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Neubau eines Einfamilienhauses in Büsserach in der Schweiz

Grazile Linienführung mit Titanzink

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Das Wohnhaus in Büsserach vereint zeitgenössische Architektur mit Elementen aus der chinesischen Harmonielehre des Feng Shui. Zwei separate, übereinanderliegende Einheiten gliedern das Äußere. Eine Titanzink-Fassade lenkt den Blick auf den eleganten Kubus des oberen Gebäudeteils, der schützend über sein schlichteres unteres Gegenstück auskragt.

Guido Wollenberg | jo

Das Einfamilienhaus von WannerPartner Architekten erhebt sich über das Laufental im schweizerischen Kanton Solothurn. Von Anfang an gehörte es zu den maßgeblichen Zielen von Bauherr und Architekten, die Umgebung in den Entwurf des Gebäudes einzubeziehen. Die Umsetzung dieses Ansinnens gelang mithilfe eines hochgelegenen Grundstücks, das eine Rundumsicht auf das malerische Tal freigibt. Folgerichtig sind großzügige Glasflächen ein entscheidendes Merkmal des Hauses. Es tritt als typischer Vertreter der zeitgenössischen schweizerischen Architektur auf: Aus der Ferne wirkt es eher unspektakulär und kastenförmig. Bei näherer Betrachtung fällt aber die Vielseitigkeit und Schlüssigkeit der Details ins Auge. Öffnungen in der Fassade erlauben den Bewohnern weitläufige Blicke in die Umgebung. Der rechteckige Gebäudekörper passt sich den Umrissen des Grundstücks an und hebt sich bewusst von den traditionellen Formen der Nachbarhäuser ab.
WannerPartner Architekten haben ein Haus entworfen, das äußerlich aus zwei separaten Kuben zu bestehen scheint. Der untere Kubus – das Erdgeschoss – liegt auf einem Niveau mit dem angrenzenden Gelände. Die Betonwände sind mit einem rauen weißen Putz versehen. Der obere Kubus ruht als kompakter Block auf diesem Sockel und kragt auf allen Seiten deutlich über das Erdgeschoss aus, als ob er diesem Schutz gewähren würde. Ein Lichthof im Inneren verbindet die beiden Ebenen.
Die opaken Fassadenbereiche des oberen Gebäudeteils bestehen aus Titanzink-Schindeln von VMZinc in der Oberflächenqualität Pigmento braun. Die glatte und glänzende metallische Außenhaut schafft einen Ausgleich zur rauen strukturierten Oberfläche des Erdgeschosses und ist weithin sichtbar.
Das Gebäude wird durch eine Privatstraße von Süden her erschlossen. Sie mündet in einen Innenhof, der wie ein Vorplatz angelegt ist. Eine Mauer schützt diesen Hof vor Blicken von außen. Die Mauer weist die gleiche Farbe und Struktur auf wie die Außenwände des unteren Gebäuderiegels.
Fünf-Elemente-Lehre
Ein besonderes Anliegen der Bauherren war es, die klassische chinesische Fünf-Elemente-Lehre und die Prinzipien des Feng Shui in die Gestaltung einfließen zu lassen. So soll eine Harmonisierung von Wohn- und Lebensräumen erreicht werden. Entsprechend finden sich die fünf Elemente Holz, Feuer, Metall, Wasser und Erde über das Haus verteilt. Mit diesen Elementen haben die Architekten Höfe und Kuben gebildet und diese gleichzeitig den Himmelsrichtungen zugeordnet.
Mitten im Gebäude, im Zentrum des Grundrisses, liegt ein fast 14 m² großes Atrium, das sich über beide Geschosse erstreckt. Es ist dem Element Erde gewidmet. Entsprechend der klassischen chinesischen Zuordnung der Elemente zu den Himmelsrichtungen finden sich dann im Westen ein Metallgarten, im Süden ein Feuerhof, im Osten Holzböden und eine Holzterrasse und im Norden die Nasszellen, die das Element Wasser repräsentieren. Ganz im Sinne des Feng Shui wurde auch die Weg- und Linienführung im Haus gestaltet. Das Qi, die unsichtbare Lebensenergie der chinesischen Philosophie, soll harmonisch fließen und nicht ins Stocken geraten.
Hinterlüftete Metallfassade
Einen großen Raum nimmt das Element Metall ein, mit dem die gesamte Fassade des oberen Gebäudeteils eingekleidet ist. Man entschied sich hier für eine hinterlüftete Metallfassade, da der obere Kubus aufgrund seiner freien Stützen in Leichtbauweise errichtet werden sollte. Die Fassade mit ihren Schindeln aus Titanzink betont in ihrer Einfachheit die scharfe Abgrenzung vom unteren Bereich, gleichzeitig lässt sie diesen durch eine horizontale Linienführung flach und gestreckt erscheinen. Die einzelnen Zink-Elemente besitzen eine Höhe von 120 mm und führen zu einer horizontalen Rasterung der Fassade, die sich über die komplette Gebäudehülle des oberen Kubus erstreckt. Sogar ein verschiebbares Beschattungselement, das ebenfalls aus Titanzink gefertigt ist, fügt sich dieser Rasterung.
Die grazile Linienführung stützen auch andere Architekturelemente. Danny-John Wanner vom Architekturbüro WannerPartner erläutert das Konzept:
„Der im ersten Augenblick scheinbar schwer und massig anmutende Baukörper wirkt bei genauerem Beobachten durch seine lichtdurchfluteten Räume, das offene Atrium und die scheinbar schwebenden Träger wieder leicht und fast fragil.“
Zink-Oberfläche greift natürliche Farben auf
Es gab verschiedene Gründe, weshalb sich Bauherr und Architekten für eine Bekleidung mit Zink entschieden. Die Architekten waren auf der Suche nach einem leichten Material für ein hinterlüftetes Fassadensystem. Sie gaben Titanzink den Vorzug vor Holz, da Holz unkontrollierter altert, während für den metallischen Werkstoff Zink unterschiedliche vorbewitterte Varianten existieren, deren Oberflächenanmutung sich im Laufe ihrer Nutzung kaum verändert. Für den Bauherrn besitzt die braune Pigmento Oberfläche von VMZinc einen Farbton, der an Baumstämme im Unterholz erinnert und wie von der Natur geschaffen wirkt.
Es war ihm wichtig, eine Oberfläche zu verwenden, die eine in der Natur gewachsene Farbe nachbildet. So findet sich Titanzink nicht nur an der Fassade, sondern auch an vielen weiteren Stellen. Sämtliche Kronenabdeckungen auf den Mauern rund um das Grundstück sind im Material der oberen Fassade ausgeführt und sogar die Einfassung des Rosenteichs, die Abdeckungen der Bücherregale und Blechintarsien in den Betonwänden bestehen aus Titanzink.
Untypisch aber kein Fremdkörper
Das gestalterische Konzept von WannerPartner Architekten verknüpft auf gelungene Weise zeitgenössische Architektur mit Elementen aus der chinesischen Philosophie. Raumgestaltung, Licht- und Blickführung sowie die Materialwahl verschmelzen West und Ost zu einem harmonischen Ganzen. Optisch ist der obere Kubus mit seiner Bekleidung aus Titanzink das vorherrschende Element. Obwohl seine Fassade sich durch eine einfache Struktur auszeichnet, zieht er durch seine auskragenden Überstände, seine Linienführung und das verwendete Material den Blick auf sich.
Den Architekten ist es gelungen, ein Gebäude zu schaffen, dass seiner exponierten Lage gerecht wird, ohne dabei der Umgebung allzu auffällig seinen Stempel aufzudrücken. Durch seine liegende Anmutung und die natürliche Farbgebung wirkt es trotz seiner für die Region untypischen Architektur nicht als Fremdkörper.
Architekten:
WannerPartner Architekten GmbH, Muttenz, Schweiz


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