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Anspruchsvoll gerundet

Neubau eines Unternehmenssitzes in Hösbach
Anspruchsvoll gerundet

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Alternativ-medizinische (kinesiologische) Klebestreifen für Sportler werden in Japan entwickelt. In Deutschland vertreibt die Tapes beispielsweise die K-Active GmbH, deren neuer Firmensitz im Kreis Aschaffenburg fernöstliche Philosophie mit deutscher Handwerkskunst rund um die Fassade verbindet.

„Wir wollten ein Gebäude, das Lebensfreude zeigt, in dem sich unsere Mitarbeiter wohlfühlen und das unser Ziel ausdrückt, ganzheitlich und verantwortungsbewusst mit der Gesundheit des Menschen und seiner Umwelt umzugehen“, sagt Siegfried Breitenbach, Geschäftsführer der K-Active GmbH. Das Unternehmen vertreibt kinesiologische Tapes aus Japan, die bei Gelenk- und Muskelbeschwerden eingesetzt werden und den Gesundungsprozess fördern sollen.

Das Anforderungsprofil an den Neubau im unterfränkischen Hösbach lautete: Nachhaltige Bauweise, Räume für Lager, Büros und Schulung sowie ein angenehmes Arbeitsambiente. „Die Forderung hinsichtlich Nachhaltigkeit bezog die innere Aufteilung mit ein“, berichtet Architektin Lisa Kraft, die das Gebäude in Arbeitsgemeinschaft mit dem Architekten Klaus Herbert entworfen und realisiert hat. „Ziel war ein Bauwerk, das jederzeit und ohne größeren Aufwand für fünf oder sechs unterschiedliche Nutzer umgebaut werden kann.“
Vor diesem Hintergrund ordneten die Planer das Treppenhaus in der Mitte des rechteckigen Gebäudes an, so dass die rechts und links davon liegenden Flügel separate, in sich geschlossene Einheiten bilden können. Das Treppenhaus übernimmt als Stahlbetonkonstruktion die innere Aussteifung. Weit gespannte Geschossdecken werden von vier Stahlbetonstützen pro Einheit getragen, die Außenwände bestehen aus massivem Mauerwerk. Der Innenausbau erfolgte in Trockenbauweise, eine entsprechend konzipierte Haustechnik sowie Hohlraumböden ermöglichen eine flexible Nutzung.
Der Keller und ein Teil des Erdgeschosses dienen als Lagerräume. Die Büros befinden sich im EG und im 1. OG, in dem die Architekten auch die Schulungsräume angeordnet haben. Das 2. OG beherbergt das Chefbüro und eine Penthouse-Wohnung. Kennzeichen der oberen Geschosse sind bodentiefe Fenster mit Austritt auf die umlaufenden Balkone. „Das planerische Konzept wird durch die Gestaltung nach Feng Shui unterstützt“, sagt Lisa Kraft. Aus diesem Grund gibt es keine scharfen Kanten, sondern nur fließende, organische Formen wie ein rundes Treppenhaus, geschwungene Flure und Schreibtische mit abgerundeten Ecken.
Runde Umsetzung
Eine besondere Herausforderung bildete die Umsetzung der zahlreichen Rundungen – insbesondere bei den Balkonbrüstungen und beim Wärmedämm-Verbundsystem auf dem Mauerwerk. Die geschwungenen Balkonbrüstungen und die ebenfalls geschwungene Attika bestehen aus Edelstahlgerüsten mit vorgehängten Elementen aus pulverbeschichtetem Aluminium. „Die Ausführung unseres Firmengebäudes hat mir gezeigt, was für außergewöhnliche Leistungen deutsche Handwerkskunst vollbringen kann“, meint Siegfried Breitenbach. „Die Bauteile für die Brüstungen sind jeweils einen Meter lang, jedes Element ist anders geformt und trotzdem traten bei Schließung der Runden nur wenige Millimeter Differenz auf.“
„Weil der Bauherr großen Wert auf nachhaltige und qualitativ hochwertige Materialien legte, entschieden wir uns für ein WDV-System von Sto“ (StoTherm Mineral), ergänzt Lisa Kraft. „Außerdem hat sich der Hersteller mächtig ins Zeug gelegt und uns exzellent beraten.“ „Aufgrund der rund gemauerten Ecken“, so Fachhandwerker Horst Köhler aus Karlstadt-Karlburg, „hatten wir viele Herausforderungen zu bewältigen.“
So waren beispielsweise bei den Rundungen extreme Hohlräume im Mauerwerk zu schließen. Außerdem war darauf zu achten, dass alle Ansätze sauber verarbeitet wurden und nicht zu sehen sind. Die Hohlräume wurden mit einer mineralischen, faserarmierten und wasserdampfdurchlässigen Spachtelmasse (StoLevell Reno) geschlossen.
Anschließend erfolgte der Auftrag eines mineralischen Leichtmörtels (StoLevell Novo), der wirtschaftlich im Verbrauch ist, sich mittel- bis dickschichtig sehr gut verarbeiten lässt und auch zum Kleben für die Wärmedämmung eignet. Als Dämmmaterial kam in Hösbach Mineralwolle zum Einsatz. Horst Köhler: „Bei den Rundungen haben wir die Speedlamelle verarbeitet.“ Sie ist 120 cm lang, aber nur 20 cm breit und zeichnet sich durch den Wärmeleitwert λD 0,041 W/mK aus. „Um die Radien zu erreichen“, so Köhler weiter, „haben wir die Lamelle hochkant verarbeitet und anschließend den Leichtmörtel dicker aufgetragen.“ Auf diese Weise ist bei den Hausrundungen eine ebene Fassadenoberfläche entstanden.
Als Kratzputz wurde ein hoch witterungsbeständiger sowie CO2- und wasserdampfdurchlässiger, mineralischer Leichtputz (StoMiral L) mit 2 mm-Körnung verwendet. Die abschließende Farbgebung mit Lotusan-Fassadenfarbe, die dank ihrer Lotus-Effect-Technology einen natürlichen Schutz gegen Algen und Pilze bietet, musste genau angepasst werden. „Brüstungen und Fassade sollten trotz der unterschiedlichen Materialien die gleiche Farbe erhalten“, so Lisa Kraft. Dies wurde möglich, weil der Hersteller den Farbton für die Fassadenfarbe exakt auf die pulverbeschichteten Aluminiumbleche abstimmen konnte. „Uns ist alles, was von Bauherr und Architekten vorgegeben war, gelungen“, freut sich Horst Köhler, „von der handwerklichen Ausführung bis hin zum homogenen Farbbild. Und das WDV-System ist vollkommen rissfrei.“
Architekten:
Entwurf: Klaus Herbert, Aschaffenburg
Ausführung: Lisa Kraft, Karlstadt am Main
Feng Shui: Bettina Czajkowski, Karlstein am Main


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