Sanierung eines Gemeindezentrums in Dorfen

Stilvoll zurückversetzt

Bei der Renovierung des Gemeindezentrums in Dorfen galt es, ein sinnvolles Gleichgewicht zwischen originalgetreuer Restaurierung, zukunftsfähiger Energiebilanz sowie wirtschaftlicher Machbarkeit zu erzielen. Hierbei galt es auch, Fenster mit schmalen Rahmen- und Flügelansichten ausfindig zu machen, die den alten Fenstern vor 100 Jahren sehr ähneln und ins Budget passen.

Das exakte Alter des ehemaligen Bürgerhauses ließ sich nicht mehr feststellen. Anhand von historischen Bildern konnte jedoch ein Teil der Gebäudegeschichte nachvollzogen werden. Erste Bilddokumente gehen auf die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert zurück.

„Die zahlreichen Umnutzungen – von Bürgerhaus über Bäckerei bis Bankfiliale – hatten ihre Spuren am Bauwerk hinterlassen“, erklärt Architekt Ulrich Mitlacher. „Es galt, historisch getreue Fenster einzubauen, Stuck zu erneuern und das ganze Gebäude energetisch auf den neuesten Stand zu bringen“. Architekt und Bauherr hatten sich entschieden, die Fassaden in den Zustand um 1900 zurückzuversetzen, da aus dieser Zeit das älteste Bildmaterial stammt.
Um möglichst nahe an die ursprüngliche Farbgebung der Fassade heranzukommen, wurden alte Putz- und Farbschichten freigelegt. Die älteste Schicht wurde als Anhaltspunkt herangezogen. Als Vorbild für die Stuckelemente dienten die relativ gut erhaltene Fassade zur Brandstattgasse sowie altes Bildmaterial. Im Hinblick auf die Energiebilanz war die Dämmung der Fassade unumgänglich.
Farbig akzentuiert
Ein wichtiger Bestandteil der originalgetreuen Renovierung und der energetischen Sanierung stellten die Fenster dar. Nachdem zuerst die Rahmen- und Flügelansichten weiß gestaltet werden sollten, ging man doch dazu über, einen farblichen Akzent zu setzen.
So entschieden sich Architekt und Bauherr bei den Fensterstöcken für ein dunkles Rot, das sich optisch absetzt zum lichten Graugrün der neuen Putzflächen.
Vom Spezialisten im Stil der Jahrhundertwende maßgefertigte Fenster mit Isolierglasscheiben überstiegen das Budget. Um dennoch das ursprüngliche Bild zu erreichen, fand Architekt Mitlacher eine kostengünstige Alternative. Er entschloss sich für die speziellen Renovierungsfenster der Baureihe HDF 68 Stil von Kneer-Südfenster, die durch ihre schmalen Rahmen- und Flügelansichten den alten Fenstern vor 100 Jahren sehr ähneln.
Mit dem U-Wert von 1,3 W/m2K entsprechen sie auch zeitgemäßen energetischen Ansprüchen. Zusätzlich wurde an den Fensterstöcken außen über die ganze Rahmenbreite eine 6 cm tiefe, profilierte Aufdoppelung angebracht, die eine größere optische Tiefenwirkung erzeugt. Durch die Schattenwirkung des vertieften Fensterstocks wirken die Rahmen noch schlanker und haben so die gleiche optische Wirkung wie Fenster anno 1900.
bba-Infoservice Renovierungsfenster 554
Architekt: Dipl.-Ing. Architekt Ulrich Mitlacher, Dorfen

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