Umbau eines Kaufhauses in Zürich

Glas elektronisch tönen

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Im Frühjahr 2015 wurde das Modehaus Modissa in Zürich wieder eröffnet. Von außen erscheint die denkmalgeschützte Metallfassade nahezu unverändert, erst im Inneren zeigt sich ihre Besonderheit: Ein elektronisch tönbares Sonnenschutzglas schützt das Gebäudeinnere vor Überhitzung, lässt gleichzeitig Tageslicht hinein und ermöglicht freie Sicht nach draußen.

Blickfang des Modissa-Hauses ist die erkerartige Eckpartie, die eine schwungvolle Überleitung von der Uraniastraße zur Bahnhofstraße bildet. Die geschosshohen Verglasungen lassen viel Tageslicht ins Innere des Modehauses und gewähren gleichzeitig freie Sicht aus den Verkaufsräumen des Modehauses auf die Zürcher Bahnhofstraße.

Für das komplett neue Inneneinrichtungskonzept zeichnen der Mailänder Architekt und Designer Matteo Thun und Partner verantwortlich.
Außen-Verschattungen schieden aus
Die feinmaschig strukturierte Metallglasfassade besteht aus einer Pfosten-Riegel-Konstruktion mit Sonderelementen als rahmenlose Ganzglasfassade.
Aus Denkmalschutzgründen durften zwischen dem zweiten und fünften Geschoss keinerlei außen liegenden Verschattungen angebracht werden und auch von innen sollten die Kunden bei jedem Wetter freie Sicht auf die Bahnhofstraße haben – auch bei blendender, tiefstehender Sonne. Aus diesen Gründen kam das elektrochrome Sonnenschutzglas SageGlass zum Einsatz. Das elektronisch tönbare Glas kann je nach Wetterlage in verschiedener Weise verändert werden: Die Fensterbereiche Süden, Südosten und Osten können gleichzeitig oder getrennt getönt werden.
Zwei auf dem Dach installierte Sensoren tönen die gesamte Fassade abhängig von Lichtintensität und Sonnenstand automatisch. Außerdem kann SageGlass in jeder Etage manuell geschaltet werden.
Auflage des Denkmalschutzes war auch, den historischen Bronzefarbton der Fenster zu erhalten. Daher entwickelte SageGlass – ergänzend zu den Standardfarbtönen – die Fenster im originalen Farbton, so dass die Bronzetöne der Metallfassade und die der Fenster miteinander harmonieren wie im Jahr 1975, als der Schweizer Architekt Werner Gantenbein den Neubau schuf.
Geräuschlos elektronisch verdunkeln
Als sogenanntes elektrochromes Glas kann SageGlass völlig geräuschlos elektronisch verdunkelt oder aufgehellt werden – bedarfsgenau entweder automatisch oder manuell per Knopfdruck oder Touchscreen.
So lassen sich Tageslichteintrag, Solarwärme und Blendschutz individuell steuern. Die freie Sicht nach außen bleibt in jedem Verdunkelungszustand erhalten.
Die Lichtdurchlässigkeit lässt sich über vier Stufen zwischen 1 % und 60 % regulieren.
Diese Reduktion mindert neben dem Schutz vor grellem Sonnenlicht auch den Wärmeeintrag. So sorgt das Glas selbst in lichtdurchfluteten Räumen bei hohen Außentemperaturen für ein angenehmes Raumklima. Eine Studie zeigt zudem, dass das eingesetzte Glas den Energieaufwand im Vergleich zu hinterlüfteten Doppelfassaden um 5 % und zu außenbeschatteten Fassaden, je nach Gebäudestandort, um bis zu 13 % senkt. Elektrochrome Beschichtung: Das Herzstück von SageGlass, die elektrochrome Beschichtung, befindet sich geschützt vom Glasaufbau auf der Innenseite der Scheibe und besteht aus fünf Keramiklagen. Beim Anlegen einer schwachen elektronischen Niederspannung von lediglich fünf Volt verlagern sich Lithiumionen und -elektronen von einer elektrochromen Lage in eine andere und verdunkeln dadurch das elektrochrome Glas. Ein Aufheben der Spannungspolarität bewirkt, dass die Ionen und Elektronen in ihre ursprüngliche Lage zurückkehren, wodurch das Glas in den klaren Zustand zurückkehrt.
Architekt Neubau 1975:
Werner Gantenbein (CH) †Umbau/Inneneinrichtung: Matteo Thun und Partner, Mailand


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