Neubau eines Produktionsgebäudes in Kaufbeuren

Bei Tageslicht produzieren

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Die Architekten bauten auf Wirtschaftlichkeit: 3 000 m² transluzente Wärmedämmung sowie 1 300 m² Sonnenschutzein-lage sind in der Profilglasfassade des Produktionsstandortes von Hawe Hydraulik in Kaufbeuren verbaut. Damit lässt es sich in den Hallen bei kostengünstigem Tageslicht arbeiten.

Geplant haben das mit rund 100 Millionen Euro bislang größte Investitionsprojekt des international tätigen Hydraulikunternehmens die Berliner Architekten Barkow Leibinger. Vier Produktionshallen legen sich wie Windmühlenflügel um einen zentralen Innenhof, ähnlich wie ein Campus. So entsteht trotz der enormen Größe des Werks mit knapp 50 000 m2 BGF eine aufgelockerte Gebäudefigur. Unterstützt wird die Auflösung des großen Bauvolumens durch die Topographie der Shed-Dächer. Ihre Geometrie setzt sich in den Fassaden aus polygonal zugeschnittenen Feldern aus Trapezblech, Glas und Profilbauglas mit einer umlaufenden Gesamtlänge von 1,8 km fort.

Die Konstruktionsweise zielt nach Angaben der Architekten auf eine maximale Flexibilität und Wirtschaftlichkeit des Hallenkomplexes ab: Sowohl die weit spannende Tragstruktur aus Stahlbeton wie auch die tragenden Sandwichelemente aus Stahlblech zur Dacheindeckung wurden vorgefertigt, was eine kurze Bauzeit ermöglichte. Besonderheiten im Tragwerk sind die ebenengleiche Fügung an den Knotenpunkten sowie abgerundete Aussparungen in den Bindern zur Führung der offen verlegten Leitungen. So lassen sich durch die Verzahnung der Leitungsebenen für Elektro, Belüftung und Beleuchtung die Produktionsmaschinen flexibel auf- und umstellen.
Transluzente Wärmedämmung
Barkow Leibinger haben sich für den Einsatz von Profilbauglas mit der transluzenten Wärmedämmung TIMax GL-Plus F entschieden, da dieses kostengünstig diffuses Licht in die Produktionshallen leitet. Das transluzente Glasgespinst erzielt einen Wärmedurchgangskoeffizient von Ug = 1,2 W/(m2K) und einen guten Sonnenschutz mit g = 0,25. Mit dem System Ug 0,8 ist heute sogar schon ein Ug Wert von 0,79 W/(m2K) zu erzielen.
Beide Produkte bieten Lichtdurchlässigkeit bei gleichzeitig guter Lichtstreuung, ein angenehmes Raumklima durch eine schlagschattenfreie Verteilung des einfallenden Lichtes sowie Sonnen- und Blendschutz und damit einhergehend Schutz vor sommerlicher Überhitzung. Sie sind temperaturstabil bis 100 °C und unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit.
Statt mit einem außenliegenden Sonnenschutz, der ebenfalls ein großer Kostenfaktor gewesen wäre, wurde die Südfassade zusätzlich mit der Sonnenschutzeinlage TIMax LT ausgerüstet.
Das an der Innenseite der inneren Glasscheibe verklebte Produkt bewirkt, dass sich der Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert) für direkte Solarstrahlung der Profilglasfassade in Kombination mit TIMax GL-PlusF auf 0,22 reduziert. Zudem erzeugt die Glasgewebeeinlage TIMax LT eine gleichmäßige, stoffähnliche Optik auf der Fassadeninnenseite.
Architekten:
Barkow Leibinger, Berlin


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