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Schlank aufgeklipst

Neubau eines Autohauses in Eferding in Österreich
Schlank aufgeklipst

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Die VW-Niederlassung Toferer in Eferding ist das erste Autohaus in der neuen Corporate Architecture von VW. Zwei schlichte Portale, ein umlaufender Gebäuderahmen, eine großflächige Glasfassade als Pfosten-Riegel-Konstruktion und eine glattflächige, anthrazitfarbene Beschattung bestimmen das Äußere. Für den Sonnenschutz kamen Fixscreens zum Einsatz – eine eigens entwickelte, schlanke Lösung.

Anforderung:

Distanzlos auf 60 mm Pfosten-Riegel-Fassade montierbare, großflächige Beschattung – zurückhaltend, schlicht und edel

Lösung:

Sturmfeste Fixscreens mit schlanker, doppelläufiger Führungsschine – direkt auf Pressleiste der Pfosten aufzuklipsen


Dipl.-Ing. Gerard Halama | jo

Daie neue CI (Corporate Identity) entwickelte die Marketingabteilung von VW in Wolfsburg. Daraus wurden das Corporate Design und die Corporate Architecture abgeleitet. Die Porsche Immobilien GmbH in der Porsche Holding am Standort Salzburg ist zuständig für die CI-gerechte Umsetzung der Vorgaben. Sie plant und überwacht das Erscheinungsbild der VW-Autohäuser. Porsche Immobilien: „Mit den steigenden Anforderungen an die Energiewerte der Bauten spielt unter anderem die Beschattung der Fensterflächen eine große Rolle. Fenster sind im unbeleuchteten Zustand dunkle Flächen. Dunkle Screens bieten deshalb nur eine minimale Abweichung vom idealen Entwurf. Sie wirken modern und sind frei von störenden Lichtreflexen. Deshalb sind sie zurzeit unsere Wahl.“

Schlank und funktionell

Bei der Detaillierung der Fassadenbeschattung arbeitet Porsche Immobilien mit Gerhard Schimpl von GS-Plan zusammen. Schimpl ist Dipl. Metallbautechniker und steckt als selbständiger Fassadenplaner tief in der Materie. Bereits von einigen Jahren erhielt er von der Porsche Holding eine Anfrage nach einer CI-konformen Verschattung mit Hilfe von Lamellenjalousien. Damals war man sich allerdings schnell einig, dass Lamellenjalousien gestalterisch nicht passten.

Seinerzeit fiel die Entscheidung, die Verschattung mit Screens zu lösen, und GS-Plan erhielt die Aufgabe, nach einem System zu suchen, das funktioniert. Schimpl: „Im Standard gibt es bei den Screens Führungsschienen, die mit Distanzbügeln vor die Glasfassade gehängt werden. Das sieht riesig breit und unschön aus. Ich suchte ein System, das ich direkt vor die Pfosten-Riegel-Fassade in Form einer Deckleiste aufsetzen konnte. Dies war die Geburtsstunde für eine schmale doppelläufige Führungsschiene, die direkt auf die Pressleiste des Pfostens aufgeklipst wird. Diese Lösung erlaubt eine schlichte Optik und ist dabei funktionell perfekt.“ Die schlanke Idee hatte allerdings auch einen Haken. Der Kunde forderte Screens bis zu einer Größe von über 20 m². Die Screens sollten dabei robust und am besten sturmfest sein.

Fixscreen minimiert

Die Anfrage von Gerhard Schimpl passte zum Renson „Fixscreen 150“. Die Abteilung Customized Solutions (kundenspezifische Lösungen) nahm sich der Aufgabe an und entwickelte ein spezielles Profil für eine 60 mm breite Pfosten-Riegel-Fassade. Geert Schoenaers, Projektingenieur bei Renson, arbeitete ohnehin an einer Lösung für Pfosten-Riegel-Fassaden und so passte der Wunsch des Kunden zum laufenden internen Projekt. Die doppelläufigen Führungsschienen wurden nochmals schlanker konstruiert und können jetzt ohne sichtbare Befestigungsmittel, vollständig glatt und ästhetisch vor die Pfosten geschraubt werden.

Mit dem Fixscreen 150 lassen sich Flächen bis 22 m² und bis zur Sturmstärke (130 km/h) realisieren. Die 8,5 m hohen Fensterfronten des Autohauses sind mit zwei Typen von Screens beschattet. Die schmalen Screens sind 2,4 x 5,2 m groß, die breiten 4,8 x 2,6 m. Das Hauptproblem war nunmehr aber nicht die schmale Führungsschiene. Geert Schoenaers: „Unser eigentliches Problem sind die Temperaturausdehnungen. Bei einer fast 40 m breiten Fassadenfront müssen wir mit Temperaturausdehnungen von rund 40 mm rechnen. Wenn alle Profile nur noch schlank sind, wo sollen wir dann die Dehnungen einbauen? Das ist die eigentliche Kunst und das Knowhow von Renson an solchen Objekten.“


Bauherr: Adolf Toferer GmbH & Co KG, Eferding, Österreich

Architekt: Bernhard Erlinger, Porsche Holding, Salzburg

Fassadenplaner: Gerhard Schimpl, GS-Plan GmbH, St. Johann am Walde, Österreich
www.gs-plan.at

Fassadenbauer: Josef Wick & Söhne GmbH & Co KG, Linz, Österreich
www.wick.at


Gerhard Schimpl, GS-Plan GmbH Planungsbüro: „Ich suchte ein System, das ich direkt vor die Pfosten-Riegel-Fassade in Form einer Deckleiste aufsetzen konnte. Dies war die Geburtsstunde für eine schmale doppelläufige Führungsschiene, die direkt auf die Pressleiste des Pfostens aufgeklipst wird. Diese Lösung erlaubt eine sehr schlichte Optik und ist dabei funktionell perfekt.“


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