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Fusion der Funktionen

Neubau eines Labor- und Verwaltungsgebäudes in Marl
Fusion der Funktionen

Das vom Architekturbüro Henn konzipierte Science to Business Center Nanotronics der Evonik Degussa GmbH ist die architektonische Umsetzung eines funktionsübergreifenden Nutzungskonzeptes – eine Fusion von Forschung und Begegnung, Produktion und Produktpräsentation. Die aus funktionaler und brandschutztechnischer Sicht notwendigen Trennungen der Bereiche wurden weitgehend transparent ausgeführt und unterstreichen damit die funktions- und raumübergreifende Idee.

Dr. Dieter Koch

Im Science to Business Center Nanotronics in Marl entwickelt die Evonik Degussa GmbH innovative, auf Nanomaterialien basierende Systemlösungen für die Industrie.
An einem Standort vereinigt das Unternehmen alle Ressourcen entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Grundlagenforschung über die Produktentwicklung und Pilotproduktion bis hin zum potenziellen Kunden. Die disziplin- und branchenübergreifende Zusammenarbeit mit Universitäten, Forschungsinstituten und Industrie soll eine schnelle Umsetzung des wissenschaftlichen Know-hows in marktreife Produkte und Technologien ermöglichen.
Offenes Raumkonzept
Den vielfältigen Nutzungen entsprechend, vernetzt ein flexibles Raumkonzept die kommunikativen, erweiterungsfähigen und funktionalen Arbeitsplätze. Büro- und Laborbereiche, Technika und Kommunikationsbereiche wechseln sich innerhalb eines festgelegten strukturierten Baukörpers ab.
Das Technikum als Zentrum der Prozess- und Wertschöpfungskette erhält durch die Visualisierung der Produkte und deren Herstellung eine besondere Bedeutung innerhalb des Ensembles. Es ist aufgrund seiner weit tragenden Stahlkonstruktion frei nutzbar. Vier gleich geartete, auf zwei Geschosse verteilte Laborbereiche ermöglichen flexibel nutzbare Laboreinheiten, die durch einen durchlaufenden Flur verbunden und dem Technikum direkt zugeordnet sind.
Der Bürobereich ist dem Technikum vorgelagert, eine mittig liegende Treppe verbindet seine beiden Geschosse miteinander. Der gemeinsame Eingangsbereich bildet mit dem zweigeschossigen, elliptisch geformten „Meetingpoint“ – dem Besprechungstrakt – das kommunikative Zentrum für Mitarbeiter und Besucher.
Baurechtliche Grundlagen
Bei dem Gebäude handelt es sich um ein Labor- und Verwaltungsgebäude, angrenzend an den Chemiepark in Marl. Als baurechtliche Grundlage für dieses Gebäude dient neben der Bauordnung des Landes Nordrhein-Westfalen auch die Industriebau-Richtlinie des Landes Nordrhein-Westfalen.
Das umfassende Brandschutzgutachten des Sachverständigenbüros Halfkann & Kirchner in Erkelenz legte gemäß der dort fixierten Anforderungen die Schwerpunkte insbesondere auf die möglichst störungsfreie Nutzung der Laborbereiche wie auch des Technikums. Hier kommt es insbesondere darauf an, dass für zukünftige Entwicklungen keine Einschränkungen hinsichtlich trennender Wände herbeigeführt werden sollte, die eine freie Raumaufteilung behindern könnten.
Transparente Trennungen
Das Brandschutzkonzept gliedert sich somit in einen großen Technikumsbereich sowie zwei Laborbereiche in den beiden Laborgeschossen. Hierdurch werden eine transparente Ausbildung der Bereiche sowie eine ungestörte und möglichst flexible Nutzung erreicht. In gleicher Weise wurde hinsichtlich der Bürogeschosse Wert auf eine ebenfalls transparente Ausbildung inklusive eines verbindenden Elementes über beide Nutzungsbereiche gelegt. Hier ist als wesentliches Kriterium die Sicherstellung der Flucht- und Rettungswege sowie der Entrauchung des Bürobereiches, wie auch des davor liegenden Foyers zu sehen. Integraler Bestandteil sind großzügige Verglasungen auch innerhalb des Gebäudes, um größtmögliche Transparenz sicherzustellen. Der gesamte Gebäudekomplex ist flächendeckend mit einer Brandmeldeanlage ausgestattet.
Mit großflächigen Brandschutztrennwand- und Brandschutztürsystemen konnte eine bauliche Entsprechung des Nutzungskonzeptes realisiert werden. PilkingtonPyrostop® für Verglasungen der Feuerwiderstandklasse F 30 wurde in zwei großen Trennwandkonstruktionen sowie in sämtlichen T 30/RS-Feuerschutzabschlüssen und F 30-Anschlussbauteilen zum Schutz des zentralen Flucht- und Rettungsweges des Büro-/Laborbereichs eingesetzt. Die Rahmenkonstruktionen der verwendeten Brandschutzsysteme sind in Stahl-Profilbauweise erstellt, was gegenüber anderen Rahmenmaterialien eine weitere Reduktion der Profilansichten und Bautiefen und somit eine deutliche Steigerung der Transparenz ermöglichte.
bba-Infoservice Brandschutzverglasung Pyrostop 585 Rahmenkonstruktion System Jansen Janisol 2 586
Brandschutzkonzept: Sachverständigenbüro Halfkann & Kirchner, Erkelenz
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