche entwässert dieses Dach auf einen schmalen Streifen eines Flachdaches.

Die Nordwest-Fläche des Daches geht direkt in eine Schieferfassade aus einer „Symmetrischen Deckung“ im Basisformat 60 x 30 cm über. Auch diese Schieferflächen entwässern zum großen Teil auf einen umlaufenden, schmalen Flachdach-Streifen, der durch das auskragende obere Geschoss gebildet wird.

Darüber hinaus kommt der grüne Schiefer auch als Terrassenplatte, als Bodenfließe im Eingangsbereich und als Abdeckung für die Brüstungen und Gartenmauern zum Einsatz. Das zurückhaltende Farbenspiel der grünen, in der Sonne silbrig-grau glänzenden Schiefer prägt nun das gepflegte Erscheinungsbild der Stuttgarter Stadtvilla.


Bauherren: privat

Architekten: Fuchs, Wacker Architekten BDA, Stuttgart
www.fuchswacker.de

Dacharbeiten: Wolf Bedachungen Fassadenbau Holzbau, Schönaich

Standort: Stuttgart


Regelwerk

Die wichtigsten Richtlinien des Zentralverbandes des deutschen Dachdeckerhandwerks (ZVDH) für das Bauen mit Schiefer:

1) Fachregel für Dachdeckungen mit Schiefer

2) Fachregel für Außenwandbekleidungen mit Schiefer

(jeweils Stand Februar 2016)

Die wichtigste Norm für das Bauen mit Schiefer:

Europäische Schiefernorm DIN EN 12326-1 Schiefer und andere Natursteinprodukte für überlappende Dachdeckungen und Außenwandbekleidungen – Teil 1


Farbiger Schiefer

Neben dem „normalen“ Schiefer mit graublauem Farbton sowie helleren und dunkleren Schattierungen gibt es auch den sogenannten „Farbschiefer“. Dieser kommt in den Farbtönen Grün, Rot, Purpur oder Rotbraun vor und ist vergleichsweise selten. Die Farben entstehen durch natürliche, farbgebende Bestandteile: beim grünen Farbschiefer beispielsweise durch das Mineral Chlorit, beim roten bzw. purpurnen Farbschiefer durch das Mineral Hämatit. Farbschiefer weisen meist eine helle und sehr lebhafte Oberfläche auf, gepaart mit hohem Glanz. Je nach Sonnenstand verändern sich Erscheinungsbild und Farbnuancen des natürlichen Gesteins.

Quelle: Rathscheck,
www.rathscheck.de


Mehr zum Thema

  • bba-Fachbeitrag: Einfamilienhaus in Polen mit extrem gleichmäßiger Schieferdeckung

www.hier.pro/bba1018-efh-schiefer



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