Neubau einer Bildungseinrichtung in Cambridge

Präzise strahlend – Keramisch bedruckte Glaselemente

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„Was bedeutet Wissen für Sie?“ Antworten auf diese Frage – aus aller Welt, multilingual und zeitenübergreifend – zieren nun Teile der Fassade einer neu gebauten Bildungseinrichtung in Cambridge. Mithilfe eines keramischen Digitaldruckers wurden die einzelnen Buchstaben gestochen scharf auf die Glaselemente gesetzt.

Daniel Beutler | vs

Das „Cambridge Assessment“ ist eine der Universität Cambridge angegliederte Non-Profit-Organisation, die auf die Bewertung und Zertifizierung von Englischkenntnissen spezialisiert ist und für mehr als acht Millionen Lernende in über 170 Ländern Lehrmaterial bereitstellt. Das sogenannte „Triangle-Projekt“ soll den Wachstumskurs der Bildungseinrichtung nun weiter unterstützen: Der markante Neubau bietet Platz für bis zu 3 000 Mitarbeiter, Tagungsräume, Raum für modular an den Bedarf anpassbare Einrichtungen wie z.B. einen Kindergarten sowie eine Vielzahl an nutzbaren Außenanlagen.

Weithin sichtbares Statement

Um den transnationalen und interkulturellen Charakter der Non-Profit-Organisation weithin sichtbar hervorzuheben, entschieden sich die Planer von Eric Parry Architects und HLM Architects für ein „Site responsive Artwork“ . Dafür arbeiteten sie mit dem Londoner Künstler-Ehepaar Vong Phaophanit und Claire Oboussier zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie der Begriff „Wissen“ weltweit interpretiert wird – zeitenübergreifend und multilingual. Neben aktuellen Statements aus der ganzen Welt berücksichtigten die Künstler auch Definitionen, die sie auf alten Pergamenten und Papyri fanden. So entstand schließlich das Kunstwerk„In Other Words“: Unzählige Definitionen des Begriffs „Wissen“ zieren nun die Glasfassade des „Skywalks“ , der die beiden Hauptgebäude verbindet, sowie die Spitze des 39 m hohen Zentralturms.

Technisch anspruchsvoller Druck

Um die insgesamt 476 m2 Glas – 36 Zweifach-Laminate mit bis zu 4 x 2,45 m und 15 beschichtete Isoliergläser mit bis zu 4,58 x 1,98 m – den Vorstellungen der Auftraggeber entsprechend zu bedrucken, setzte das Unternehmen Sedak aus Gersthofen seinen keramischen Digitaldrucker ein, der mit bis zu 1 024 dpi auch die feinen Linien der arabischen und fernöstlichen Schriftzeichen gestochen scharf auf die Glaselemente setzte. Die kleinsten Buchstaben messen gerade einmal 6 mm in der Höhe. Aus der Ferne wirken die Wörter und Buchstaben unterschiedlicher Größen und Sprachen wie eine schillernde Farbmasse; aus der Nähe bleiben sie aufgrund des präzisen Digitaldrucks aber gut lesbar.

Kunstwerk mit farbiger Strahlkraft

Auch an die Farbigkeit stellten die Künstler hohe Ansprüche: Mit genauen Vorstellungen über die richtigen Pantone-Farbtöne und deren detaillierte Abstufungen wurden – in enger Zusammenarbeit mit Sedak – anhand von mehreren A3-Mustergläsern die richtigen Nuancen bestimmt. Während die Glaselemente für den „Skywalk“ von Indigo- und Grautönen geprägt sind, erinnert die Turmspitze an einen Leuchtturm, der – nachts illuminiert – safranorange in die Ferne strahlt. Langfristig sichern die UV-Beständigkeit der keramischen Farben und ihre Kratzfestigkeit die Strahlkraft des Kunstwerks.

„Die Künstler waren mit Begeisterung in den technischen Prozess eingebunden und haben dabei auch Wechselwirkungen für ihr Werk mitgenommen“ , erzählt Sedak-Projektleiter Ralf Scheurer. „Wir teilen die Liebe zur Perfektion – deswegen konnte ein so aussagekräftiges Kunstwerk entstehen.“

Architekten:

Eric Parry Architects, London

www.ericparryarchitects.co.uk

HLM Architects, Southwark

www.hlmarchitects.com

Künstler:

Vong Phaophanit und Claire Oboussier, London

www.atopia.org.uk



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