Neubau eines Bundesministeriums in Berlin

Effektvolle Tiefenwirkung

Charakteristisches Merkmal des neuen Gebäudekomplexes des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) ist die in sich geschwungene Fassadenverkleidung aus Natursteinen. Sie setzt einen Kontrast zum benachbarten wilhelminischen Altbau und sorgt für effektvolle Tiefenwirkung.

Bei der Planung des modernen sechsgeschossigen Erweiterungsbaus legte das vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung beauftragte Team von Anderhalten Architekten großen Wert auf die Verwendung natürlicher Rohstoffe. Auch aus diesem Grund fiel die Entscheidung für die aufs Projektgeschäft mit Natursteinen spezialisierte Besco Berliner Steincontor. Das Unternehmen lieferte 2 100 m2 Fassadenplatten aus grau-grünem Belgrano Olivin Basalt.

Polygonale Formate
Um dem Gebäude sein aus erhabenen Formen und Reliefs bestehendes Erscheinungsbild zu verleihen, kamen über 200 verschiedene polygonale Formate mit Kantenlängen von 30 bis 155 cm und 6 cm Dicke zum Einsatz. Dabei zeichnet sich jede einzelne Platte durch bis zu vier Schrägschnitte unterschiedlicher Länge aus und wird somit zum unverwechselbaren Unikat.
„Die von Hand beflammte und unregelmäßig aufgeraute Oberfläche des Tiefengesteins verleiht ihm sein spezielles, archaisches Aussehen“, erklärt Wolfgang Schöning, verantwortlicher Projektleiter und Partner bei Anderhalten Architekten.
Durch die Platten, die auf mehreren Ebenen und in unterschiedlichen Tiefen mittels Ankertechnik verlegt wurden, entstand so eine außergewöhnliche, hochwertige Fassadenverkleidung mit räumlicher Tiefenwirkung.
„Darüber hinaus ist der dunkle Olivin Basalt im Vergleich zu anderen Materialien besonders widerstandsfähig, beständig und pflegeleicht. Denn er reagiert unempfindlich auf Umweltverschmutzungen wie beispielsweise Abgase – ein wesentliches Kriterium an stark befahrenen Verkehrspunkten“, so Schöning.
Foyer und Innenhof wurden ebenfalls mit diesem Material gestaltet. Die besondere Herausforderung bei der Fertigung bestand in den für Basaltgesteine ungewöhnlich großen Maßen: Normalerweise lässt das Rohmaterial die verlangte Plattengröße nicht zu. Zudem verlangte das Format der Platten eine hohe Verarbeitungs-Präzision. Aus diesem Grund erfolgte die Herstellung nicht nur mit automatischen Sägen, sondern teilweise auch manuell. Die zulässige Toleranz von maximal 1 mm in Länge und Breite durfte nicht über- bzw. unterschritten werden.
Architekten: Anderhalten Architekten, Berlin

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