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Transparente Sicherheit

Büro- und Betriebszentrum der Stadtwerke München
Transparente Sicherheit

Übersichtlichkeit und Transparenz sind wesentliche gestalterische Merkmale des Büro- und Betriebszentrums für die Münchner Stadtwerke an der Dachauer Straße.

Mit diesem Ensemble, bestehend aus fünf Baublöcken, wurde der letzte Teil eines umfangreichen Projekts von städtebaulichen Dimensionen fertiggestellt. Neben weitreichenden ökologischen und energetischen Aspekten floss auch aktuelle Brandschutz-Systemtechnik in die Ausführung ein.
Das Grundkonzept des Bürozentrums geht zurück auf den siegreichen Wettbewerbsentwurf des Architekten Norbert Koch aus dem Jahre 1980, wurde zwischenzeitlich den aktuellen Nutzeranforderungen angepasst und von den Architekten Koch & Partner vor kurzem realisiert.
Mit der Fertigstellung von Büro- und Betriebszentrum sind nunmehr alle Funktionsbereiche der Stadtwerke München an einem zentralen Standort zusammengefasst.
Klare Strukturen
Das gläserne Eingangsbauteil des Bürozentrums erschließt über gekoppelte Verbindungsbauwerke zentral und geschossweise die fünf beidseitig angrenzenden Baublöcke.
Im Erdgeschoss erfolgt die Verteilung zu den einzelnen Baublöcken über großzügige Foyerzonen mit Ausstellungsflächen. Mittig in der Gesamtanlage liegt die für die Mitarbeiter gut erreichbare Kantine.
Die Fassaden der einzelnen Blöcke bieten ein Wechselspiel von transparenten Zonen – Fensterreihen sowie vollflächig verglaste außenliegende Treppenräume – und einer Ziegelverkleidung in hellem Farbton. Dezente technische Akzente setzen die außen wie innen durchgängig in grau gehaltenen Rahmenkonstruktionen der Verglasungen sowie die Stahltreppen in den großflächig verglasten Verbindungsbauteilen.
Die gestalterische Durchgängigkeit findet ihr Pendant in der einheitlichen Nutzung: Alle Obergeschosse beherbergen zweibündig arrangierte Büros mit Ein- und Mehrpersonenräumen. Ebenfalls einheitlich umfasst jeder der fünf Baublöcke ringförmig einen Innenhof, der abhängig von Besonnung und Lage variabel begrünt ist.
Gebäude mit Referenzcharakter
Der Firmensitz eines großen Energieanbieters hat immer auch Referenzcharakter in Bezug auf die Unternehmensphilosophie.
So war es ein zentrales Ziel, einen Gebäudekomplex mit besonders niedrigem Gesamtenergiebedarf in einer ökologischen Bauweise zu erstellen. Insbesondere berücksichtigte die Planung den ganzen Lebenszyklus des Gebäudes mit den Aspekten Ökologie, Wirtschaftlichkeit, Nutzung und Energie.
Maximale Tageslichtausnutzung und natürliche Lüftung waren ein wesentlicher Aspekt bei der Planung und Konzeption. Die Büroflächen in den Obergeschossen sind natürlich belüftet; auf eine Lüftungsanlage und die damit verbundene abgehängte Decke konnte zugunsten einer Optimierung der Geschosshöhe verzichtet werden.
Die Stahlbetonrohrdecke wirkt als Temperaturspeicher und kann zur Nachtauskühlung aktiviert werden.
Brandabschnittsbildung konsequent mit Glas
Die strukturelle Durchgängigkeit – die Geschosse 1 bis 4 weisen jeweils identische Grundrisse auf – begünstigte ein einheitliches Brandschutzkonzept, das im Wesentlichen durch die konsequente Bildung von Brand- und Rauchabschnitten sowie die schnelle, sichere Erreichbarkeit von Fluchttreppenhäusern gekennzeichnet ist.
Die Architekten sprechen von einer „überdurchschnittlichen Flur-Ringschließung mit zwei selbstständigen Rettungswegen, guter Auffindbarkeit der Treppenhäuser und Fassadenanschluss“.
Zur vertikalen Brandabschnittsbildung sind bei vier Gebäudeblöcken die Geschosse in jeweils zwei Brand- und vier Rauchabschnitte untergliedert, der fünfte, größere Block weist im Regelgeschoss drei Brand- und sechs Rauchabschnitte auf.
Die Brandabschnittsbildung auf den Fluren erfolgte konsequent mit Glas. Hier kamen transparente Systemkonstruktionen mit schmalen Stahlprofilen (Pilkington Pyrostop® / System „forster fuego“) zum Einsatz. Mit gleicher Systemtechnik wurden alle Zugänge zu den Fluchttreppenräumen sowie in Sonderbereichen auch transparente F 30-Trennwände ausgestattet.
Verglaste Bürozugangstüren mit und ohne Oberlicht sind grundsätzlich in der Feuerwiderstandsklasse G 60 ausgeführt. Dort, wo sie ein Abstandsmaß von 5 Metern zu einem Brandabschnitt unterschreiten, setzte man F 30/T 30-Systemvarianten mit Pilkington Pyrostop® ein.
Die horizontale Brandabschnittsbildung erfolgte in allen Gebäudeblöcken geschossweise durch Stahlbetondecken.
Weitere Informationen
Stahlprofil-System „forster fuego“ bba 552
Brandschutzverglasung „Pyrostop“ bba 553
Architekt: K+P Architekten und Stadtplaner GmbH, München
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