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Maritimer Komfort

Neubau eines Hotels in Bremerhaven
Maritimer Komfort

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Direkt am Fischkai in Bremerhaven liegt das Best Western Plus Hotel. Bei Errichtung und Betrieb des Gebäudes legte die Hotel-kette besonderen Wert auf Komfort. Dementsprechend wurde die Heizungstechnik ausgewählt: Neben einem BHKW stellt ein Gas-Brennwertkessel die Wärmeversorgung sicher. Das komplexe Heizungssystem konnte zudem auf engem Raum realisiert werden.

Ein schlankes Gebäude erhebt sich am Hafenbecken des historischen Fischereihafens von Bremerhaven. Zum Teil von filigranen Stützen getragen, bietet das 4-Sterne-Hotel Best Western Plus seinen Gästen umgebend maritimes Flair und Komfort: 94 moderne Zimmer, zwei Suiten, diverse Tagungsräume, eine Saunalandschaft, ein Frühstücksrestaurant mit Panoramablick über den Fischkai sowie eine über dem Wasser schwebende Terrasse. Mit seiner puristischen und gleichzeitig eleganten Erscheinung vermittelt das Gebäude ein modernes Ambiente in rustikaler Umgebung. Die Planung für den Hotelkomplex begann 2012, der Rohbau stand bereits ein Jahr später. Die Eröffnung fand 2014 statt. Als Architektin gewann die Hotelkooperation Iffi Wübben Planung & Architektur aus Bremen, die den Hotelneubau aus Glas und Stahl entwarf. Die Fachplanung der Technischen Gebäudeausrüstung für den 4 000 m² großen Neubau legte man in die Hände des Ingenieurbüros Athmani aus dem nahegelegenen Loxstedt.

Haustechnisches Gesamtkonzept
Gemeinsam entwickelten die Verantwortlichen ein haustechnisches Konzept, das zur Wärme- und Warmwasserversorgung eine Kombination aus Gas-Brennwertgerät mit 300 kW Nennwärmeleistung und Blockheizkraft (BHKW) vorsieht. Das für die Grundlast eingesetzte BHKW produziert 25 bis 40 kWth sowie 10 bis 20 kWel Energie. Ergänzt wird das System um einen Pufferspeicher mit 1 500 l Fassungsvermögen, der die Energie des BHKW zwischenspeichert, sowie zwei Trinkwasserladesysteme mit je 800 l Inhalt. Zur besseren Energieausnutzung wurde in die Abgasstrecke des BHKW zusätzlich ein Abgaswärmetauscher eingebaut.
Die Steuerung aller Komponenten erfolgt über eine Regelautomation inklusive eines Fernüberwachungsmoduls. Die Wärmeübergabe an die einzelnen Räume gelingt über die Wohnungslüftungsanlage. Da sie als 4-Leitungssystem ausgeführt ist, kann gleichzeitig gekühlt und geheizt werden. In den Flurbereichen wurden zur Wärmeverteilung Röhrenradiatoren installiert.
Kompakte Maße, viel Energie
Zum Einsatz kam das kompakte Gas-Brennwertgerät EuroCondens SGB 300 E, das sich problemlos in den Heizungsraum im zweiten Obergeschoss transportieren ließ. Der dreigeteilte Raum ist mit 4,2 m Tiefe und 4,15 bzw. 2,0 m Breite äußerst knapp bemessen, so dass es bei der Wahl des Heizkessels auf geringe Abmessungen ankam. Dieses Kriterium erfüllt das Brennwertgerät aus dem Hause Brötje mit einer Höhe von 1 455 mm, einer Tiefe von 1 357 mm und einer Breite von 692 mm. Die Installation wurde weiterhin durch die bewährte Multilevel-Technologie von Brötje vereinfacht: So ist der grundsätzliche Aufbau jedes Kessels weitestgehend identisch, Wartungen lassen sich rasch durchführen.
Vorbereitete Anschlüsse auf der Geräteoberseite erleichtern die Montage des EuroCondens SGB. Die Abgas-und Zuluftleitungen können wahlweise von oben oder hinten verlegt werden, die wartungsrelevanten Bauteile befinden sich vorne. Die Abgasführung wurde gemeinsam mit der des BHKW als Kaskade ausgeführt. Hierfür kamen Abgasleitungen aus Polypropylen mit einem Durchmesser von 200 mm in einem speziellen feuerbeständigen Schornsteinschacht (Feuerwiderstandsklasse F90) zum Einsatz.
Technisch punktet das bodenstehende Gas-Brennwertgerät mit einer Nennwärmeleistung von 300 kW und einem Normnutzungsgrad von bis zu 109,7 %. Dieser resultiert unter anderem aus der Materialwahl für den Wärmetauscher – er wird aus einer speziellen Aluminium-Silizium-Legierung gefertigt, so dass die Wärme besonders gut geleitet wird. Darüber hinaus ist ein emissionsarmer, modulierender Gas-Vormischbrenner eingebaut, der für eine sehr saubere Verbrennung sorgt. Die Emissionswerte (NOx: 20 mg/kWh, CO: 10 mg/kWh) liegen weit unterhalb der Grenzwerte. Der Modulationsbereich reicht bis 48 kW hinunter, so dass sich die Heizleistung immer optimal dem benötigen Wärmebedarf des Gebäudes anpasst. So wird die Anzahl der Brennerstarts erheblich reduziert, was sich positiv auf den Energieverbrauch auswirkt.
Integrierter Systemregler
Die Regelung des EuroCondens SGB erfolgt über den integrierten ISR-Systemregler, der in einer Vielzahl von Brötje Produkten verbaut ist. Er regelt die Kesseltemperatur witterungsabhängig gleitend und die Modulation des Brenners je nach angeforderter Last. Das gesamte Heizungssystem – inklusive BHKW – wird durch eine MSR-Regelautomation gesteuert, die mit dem Brötje Systemregler kompatibel ist. Darüber hinaus verfügt sie über ein Fernüberwachungsmodul. Die Regelung meldet so im Störfall an eine Zentrale, die das Facility Management für alle vier Hotels der Best-Western-Gruppe in Bremerhaven koordiniert.
Architekt:
Iffi Wübben Planung & Architektur, Bremen
Fachplanung:
Ingenieurbüro Athmani, Loxstedt-Stotel

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