Dezentrale Warmwasserbereiter in Form von Durchlauferhitzern

Neubau von Mietwohnungen in Nürnberg

Warmwasser auf kurzen Wegen

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Im Stadtteil Röthenbach hat die Siedlungswerk Nürnberg GmbH 130 neue Mietwohnungen gebaut. Dezentrale Warmwasserbereiter in Form von Durchlauferhitzern sichern im gesamten Quartier die Einhaltung der Trinkwasserhygiene und den Warmwasserkomfort bei niedrigen Betriebskosten.

Jüngstes Projekt des Siedlungswerks Nürnberg ist die Wohnanlage ‚Am Röthenbacher Landgraben‘. Fertiggestellt im September 2017, bietet sie 130 zeitgemäße Mietwohnungen sowie vier Gewerbeeinheiten für Arztpraxen und Läden. Die hofartige Bebauung mit 5- und 6-geschossigen, aneinandergesetzten Gebäudekörpern ermöglicht Wohnen für alle Generationen. So sind alle 2- bis 5-Zimmer-Wohnungen barrierefrei zugänglich. Die Einheiten mit Flächen von rund 40 bis 120 m² haben durchdachte Grundrisse, sind energieeffizient und erfüllen die heutigen Sicherheitsstandards. Ein Drittel aller Wohnungen wurde nach den Vorgaben der Bayerischen Landesbauordnung barrierefrei bzw. barrierearm ausgestattet.

Energiekonzept

Damit Betriebs- und Nebenkosten für die Mieter auf lange Sicht niedrig bleiben, stellte das Siedlungswerk Nürnberg besondere Anforderungen an das Energiekonzept. Das mit der TGA-Planung beauftragte Ingenieurbüro ecoplan aus Bamberg erarbeitete zusammen mit dem Nürnberger Architekturbüro Grabow + Hofmann das Energiekonzept mit ganzheitlich-integrativem Planungsansatz:

  • Weniger Transmissionswärmeverluste
  • Weniger Luftwärmeverluste bei Sicherstellung der Mindestluftwechselrate
  • Energieeffiziente Wärme- und Warmwassererzeugung.

Das Gebäude ist energiesparend nach EnEV-Standard (2014) errichtet – mit effektiver Dämmung der Gebäudehülle und moderner Haustechnik. Dazu gehört ein kontrolliertes Wohnraumbelüftungssystem (ohne WRG). Die Anbindung des neuen Wohnquartiers ans Fernwärmenetz erfolgt über Übergabestationen, um das Gebäude mit niedrigeren Temperaturen betreiben zu können. So kann die Wärme über wassergeführte Fußbodenheizungen in allen Räumen verteilt werden inklusive zusätzlicher Handtuchheizkörper im Bad. Die Einzelraumregelungen ermöglichen die bedarfsgerechte Nutzung von Raumwärme.

Dezentrale Warmwasserbereiter

Ein zentraler Bestandteil des energetischen Konzepts war die effiziente Warmwasserbereitung. Die Planer berücksichtigten dabei die Schlüsselkriterien Trinkwasserhygiene, Warmwasserkomfort und hohe Energieeinsparpotenziale.

Aus dem Anlagenvergleich zentral/dezentral mit Wirtschaftlichkeitsberechnungen nach VDI 2067 ging die dezentrale Warmwasserversorgung als Sieger hervor.

Bei der Gerätewahl fiel die Entscheidung auf moderne Durchlauferhitzer von AEG Haustechnik. Insgesamt wurden 138 elektronische Durchlauferhitzer des Typs DDLE Basis mit 27 kW Leistung und 86 mit 18 kW Leistung zur Warmwasserversorgung an Badewannen oder Duschen, Waschtischen und Küchenspülen installiert. Wo in den größeren Wohnungen Küche und Bad weit auseinanderliegen, werden die beiden Bereiche getrennt über zwei Geräte mit Warmwasser versorgt. Die AEG Durchlauferhitzer zeichnen sich durch besonders energiesparende Funktion aus und erhitzen die benötigte Wassermenge exakt auf die zuvor eingestellte Temperatur. Die schnelle Regelelektronik gewährleistet dabei hohe Temperaturkonstanz.

Ein weiteres wichtiges Kriterium für die dezentrale Systemwahl nennt Martin Hopes, technischer Leiter der Siedlungswerke Nürnberg: „Wenn Trinkwasser über längere Zeit in einem Leitungsabschnitt steht, z. B. weil Mieter im Urlaub sind, kann es zur Vermehrung von gesundheitsgefährdenden Legionellen im Leitungsnetz kommen.“ Für sichere Trinkwasserhygiene im Neubau kam nur eine Lösung infrage, durch die die SW Nürnberg auf regelmäßige, zeitintensive Trinkwasseruntersuchungen und -spülungen verzichten können: die dezentrale Warmwasserversorgung mit Durchlauferhitzern.

Den größten Anteil am Energieverlust machen in mehrgeschossigen Wohngebäuden mit zentraler Warmwasserversorgung die Rohrleitungsverluste aus. Den Berechnungen von ecoplan zufolge waren die Energieverluste bei zentraler Warmwasserversorgung der Wohnanlage sogar höher als der eigentliche, für die Warmwasserbereitung notwendige Energieaufwand. Mit Durchlauferhitzern muss das Wasser dagegen keine langen Leitungswege zurücklegen; die zugeführte Energie wird automatisch abgeschaltet, wenn ein Mieter den Wasserhahn zudreht. So entfallen Energieverluste und der Wasserverbrauch reduziert sich enorm, weil das Wasser von der ersten Sekunde an in der gewünschten Temperatur fließt und nicht erst Kaltwasser ablaufen muss. Auch konnte auf ein kostenintensives, kilometerlanges Warmwasserverteilsystem mit aufwendiger Zirkulationsanlage verzichtet werden.

Wirklich sparen hilft aber nur der richtige Durchlauferhitzer. „Eine gute Planung ist auch bei der dezentralen Warmwasserbereitung das A und O“ , erklärt Robert Engert, Geschäftsführer von ecoplan. „Einbezogen werden dabei Faktoren wie der Verbrauch, die Häufigkeit der Entnahme, die Anzahl der zu versorgenden Zapfstellen und die Entfernung voneinander.“

Architekt:

Grabow + Hofmann, Architektenpartnerschaft BDA, Nürnberg

www.grabow-hofmann.de

TGA-Planung:

Ingenieurbüro ecoplan Projekt GmbH, Bamberg/Lichtenfels

www.ecoplan-bbg.de



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