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Gläserne Verbindung

Erweiterung eines denkmalgeschützten Klosters in Salzburg
Gläserne Verbindung

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In direkter Nachbarschaft des denkmalgeschützten Klosters Herrnau entstand ein Gebäude, das eine störende Baulücke mit sich brachte. Deshalb ließen die Klosterbewohnerinnen hier eine eigene Immobilie erbauen, die auch einen teilweise rückgebauten Kreuzgang vervollständigt. Damit dieser ganzjährig genutzt werden kann, wurden verglaste Schiebetüren ohne Schwelle eingebaut.

Anforderung:

Kreuzgang behutsam wieder vervollständigen – für eine ganzjährige Nutzung

Lösung:

Öffenbares Glasschiebesystem mit schwellenlosen Schiebetüren


Dipl.-Ing. Claudia El Ahwany | be

Die katholische Pfarrkirche zur heiligen Erentrudis und das Kloster Herrnau entstanden von 1957 bis 1963 im Süden von Salzburg und stehen unter Denkmalschutz. Im Kloster leben aktuell elf Nonnen. Weil auch sie – wie viele andere Klöster – mit Nachwuchsschwierigkeiten zu kämpfen haben, sind einige der Zimmer an Bewohnerinnen, wie z. B. Studentinnen, vermietet.

Im Jahr 2017 erwarb die Caritas das Nachbargrundstück, um hier ihr Katholisches Kompetenzzentrum Salzburg zu erbauen. Diese beiden neuen Gebäude gehen bezüglich Materialität, Fenstergestaltung und Dachform nur wenig auf das Erscheinungsbild der benachbarten denkmalgeschützten Bauten ein. Für die Baumaßnahmen mussten ein bestehender Kindergarten und ein Teil des Klosterkreuzgangs abgerissen werden. Dadurch wäre eine Baulücke entstanden, die das Klosterleben und das Erscheinungsbild der denkmalgeschützten Anlage empfindlich gestört hätte. Eine Problematik, die erst das Amt für Denkmalschutz in Salzburg realisierte. Auf dessen Wunsch hin ließen die Nonnen ein Gebäude in der Lücke errichten und eine Verbindung zwischen den beiden Gebäudeensembles schaffen.

Neubau im Denkmal-Umfeld

Deshalb beauftragten die Klosterbewohnerinnen den Architekten Christoph Scheithauer mit der Planung. Er entwarf ein dreigeschossiges Gebäude, das die Baufluchten des Klosters sowie des Caritas-Neubaus aufnimmt und sich in drei Teile gliedert: einen zweigeschossigen Wohnbauteil mit konischem Satteldach, einen Kreuzgang und einen Gelenkbau, der das Kloster mit dem Wohnbau verbindet. Im 1. und 2. OG des Wohnhauses befinden sich je zwei abgeschlossene Appartements, die an externe Bewohner vermietet werden. Bei der Planung des EG war Fingerspitzengefühl gefragt, es entstanden zwei großzügige Pflegezimmer. Der Architekt legte bei seinen Entwürfen besonderen Wert darauf, denkmalgeschützte und neue Architektur harmonisch miteinander zu verbinden.

Neuer Kreuzgang ganzjährig nutzbar

Da der bestehende Kreuzgang aus bauorganisatorischen Gründen teilweise abgerissen wurde, sollte ein neuer errichtet werden. Der noch erhaltene denkmalgeschützte Abschnitt ist beidseitig offen und verfügt über ein gewelltes Betondach. Der Anbau interpretierte die gewellte Form neu und besitzt eine Sichtbetonkonstruktion, deren Deckenunterseite an gefaltetes Papier erinnert.

Ein großer Wunsch der Klosterschwestern war, dass der neue Kreuzgangabschnitt ganzjährig genutzt werden kann. Um dem zu entsprechen, schloss ihn der Architekt mithilfe des Schiebesystems GM Toproll 10/14 von Glas Marte zum Innenhof ab. Die dreiteiligen Elemente sind 3 150 x 2 700 mm groß. Es wurden sieben Schiebetürelemente mit Einscheibenverglasung eingebaut. Dabei war dem Architekten die schlanke Profilgeometrie äußerst wichtig. Dank ihr kann so viel Licht wie möglich in den Kreuzgang gelangen. Mit dem pulverbeschichteten beigegrauen Rahmen fügen sich die Schiebetüren harmonisch in die Gestaltung des Anbaus ein. Nach einer einfachen Montage erfreut das System seine Nutzer mit langer Lebensdauer, wartungsarmer Konstruktion und einem geräuscharmen Lauf.


Bauherrin: Kongregation der Schwestern der heiligen Eucharistie

Planung: Architekt Christoph Scheithauer, cs-architektur, Salzburg
www.cs-architektur.at

Bauzeit: 2017–2019


Architekt Christoph Scheithauer: „Wir wollten die Intimität des Kreuzganges bewahren. Deshalb sind die Räume parterre ausschließlich Klostermitgliedern oder ihren Gästen vorbehalten.“


Beim Schiebesystems GM Toproll 10/14 wird die Last des Glases nicht – wie oft üblich – in den Boden abgeleitet. Das Glas wird in ein an der Decke befestigtes Schiebesystem eingehängt. Damit entfällt eine Bodenführung, was eine schwellenlose Schiebetür bedeutet. Zudem können so Erde oder kleine Steinchen nicht in die sonst erforderliche Führung geraten und die Tür blockieren.



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