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Geringe Betriebskosten

Neubau eines Mehrfamilienhauses in Ludwigslust
Geringe Betriebskosten

Anstelle von schwer vermittelbaren Wohnungen in älteren Plattenbauten hat man ein neues Mehrfamilienhaus gebaut, dessen geringe „zweite Miete“ von regenerativer Wärmepumpentechnik profitiert.

Durch den Abriss eines Plattenbaus und durch Neubau eines Mehrfamilienhauses im mecklenburgischen Ludwigslust blieben von 36 Wohneinheiten lediglich 22 übrig, die schon nach kurzer Zeit vermietet waren. Damit folgt das Projekt der Initiative „Soziale Stadt“ des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung. Um das negative Image von Stadtteilen aufzubessern, wird versucht, durch verschiedene Förderungen Problemzonen entgegenzuwirken. Dabei soll auch der Wohnungsüberschuss verringert werden, indem schwer vermittelbare Objekte durch kleinere, moderne Bauten ersetzt werden, die sich attraktiver vermieten lassen.

Alle Wohnungen des Neubaus verfügen über eine Fußbodenheizung, wodurch der wirtschaftliche Einsatz einer Wärmepumpe möglich wurde. Dies gewährleistet den Mietern längerfristig geringere Betriebskosten. Bisher ist der Wohnblock mit einer Gesamtinvestition von 2,1 Millionen Euro der einzige in der Region, welcher auf erneuerbare Energien setzt.
Förderungswürdig
Bei der Installation der Sole/Wasser-Wärmepumpe TTF 80 Set vertraute die Wohnungsbaugesellschaft auf Tecalor. Fünf Wärmepumpen mit je 16 Kw Leistung und vier 600-l-Warmwasserspeicher wurden auf kleinstem Raum aufgestellt und sind neben der Heizanlage auch für die Warmwasserbereitung des gesamten Wohnblocks verantwortlich. Durch Kaskadenschaltung wird die Heizleistung auf unterschiedlichen Stufen bedarfsgerecht erzeugt, kleinere Verdichter führen zum geringeren Stromverbrauch.
Die benötigte Wärme wird dabei aus dem Erdreich gewonnen, wo die Energie der Sonne gespeichert ist. Hierfür waren 15 Bohrungen bis zu 100 m Tiefe notwendig, genehmigt von der Unteren Wasserbehörde. Durch einen Response-Test, der die Wirtschaftlichkeit der ursprünglich zwölf geplanten Sonden berechnete, ergab sich eine Aufstockung um drei Sonden. Auf Grund der Nutzung regenerativer Energie erhielten die Bauherren eine Förderung über die KfW-Bank in Höhe von 50 000 Euro pro Wohneinheit bei 96-prozentiger Auszahlung. Dafür musste für das Gebäude ein Energiepass ausgestellt werden, welcher ab 2009 Pflicht für alle Neubauten ist.
Gebäudeplanung: Dipl.-Ing. (FH) Guntram Lange und Architekt Vitali Schembrowskiy, Schwerin Energieberatung: Torsten Hinrichs, Ludwigslust
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