Sanierung der Sanitärbereiche im Fußballstadion von Düsseldorf

Jubelnde Wände

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Die Sanitärbereiche des Paul-Janes-Stadions, Heimspielstätte von Fortuna Düsseldorf, wurden neu gestaltet. Dabei verwandelten zwei farbig bedruckte Motivwände und WC-Kabinen in den Vereinsfarben die ehemals tristen Räumlichkeiten in einen lebendigen Ort mit Stadionatmosphäre.

Bereits 1930 wurde das Paul-Janes-Stadion im Düsseldorfer Stadtteil Flingern errichtet. Zunächst war die Spielstätte vereinseigen, mittlerweile ist sie in städtischer Hand. Seit 1990 trägt das Stadion den Namen des langjährigen Fußballnationalspielers Paul Janes. Mit 71 Länderspielen und einem deutschen Meistertitel prägte der Abwehrspieler die Frühphase des deutschen Fußballs auch international und zählt damit zu den Legenden des Düsseldorfer Vereins. Einige Jahre nach dem Bau – und mit wachsendem Spielerfolg – bot das Stadion nicht mehr genug Raum für die gestiegene Zahl der Fans. Aus diesem Grund wich die Fortuna 1952 in das deutlich größere Rheinstadion aus. Das Paul-Janes-Stadion wurde danach nur noch in Ausnahmefällen von der ersten Mannschaft genutzt.

Heute finden hier keine Meisterschaftsspiele der ersten Mannschaft mehr statt. Die Spielstätte mit Platz für 7 200 Zuschauer dient jedoch als Austragungsort für Test-, Freundschafts- und Pokalspiele sowie für Heimpartien der zweiten Mannschaft von Fortuna Düsseldorf und den Jugendmannschaften. Die wechselhafte Geschichte des Stadions begleiteten immer wieder auch aufwendige Sanierungs- und Umbauarbeiten. So erhielt die Arena im Laufe der Jahre neue Stehplatzränge, einen neuen Kabinentrakt sowie eine moderne Flutlichtanlage. Komplett umgestaltet wurden auch die Sanitäranlagen. Dabei legte man besonderes Augenmerk auf Individualität und einen hohen Bezug zum Verein und zum Stadion. Den Auftrag über zwei Motivwände und den Einbau von WC-Kabinen vergab das Amt für Gebäudemanagement der Stadt Düsseldorf an die Schäfer Trennwandsysteme GmbH. Der Montagezeitraum betrug lediglich drei Tage.

Sanitärbereiche mit Stadionatmosphäre

Mit der Neugestaltung der WC-Anlagen wurde das Büro Wollenweber Architektur aus Düsseldorf beauftragt. Um die Räumlichkeiten optisch aufzuwerten, entwickelten die Architekten, in enger Abstimmung mit dem Amt für Gebäudemanagement der Landeshauptstadt Düsseldorf als Bauherrn, ein ganzheitliches Sanitärkonzept. In Zusammenarbeit mit Schäfer Trennwandsysteme gelang es den Planern, die Idee des Bauherrn umzusetzen und die Stadionatmosphäre in die Sanitärräume zu holen. Besonderer Blickfang sind die zwei farbig bedruckten und 2 m hohen Urinal-Rückwände im Herren-WC. Sie erstrecken sich beidseitig über eine Länge von 2,60 m sowie 7,50 m und zeigen jubelnde Fans während eines Spiels der Fortuna.

Hochwertige Motivwände nach Maß

Die Motivwände wurden im Werk von Schäfer gefertigt und in zwei Elementen von jeweils 1,30 m Breite und sechs Elementen von jeweils 1,25 m Breite nach Düsseldorf transportiert. Um bei dem Großformat eine entsprechende Bildqualität zu erreichen, musste das ausgewählte Motiv eine hohe Auflösung und Qualität aufweisen. Bei der Herstellung wurde es zunächst auf ein Dekorpapier mit den Abmessungen 2 800 x 2 000 mm gedruckt. Im nächsten Schritt wurde es imprägniert und abschließend unter hohem Druck und hoher Temperatur mit in die Platte gepresst. Dieses Verfahren gewährleistet, dass die Motivwand eine robuste und kratzfeste Oberfläche erhält, die überdies leicht zu reinigen ist. Die Ausfräsung der Anschlüsse für Wasser, Abwasser und Befestigung erfolgte bereits im Werk mittels CNC-Fräsen. Dies machte vorab ein sehr präzises Aufmaß notwendig.

WC-Trennwände in den Vereinsfarben

Die Sanitärbereiche wurden außerdem mit der formschönen und zugleich funktionalen WC-Trennwand PUP30 ausgestattet. Schäfer lieferte vier Kabinen für das Herren-WC und fünf Kabinen für das Damen-WC. Den besonderen Anforderungen im Stadion trägt die stabile und dennoch leichte Konstruktion aus Sandwichelementen Rechnung. Die Farbgestaltung erfolgte in Anlehnung an die Vereinsfarben der Fortuna. So wurden die Kabinentüren in Weiß, die Trennwände in Rot ausgeführt. Bei der Gestaltung profitierten Planer und Bauherr von der nahezu unbegrenzten Farbvielfalt. Denn bei der Lackierung der Kabinenanlage PUP30 steht die gesamte RAL -Palette zur Verfügung. Bei der Reinigung erweist sich das Trennwandsystem mit seiner pulverbeschichteten Oberfläche als besonders pflegeleicht. Die wasserfeste Konstruktion eignet sich darüber hinaus auch für feuchte Raumbedingungen. Um ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten, sind alle Ecken leicht abgerundet. Drückergarnituren, Beschläge und Stützfüße sind in Edelstahl ausgeführt.

Die WC-Anlage im Paul-Janes-Stadion zeigt, dass Sanitärbereiche nicht einheitlich aussehen müssen. Großen Spielraum bietet hier das Portfolio der Schäfer Trennwandsysteme. Mit farbigen Motiven, hochwertigen Materialien und einer großen Farbvielfalt lassen sich kundenspezifische Sanitärkonzepte problemlos umsetzen. Moderne Drucktechnologien garantieren dazu gute Ergebnisse, die höchsten Ansprüchen gerecht werden.

Architektur:
Wollenweber Architektur, Düsseldorf

https://www.wollenweb.de/

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