Sanierung von Feuchteschäden am Mainzer Hauptbahnhof. Mehrstufig abgedichtet

Sanierung von Feuchteschäden am Mainzer Hauptbahnhof

Mehrstufig abgedichtet

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Beim Mainzer Hauptbahnhof hatten Untersuchungen ergeben, dass seitlich eindringende und kapillar aufsteigende Feuchtigkeit der Bausubstanz vor allem im südöstlichen Teil des Hauptgebäudes zusetzten. Mit einer Außenabdichtung und einer Horizontalsperre konnten die Schäden langfristig behoben werden.

Der Mainzer Hauptbahnhof gehört zu den architektonischen Highlights der Rheinland-Pfälzischen Landeshauptstadt. Er wurde von 1882 bis 1884 nach Plänen des Mainzer Architekten Philipp Johann Berdelle in hellem Flonheimer Sandstein errichtet. Der Bau präsentiert sich im Stil der italienischen Neorenaissance mit barocken und klassizistischen Elementen. 130 Jahre später zeigte sich aber auch an diesem architektonischen Kleinod erheblicher Sanierungsbedarf. Seitlich eindringende und kapillar aufsteigende Feuchtigkeit setzen der Bausubstanz vor allem im südöstlichen Teil des Hauptgebäudes zu.

Der von der Deutschen Bahn für die Sanierung beauftragte Planer von der Frankfurter PGS Projektmanagement GmbH informierte sich gründlich über mögliche Problemlösungen. So besuchte er auch eine der Architectus-Veranstaltungen von Isotec, einem Unternehmen, das auf die Sanierung von Feuchteschäden spezialisiert ist. Was er dort von unabhängigen Experten zum Thema Feuchteschäden und Isotec-Lösungsmöglichkeiten hörte, überzeugte ihn. Deshalb bat er das Unternehmen, an der Ausschreibung zur Sanierung des Mainzer Hauptbahnhofes teilzunehmen.
„Eine ausführliche Begutachtung hatte bereits im Vorfeld stattgefunden“, berichtet Henrik Rüger, Inhaber des zuständigen Isotec-Fachbetriebs in Nieder-Olm bei Mainz. Auch das Zeitfenster für die Sanierung stand schon fest: Zwischen August und Oktober 2014 sollten die Arbeiten stattfinden.
Für den Fachmann war klar, dass hier zwei Maßnahmen erforderlich waren: eine Außenabdichtung gegen die seitlich eindringende und eine Horizontalsperre mit Spezialparaffin gegen die kapillar aufsteigende Feuchtigkeit.
Das Angebot von Henrik Rüger überzeugte die Verantwortlichen bei der Deutschen Bahn und im beauftragten Planungsbüro, so dass er den Zuschlag erhielt.
Außenabdichtung
Zunächst musste das Kellermauerwerk unter Einsatz eines Baggers freigelegt werden. Erst dann konnte die hochwertige Außenabdichtung gegen die seitlich eindringende Feuchte in einem mehrstufigen Verfahren auf einer Fläche von 65 m2 aufgetragen werden. Hierfür wurde ein wassersperrender und wasserabweisender Spezialputz verwendet, der die Voraussetzung für eine optimale Haftung des eigentlichen Abdichtungsmaterials schafft. Anschließend kommt ein zweikomponentiges Abdichtungssystem aus kunststoffmodifizierter Bitumendickbeschichtung (KMB) zum Zug. Dieses System wird zweilagig und mit einer vollflächigen Gewebeeinlage aufgetragen. Die beiden Lagen verbinden sich dann zu einer wasserundurchlässigen, flexiblen und rissüberbrückenden Abdichtung. Das heißt, die Feuchte gelangt erst gar nicht mehr bis an das Mauerwerk heran. Zum Schutz der Außenabdichtung wurden nach der vollständigen Durchtrocknung Schutzplatten aus Polystyrol angebracht. Sie verhindern eine mechanische Beschädigung der Abdichtungsbeschichtung, wenn das Erdreich wieder aufgefüllt wird.
Horizontalsperre
Da das Mauerwerk aus Flonsheimer Sandstein direkt mit dem Erdreich in Berührung kam, war ein kapillarer Aufstieg der Feuchte ungehindert möglich. Um den Kapillaraufstieg für die Zukunft zu verhindern, wurde nun nachträglich die Isotec-Horizontalsperre im Bohrloch-Injektionsverfahren eingebracht. Dafür musste der betroffene Wandabschnitt zunächst vollständig getrocknet werden. Im Abstand von 10 bis 12 cm wurden Bohrlöcher in einem Winkel von ca. 20° in die zwischen 1,00 und 1,40 m dicken Sandsteinwände gebohrt und in diese Spezialheizstäbe eingebracht. Die Austrocknung befreite das gesamte Kapillarsystem im Injektionsbereich des Baustoffes von Feuchtigkeit. Anschließend wurden die Poren vollständig mit dem Injektionsstoff Spezialparaffin verfüllt (mit einer Stärke von ca. 15 cm über den gesamten Wandquerschnitt). Das Isotec-Paraffin ist frei von chemisch-flüchtigen Bestandteilen und gesundheitlich unbedenklich.
Planung und Projektbetreuung: PGS Projektmanagement GmbH, Frankfurt/M

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