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Neubau Werkstätten und Fundi der Hamburger Staatsoper

Bühnenvorhang mit Einlage

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Die neuen Werkstattgebäude für die Staatsoper zeigen eine reduzierte Architektursprache; die Fassade assoziiert den Bühnenvorhang. Profilglaselemente sorgen mit transluzenter Wärmedämmung für Licht in den Innenräumen. Erstmalig konnten Profilglasfassaden durch eine Einlage farbig nach RAL-Ton gestaltet werden. Die schwarze Einlage in der TWD übernimmt die Sonnenschutzfunktion.

Anforderung:

Wärmedämmung plus blendfreies Licht und Sonnenschutz in reduzierter Architektur

Lösung:

Profilglasfassade mit transluzenter Wärmedämmung plus schwarze Sonnenschutzeinlage


Heike Blödorn | be

Auf dem Gelände des neuen Huckepackbahnhofs in Hamburg sind neue Gebäude für die Dekorationswerkstätten und Fundi der Hamburger Staatsoper entstanden. Gebaut hat das Gebäudeensemble, das die bisher auf drei Standorte verteilten Werkstätten und Fundi zusammenführt, die städtische Hamburger Asset- und Projektmanagementgesellschaft Sprinkenhof GmbH. Auf einer Fläche von knapp 20 000 m² produziert und lagert die Staatsoper hier Kulissen, Requisiten und Kostüme.

Der mit klarer, selbstbewusster Architektursprache geplante Entwurf von DFZ Architekten ist geprägt durch eine reduzierte Wahl von Farbe, Form und Struktur. Als Fassadenmaterial wählte DFZ Architekten in Metalloptik beschichtetes Aluminiumblech. Damit genügend Licht in den Innenraum fällt, fügten die Architekten an der Westfassade sowie am Eingangsbereich und an der Nordfassade Profilglaselemente ein.

Die differenziert gekantete Metallfassade erzeugt sowohl aus der Ferne als auch aus der Nähe eine ansprechende Wirkung und stellt als abstrakte Interpretation eines Bühnenvorhanges Bezüge zur Staatsoper her. Die Farbtöne Rotbraun und Bronze differenzieren die unterschiedlichen Hauptfunktionsbereiche und verleihen ihnen somit ihre eigene Identität. Das Erscheinungsbild der plastisch ausgebildeten Metallpaneele verändert sich im Laufe des Tages durch den unterschiedlichen Schattenwurf der geneigten Flächen. Verfeinerungen in Proportion und Gestalt verleihen dem Ensemble die gewünschte gestalterische Kraft und einen hohen Wiedererkennungswert.

Transluzente Wärmedämmung

Als lichtdurchlässige Wärmedämmeinlage im zweischaligen Standardaufbau des Profilglases wählten die Architekten die transluzente Wärmedämmung (TWD) TIMax GL-PlusF sowie die Sonnenschutzeinlage TIMax Mesh in Schwarz von Wacotech. TIMax Mesh ermöglicht es erstmalig, Profilglasfassaden durch eine Einlage farbig nach RAL-Ton zu gestalten.

Die Profilglaselemente mit der schwarzen Sonnenschutzeinlage fügen sich harmonisch in die beschichtete Aluminiumfassade ein. Das äußerst robuste Produkt mit der Brandschutzklasse B1 bewirkt, dass sich der Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert) für direkte Solarstrahlung der Profilglasfassade um bis zu 30 % reduziert. TIMax GL-PlusF, das für blendfreies und schlagschattenfreies Licht in den Fundi und Werkstätten sorgt, weist gegenüber der Standardvariante TIMax GL eine höhere Dichte auf, da es stärker komprimiert wird. Daraus resultieren ein optimierter Wärmeschutz sowie ein verbesserter Sonnenschutz. Zusammen mit dem doppelschaligen Profilglas Lamberts Linit P26/60/7 erzielt das Produkt einen Wärmedurchgangskoeffizient von Ug = 1,2 W/(m2K). TWD und Sonnenschutzeinlage kommen auf insgesamt 650 m² Profilglas-Fassadenfläche zum Einsatz.


Nutzer: Hamburger Staatsoper GmbH

Bauherr: IVK Immobilienverwaltung für Kultur GmbH & Co. KG vertreten durch: Sprinkenhof GmbH, Hamburg
www.sprinkenhof.de

Architekten Leistungen: LPH 1–8: DFZ Architekten GmbH, Hamburg www.dfz-architekten.de

Glasbauer: Metz GmbH Glas- und Metallbau, Siegen

Größe: 22 124 m² BGF
Realisierung: 2018


Die transluzente Wärmedämmung mit schwarzer Sonnenschutzeinlage, Brandschutzklasse B1, bewirkt, dass sich der Gesamtenergiedurchlassgrad (g-Wert) für direkte Solarstrahlung der Profilglasfassade um bis zu 30 % reduziert.


Mehr zum Thema

  • Auszeichnung: best architects 2019

www.hier.pro/bestarchitects2019



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