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Deutlich dünner bei gleicher Stabilität

Bauelemente
Deutlich dünner bei gleicher Stabilität

Ein weiterer Einsatzbereich sind wärmegedämmte Überkopfverglasungen in Gewächshäusern und begrünten Wintergärten. Bild: Schollglas
Die Schollglas Unternehmensgruppe präsentierte auf der Fachmesse glasstec 2010 ein neuartiges Verbundsicherheitsglas. Nach eigenen Angaben erstes Unternehmen in Deutschland hat Schollglas für das spezielle Sicherheitsglas GEWE-composite vom Deutschen Institut für Bautechnik (DIBT) eine allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (AbZ) erhalten. „Mit GEWE-composite sollen sich außergewöhnliche Projekte des konstruktiven Glasbaus umsetzen lassen, die über die Grenzen des bisher Machbaren hinausgehen“, erklärt der Hersteller. GEWE-composite besteht aus dünnen Monogläsern, die mit einem transparenten Kunststoffkern schubsteif verklebt sind. So kombiniert der Verbundwerkstoff die Eigenschaften von Glas mit denen von transparenten Polymeren. Dabei sorgt das Polymer für eine besonders hohe Resttragfähigkeit sowie Splitterbindung und ist selber statisch tragende Komponente des Verbundes. Gewichtseinsparungen von rund 30 % und mehr sind möglich – Verbundsicherheitsgläser können somit in Zukunft deutlich dünner bei gleicher Stabilität dimensioniert werden. Weitere Anwendungen können kalt verformte zylindrische gebogene Glasscheiben sein. Schollglas hat für diese Herstellung ein Verfahren entwickelt, bei dem eine dauerhafte Verformung von Scheiben bei Raumtemperatur möglich ist. Der große Vorteil des Kaltbiegens im Gegensatz zum herkömmlichen Heißbiegen liegt auf der Hand: Da keine Hochtemperaturprozesse zum Tragen kommen und der aufwändige Biegeformenbau entfällt, werden natürliche Ressourcen geschont. Es entstehen Konstruktionen mit größeren Spannweiten und höheren Sicherheiten bei gleichzeitig reduziertem Energieverbrauch. Auch die Qualität der Scheiben wird durch das Kaltbiegen optimiert: Optische Beeinträchtigungen, die beim Heißbiegen auftreten können, wie Schlierenbildung, Welligkeit der Oberfläche oder Ungenauigkeiten beim Erkalten der Scheiben, entfallen. Zusätzlich können in das Compositematerial Verbindungselemente integriert werden, die fest mit der Zwischenschicht verbunden sind. In Folge entstehen neue Möglichkeiten der Verbindungstechnik vom Verbundglas zur Unterkonstruktion.

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