Umbau und Modernisierung eines Hotels bei Darmstadt

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Bei Darmstadt befindet sich im geschäftigen Rhein-Main- Gebiet das neu renovierte, erweiterte Hotel Jagdschloss Kranichstein aus dem 16. Jahrhundert. Es gilt als Refugium der Ruhe. Eine Herausforderung bestand darin, neue Türen in das vorhandene Türen- und Gestaltungskonzept zu integrieren.

Landgraf Georg I. von Hessen-Darmstadt war ein mittelalterlicher Workaholic. Unter seiner Herrschaft erlebte die Landgrafschaft einen fulminanten wirtschaftlichen Aufstieg. Die Zahl der Einwohner verdoppelte sich und veranlasste Georg I., frühe Ideen eines Sozialsystems zu verwirklichen. Zur Entspannung ging der Landgraf gerne zur Jagd. Um seinem Hobby besser frönen zu können, beauftragte der Landgraf seinen Baumeister Jakob Kesselhuth, ein Hofgut, das sich an dieser Stelle befand, zum Schloss auszubauen. 1580 fertig gestellt, erlebte es aber seine Blütezeit erst viele Jahre später. Als „Jagdlandgraf“ ging Ludwig VIII. in die Geschichte ein; der passionierte Jäger verlegte im 18. Jahrhundert sogar seine Residenz nach Kranichstein. Seine Nachfolger schätzten das schmucke Anwesen als Sommerresidenz. Zu den Gästen zählte unter anderem auch Englands legendäre Queen Victoria.

Mix aus Tradition und Lifestyle
Das Objekt ist heute einer der wenigen erhaltenen Jägerhöfe aus dem Barock in Deutschland und beherbergt neben dem Hotel noch ein Jagdmuseum sowie ein „Bioversum“, das als lebendiges Familienmuseum seinen Besuchern die ökologische Vielfalt der lokalen Flora und Fauna näher bringt.
Die besondere Herausforderung für die Planer des Reutlinger Innenarchitekturbüros Markus-Diedenhofen bestand darin, das Flair des Jagdschlosses zu erhalten und gleichzeitig mit dem heutigen Lifestyle zu kombinieren. Entstanden ist eine Symbiose aus Elementen der Jagd, kombiniert mit moderner Sachlichkeit. Wände, Böden und die Sitzgruppen sind in den Waidmannsfarben Olive, Beige, Braun, Rot und Blau gehalten. Dutzende von Geweihen, die das benachbarte Jagdmuseum zur Verfügung gestellt hat, dekorieren die Räume.
Die Türenplanung unterschied sich bei diesem Sanierungsprojekt von anderen Bauvorhaben, da ein großer Teil an Bestandstüren erhalten blieb beziehungsweise durch neue Funktionstüren ersetzt werden musste. So bestand die Herausforderung auch darin, die neuen, ergänzenden Türen von Jeld-Wen in das vorhandene Türenkonzept zu integrieren.
Hierbei stand das Gestaltungskonzept der Innenarchitekten ebenso im Mittelpunkt wie die optimale Erfüllung der Anforderungen in den Funktions- bereichen Schall-, Brand- und Rauchschutz sowie Automation und Zugangskontrolle.
Besonders die 48 Eingangstüren der komfortablen Zimmer und Suiten sollten eine herrschaftliche, den Gast einladende Anmutung innerhalb der dreiflügeligen Renaissanceanlage hinterlassen. Da das Schloss im Laufe der Jahrhunderte auch barocke und letztlich klassizistische Veränderungen erfuhr, lieferte der letztgenannte Baustil auch die Blaupause für die auffällige Umrandung der Zimmereingangstüren mit einer doppelt gefalzten Zargenbekleidungen. Aber auch die technischen und funktionalen Merkmale der im Gebäude verbauten Innentüren dokumentieren, dass Qualität nahezu allen Gegebenheiten Rechnung trägt.
Barrierefreie Zimmertüren
Zwei der 48 Zimmer sind in Kranichstein behindertengerecht gestaltet worden. So öffnen die Türen nach außen, die Drückerhöhe liegt bei rollstuhlgerechten 85 cm und der Freilauftürschließer mit stufenlos einstellbarer Schließgeschwindigkeit wird so justiert, dass Gäste hier komfortabel das Zimmer nutzen können. Auch die Einbauhöhe des Türspions ist in der Höhe angepasst, und an der Feuchtraumtür des Bades sorgen beidseitig montierte Griffstangen für zusätzlichen Komfort. All diese Funktionen fallen nur bei genauerer Betrachtung auf; sie sind optisch in das gesamte Türenbild integriert und somit gelungener Teil der gesamten Türengestaltung.
Küchentür mit Bullauge
Gäste, deren Hotelzimmer im neu errichteten Anbau „Parkflügel“ liegen, haben beim Weg dorthin die Möglichkeit, durch ein Bullauge den Köchen auf die Finger zu schauen.
Die Tür ist gleichzeitig Brandschutz- (T30), Rauschschutz-, Schallschutz- (SK1) wie auch Feuchtraumtür nach RAL und sorgt mit eigenem Antrieb sowie Sicherheitssensorleiste zudem dafür, dass die Servicekräfte nicht mit dem Küchenpersonal kollidieren. Das eingelassene Bullauge dient hierbei als zusätzliche Möglichkeit, die Arbeitsbereiche einsehen zu können. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil, wenn man daran denkt, wie hektisch es in der Gastronomie gerade bei größeren Veranstaltungen zugehen kann.
Architekten Anbau: Architekturbüro Rittmansperger, Darmstadt Innenarchitekten: Innenarchitekturbüro Markus-Diedenhofen, Reutlingen


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